Jugendpressekongress 2016

Autor: Karina Gramm

3 Tage Bundeswehr für Anfänger

Schülerin des Brockhaus-Gymnasium überlebt ein Wochenende in einer Kaserne beim Militär.

"Still gestanden, Kopf gerade und Hacken zusammen!" die Bundeswehr hat hohe Ansprüche, dachte ich immer, bis zu dem Punkt, an dem ich zum ersten Mal eine Kaserne von innen gesehen habe. Kurz zu mir: Ich heiße Karina und besuche die 10. Klasse. Ich bekam die Chance meine Vorurteile gegenüber der Deutschen Bundeswehr noch einmal zu überdenken. Ich war Teilnehmer des 150. Jugendpressekongress, welcher von der Stiftung Young Leaders organisiert wurde. Die "Stiftung politischer und christlicher Jugendbildung" ist eine Organisation mit Sitz in Berlin, welche Akademien, Seminare, Vorträge und Kongresse für Jugendliche aus der ganzen Republik sowohl im In- als auch Ausland anbietet. Darüber hinaus unterstützt sie Projekte wie "Jugend musiziert" oder "Jugend forscht". Die Plätze sind beschränkt und die Chance angenommen zu werden, scheint gering. Um für diesen Kongress angenommen zu werden zählen keine übernatürlich guten Noten, sondern das soziale Engagement.

Und dann geht es los. 97 Jugendliche im Alter von 15-19 sitzen nun mit mir zusammen in einem riesigen Plenum in der Sporthochschule der Bundeswehr. Der Raum ist gefüllt mit einem Kommandeur der Sportschule, einigen Offizieren, dem Leiter der Young Leaders GmbH, knapp 100 Jugendlichen und vielen weiteren Mitwirkenden. Die Stimmung im Saal ist unruhig und angespannt. Alle warten nun darauf, dass endlich jemand hervortritt und die Regeln erklärt. Nach ein paar Minuten ergreift der Leiter der Stiftung das Wort. Er führt durch das vorgesehene Programm für das Wochenende. Auf dem Plan steht das Kennenlernen der Bundeswehr. Wir übten Sportarten, wie "Military Fitness" aus, lernen das bemerkenswert gute Essen der Bundeswehrkantine kennen und haben Zeit Fragen über alles Mögliche bezüglich der Bundeswehr zu stellen. Außerdem stand auf dem Programm das Reinschnuppern in die Arbeit von Profijournalisten. Nach einer kurzen Einweisung startet der erste Vortrag. Nun heißt es : mitschreiben, mitdenken und dazu lernen. An dem Wochenende gab es verschiedene Workshops. Diese thematisierten TV Produktionen, gedruckte Medien, Erstellen einer Onlinezeitung und noch vieles mehr. Geholfen haben uns unter anderem Journalisten der Berliner Zeitung, des Bayerischen Rundfunks und der Welt . Diese gaben uns verschiedene Tipps um strukturierte Interviews zu führen, besser mit seiner Körpersprache umgehen zu können und professionelle Texte zu schreiben. Durch diese nützlichen Tipps, fiel es uns schließlich einfacher, alles über die Bundeswehr zu erfragen.