Goethes „Faust“ am Brocki

Gemein­sam mit einem Schaus­piel­er Szenen aus Goethes „Faust“ in ein­er Schule auf­führen? Die Insze­nierung des Stück­es von Thi­lo Schlüßler ermöglicht Schü­lerin­nen und Schülern diesen ungewöhn­lichen Zugang zu dem Dra­ma.

Am 8. Jan­u­ar führte Stef­fen Pietsch, Schaus­piel­er an den Lan­des­büh­nen Sach­sen, die zehn­ten Klassen des Brock­haus-Gym­na­si­ums „vom Him­mel durch die Welt zur Hölle“ und ließ die Geschichte um Dok­tor Hein­rich Faust in der Aula lebendig wer­den. In ras­an­tem Tem­po wech­selte er während der ein­stündi­gen Auf­führung die Szenen und dargestell­ten Fig­uren und suchte dabei immer wieder die Nähe zum Pub­likum.

Auch die Schü­lerin­nen und Schüler wur­den in das Büh­nengeschehen einge­bun­den und über­nah­men ver­schiedene Rollen. Sie verkör­perten beispiel­sweise einen Stu­den­ten im Gespräch mit Mephis­to, star­ben als Valentin im Gefecht mit Faust oder spiel­ten Mar­garete in der Kerk­er­szene. Begeis­tert spende­ten die Zuschauer Applaus.

Im Anschluss an die Vorstel­lung bot der Schaus­piel­er den Jugendlichen die Gele­gen­heit, Fra­gen zu stellen und sich zu wichti­gen Prob­lem­stel­lun­gen des Dra­mas zu posi­tion­ieren. Dabei wurde deut­lich, dass das Stück noch immer The­men aus der Lebenswirk­lichkeit der jugendlichen Zuschauer anspricht. Als Dank für die gelun­gene Ver­anstal­tung und sein beein­druck­endes Spiel gab es für Stef­fen Pietsch einen großen Abschlus­sap­plaus.


A. Williamson