Schüleraustausch nach China — Ein Kurzbericht

Unser Schüler­aus­tausch nach Chi­na war eine faszinierende Sym­biose aus Tra­di­tion und Mod­erne. In einem Zeitraum von zwei Wochen sam­melten wir unzäh­lige Ein­drücke, die uns nach­haltig prägten.

Bere­its bei unser­er Ankun­ft in Shang­hai wur­den wir von den majestätis­chen Wolkenkratzern über­wältigt. Neben der beein­druck­enden Sky­line fiel uns das pulsierende Leben in der Metro­pole ins Auge. Beson­ders in Erin­nerung geblieben ist uns die lebendi­ge Atmo­sphäre, die durch die Men­schen­men­gen, die Geräusche der Straßen­händler und die vielfälti­gen Einkauf­s­meilen erzeugt wur­den. Unser Besuch im Franzö­sis­chen Vier­tel ver­mit­telte uns die his­torische Größe Chi­nas und verdeut­lichte, dass Shang­hai eine Stadt voller Geschichte und kul­tureller Vielfalt ist. Nach drei ein­drucksvollen Tagen in Shang­hai standen uns noch anderthalb Wochen in Nan­jing bevor. Trotz unser­er begren­zten Sprachken­nt­nisse wur­den wir her­zlich emp­fan­gen. Beson­ders her­vorzuheben ist das umfan­gre­iche Pro­gramm, das uns von der NFLS geboten wurde. Ein Woch­enende bei ein­er Gast­fam­i­lie ermöglichte es uns, das Leben vor Ort haut­nah zu erleben. An diesem Woch­enende wurde der reg­uläre Schul­be­trieb für uns aus­ge­set­zt, und wir unter­nah­men zahlre­iche Aus­flüge und Aktiv­itäten. So besucht­en wir gemein­sam mit unseren Gast­fam­i­lien den Nan­jing Zoo, der im Ver­gle­ich zum Leipziger Zoo eine ganz neue Dimen­sion der Tier­welt und der Größe bot. Der neue Cam­pus der Schule beein­druck­te uns eben­so. Wir durften am Sportun­ter­richt teil­nehmen, tra­di­tionellen chi­ne­sis­chen Tanz erler­nen und in ein­er Unter­richtsstunde mit zu hören. Im alten Cam­pus der NFLS erlebten wir unter anderem eine wirk­lich beein­druck­ende Musik­stunde, in der uns die Schüler der siebten Klasse mit ihren Musikin­stru­menten in ihren Bann zogen. Neben den typ­is­chen Sehenswürdigkeit­en wie dem Kon­fuz­ius-Tem­pel, der Stadt­mauer und einem ganztägi­gen Besuch in Suzhou, hat­ten wir auch die Gele­gen­heit, mehrfach in tra­di­tionellen chi­ne­sis­chen Restau­rants zu speisen und die vielfälti­gen Facetten der chi­ne­sis­chen Küche ken­nen­zuler­nen. Eine beson­dere Sehenswürdigkeit in Nan­jing war das Nan­jing-Ei. Dieses Bauw­erk über­traf unsere Vorstel­lun­gen davon, was wir Europäer als groß empfind­en. Das Nan­jing-Ei bleibt uns auf­grund sein­er einzi­gar­ti­gen Form in Erin­nerung.

Chi­na offen­barte sich uns als ein Land der Gegen­sätze – zwis­chen Tra­di­tion und Fortschritt, zwis­chen kul­tureller Tiefe und hek­tis­chem Treiben. Unsere Reise hat nicht nur unsere Sicht auf Chi­na verän­dert, son­dern auch unser Ver­ständ­nis für kul­turelle Vielfalt erweit­ert.

Char­lotte und Rahel 10c