Ausflug zum höchsten Denkmal Europas

Um das mit 91 Metern höch­ste Denkmal Europas zu besuchen, mussten die Schü­lerin­nen und Schüler unser­er 8. Klassen keine weite Anreise auf sich nehmen. Das Völk­er­schlacht­denkmal, den Leipzigern bess­er als „Völ­ki“ bekan­nt –, das an die so genan­nte Völk­er­schlacht im Jahr 1813 erin­nert, befind­et sich qua­si vor unser­er Haustür. Doch erst im Geschicht­sun­ter­richt wurde der his­torische Hin­ter­grund genauer behan­delt, näm­lich die Völk­er­schlacht bei Leipzig, die zur Nieder­lage Napoleons gegen die ver­bün­de­ten Trup­pen Rus­s­lands, Preußens, Öster­re­ichs und Schwe­dens führte und mit etwa ein­er hal­ben Mil­lion Sol­dat­en als bis dato als größe Schlacht in die Men­schheits­geschichte eing­ing.

Allerd­ings dauerte es nach der Völk­er­schlacht ganze 100 Jahre, bis 1913 das Denkmal in Gestalt eines Turmes mit Ruhme­shalle und Kryp­ta sowie einen kün­stlichen See, in dem sich die Anlage spiegelt, eingewei­ht wurde.

Obwohl fast alle das Denkmal schon ein­mal besucht hat­ten, gab es viel Neues über die Geschichte der Völk­er­schlacht und den Bau des Völkis zu erfahren, beispiel­sweise, dass es nur in seinen sicht­baren Teilen aus Gran­it­por­phyr beste­ht, zu 90 Prozent aber aus Beton und im Fun­da­ment eine Mil­lion Kubik­me­ter Schutt, Asche und Haus­müll ver­baut sind, um dem Bauw­erk Halt zu geben, und es deshalb zehn Jahre lang als Mül­lkippe der Stadt Leipzig diente.

Am Ende der Führung gab es noch eine musikalis­che Kost­probe von der beson­deren Akkustik im Inneren und dann blieb Zeit, die 365 Stufen bis zur höch­sten Plat­tform zu erk­lim­men, um die fan­tastis­che Aus­sicht über die Stadt zu genießen.

Dr. Nad­ja Braun