Der Leo-Trepp-Schülerpreis möchte jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland sichtbar machen. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Ein Volk. Viele Gesichter.“ Die Schülerinnen und Schüler unserer Klasse 10a haben dazu einen Beitrag mit dem Titel „Samuel Lampel – der Brückenbauer“ eingereicht, in dem sie das Leben, Wirken und Nachwirken dieses Leipziger Kantors, Komponisten und Lehrers auf beeindruckende Weise sichtbar gemacht haben. Für diese Leistung wurden sie in Anwesenheit der Vorständin der Stiftung Gunda Trepp zu Recht mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Bei der Preisverleihung am 16. Juni 2026 im Sächsischen Landtag hob Staatssekretär Wilfried Kühner in seiner Laudatio für den 2. Platz die besondere Bedeutung solcher Projekte hervor: „Die Projekte stehen exemplarisch für das Anliegen des Leo-Trepp-Preises – und für das, was das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen sichtbar machen will: dass Erinnerung mehr ist als Rückblick. Sie ist eine Grundlage für demokratisches Handeln heute.”
Der Schülerwettbewerb fördert auf besondere Weise die Auseinandersetzung mit jüdischer Religion und Kultur: Die Teilnehmenden begeben sich auf Spurensuche – meist im eigenen Umfeld – und machen dabei sichtbar, wie sehr Deutschland durch jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger geprägt wurde und wird. Das Projekt leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung, sondern auch zur Antisemitismusprävention und zur kritischen Reflexion eigener Vorurteile.
Wir gratulieren der Klasse 10a herzlich zu diesem verdienten Erfolg!
Die Ausstellung zum Samuel-Lampel-Projekt ist bis Ende August 2026 im Leipziger Schulmuseum am Goerdelerring zu sehen.
Dr. Nadja Braun