Exkursion in den Sächsischen Landtag

Am 11.09.2024 kon­nten die Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen­stufe 9 den GRW-Unter­richt ganz prax­is­nah “vor Ort” erleben: im Säch­sis­chen Land­tag in Dres­den führten sie ein Plan­spiel zum Geset­zge­bung­sprozess durch. Das, was in der Real­ität dur­chaus ein Jahr dauern kann, wurde nun in nur vier Stun­den erprobt:

Die Ler­nen­den wur­den in drei ver­schiedene Frak­tio­nen (Pro / Con­tra / Neu­tral) eingeteilt, die sich alle mit einem fik­tiv­en Geset­ze­sen­twurf zur Videoüberwachung auf Schul­höfen und ‑gän­gen auseinan­der­set­zten. Dabei über­nahm jed­er Teil­nehmende eine Rolle, aus deren Per­spek­tive her­aus agiert wer­den sollte. In Frak­tion­ssitzun­gen und Arbeit­skreisen wur­den Argu­mente erar­beit­et, erste State­ments ver­fasst, bis schließlich die Exper­te­nan­hörung erfol­gte, wobei die Rolle der jew­eili­gen Experten die beglei­t­en­den Lehrkräfte ein­nah­men. Anschließend wur­den nach einem Rhetorik-Crashkurs die Argu­mente der jew­eili­gen Frak­tio­nen in eigene Reden umge­wan­delt und Reak­tio­nen auf Gege­nar­gu­mente geprobt. Den Höhep­unkt des Plan­spiels bildete die Ple­nar­sitzung, die auf­grund des Umbaus nicht im Ple­narsaal, son­dern in einem Frak­tion­ssaal stat­tfand. Hier trat­en nun die Red­ner der einzel­nen Frak­tio­nen ans Pult, stell­ten sich kri­tis­chen Nach­fra­gen und ver­sucht­en inhaltlich und rhetorisch zu überzeu­gen. Bei der Schlussab­stim­mung fiel der Geset­zen­twurf durch — die Mehrheit der “Abge­ord­neten” stimmte dage­gen.

M. Moeßn­er, FL GRW