Finissage der Samuel-Lampel-Ausstellung im Schulmuseum

Bis Anfang Okto­ber war die Ausstel­lung zum Samuel-Lam­pel-Pro­jekt der ehe­ma­li­gen Klasse 10a im Leipziger Schul­mu­se­um am Goerdel­er­ring zu sehen. Anlässlich des Ausstel­lungsendes lud Muse­um­sleit­er Dr. Jörn-Michael Goll alle Beteiligten sowie Fre­undin­nen, Fre­unde und Unter­stützerin­nen und Unter­stützer zu ein­er Finis­sage ein.

Als Haup­tred­ner kon­nte der Musikjour­nal­ist Claus Fis­ch­er gewon­nen wer­den. Er gab einen Ein­blick in das musikalis­che Werk Samuel Lam­pels und ging ins­beson­dere auf die Bedeu­tung der Orgel in lib­eralen jüdis­chen Gemein­den sowie auf Lam­pels Beitrag zur jüdis­chen Musikgeschichte ein. Dabei würdigte er ganz beson­ders das Engage­ment des Leipziger Syn­a­gogal­chors unter Leitung von Philipp Gold­mann, der eben­falls anwe­send war. Der Chor set­zt sich seit Langem für das musikalis­che Erbe Samuel Lam­pels ein, hat mehrere Konz­erte mit sein­er Musik gegeben und 2023 eine CD mit Lam­pels „Abendge­bet für Sch­ab­bat“ aufgenom­men.

Philipp Romer ver­las ein Gruß­wort des Musik­wis­senschaftlers Thomas Schinköth, der eine Biografie über Samuel Lam­pel veröf­fentlicht und das Pro­jekt von Beginn an unter­stützt hat. Anschließend gaben Evelin Tóth und Cara Migalk in ihrem Vor­trag einen Überblick über Leben und Wirken Samuel Lam­pels sowie einen Ein­blick in die Entste­hung des Schul­pro­jek­ts, das in diesem Jahr im säch­sis­chen Land­tag mit einem Preis im Schüler­wet­tbe­werb der Leo-Trepp-Stiftung aus­geze­ich­net wurde.

Die Ausstel­lung über Samuel Lam­pel wird voraus­sichtlich als Näch­stes im Ari­ow­itsch-Haus im Wald­straßen­vier­tel zu sehen sein. Dort wird Thomas Schinköth am 17. Novem­ber 2026 um 19:30 Uhr im Rah­men des Fes­ti­vals „Europäis­che Noten­spuren 2026“ einen Vor­trag über Samuel Lam­pel hal­ten und auch der Leipziger Syn­a­gogal­chor wird zu diesem Anlass auftreten.

Außer­dem sind alle am 6. Novem­ber 2026 um 17 Uhr in die Alte Börse Leipzig ein­ge­laden. Dort wer­den Evelin und Cara am „Tag der Stadt­geschichte 2026“, der sich im „Jahr der jüdis­chen Kul­tur in Sach­sen 2026 – Tacheles“ speziell der jüdis­chen Stadt­geschichte Leipzigs wid­met und vom Stadt­geschichtlichen Muse­um gemein­sam mit dem Leib­niz-Insti­tut für jüdis­che Geschichte und Kul­tur – Simon Dub­now aus­gerichtet wird, unser Schul­pro­jekt der inter­essierten Öffentlichkeit vorstellen.

Dr. Nad­ja Braun