Auszeichnung am „Tag der Stadtgeschichte“

Was ver­birgt sich hin­ter einem Straßen­na­men? Für die Schü­lerin­nen und Schüler des F.-A.-Brockhaus-Gymnasiums wurde diese Frage zum Aus­gangspunkt ein­er his­torischen Ent­deck­ungsreise in die Leipziger Stadt­geschichte.

Als am 6. Novem­ber 2026 im Rah­men des Jahres der jüdis­chen Kul­tur in Sach­sen 2026 „Tacheles – Sag, was Sache ist!“ speziell die jüdis­che Geschichte Leipzigs im Mit­telpunkt des „Tages der Stadt­geschichte“ stand, präsen­tierten Evelin Tóth und Cara Migalk (Jahrgangsstufe 11) unser Samuel-Lam­pel-Pro­jekt erst­mals in der Alten Han­dels­börse in bre­it­er­er Öffentlichkeit. Vor einem inter­essierten Pub­likum erzählten sie von ihren Recherchen zu Samuel Lam­pel (1884–1942), dem Kan­tor, Kom­pon­ist und Lehrer, der eine wichtige Per­sön­lichkeit des jüdis­chen Lebens in Leipzig war.

Was zunächst mit ein­er Frage zum Namensgeben der Samuel-Lam­pel-Straße im Geschicht­sun­ter­richt ange­fan­gen hat­te, entwick­elte sich zu einem umfan­gre­ichen Forschung­spro­jekt. Die Schü­lerin­nen und Schüler beschäftigten sich mit Lam­pels Leben und Wirken, recher­chierten his­torische Quellen und entwick­el­ten daraus eine eigene Ausstel­lung, die im Leipziger Schul­mu­se­um zu sehen war. Für ihre Arbeit wur­den sie mit dem zweit­en Platz beim Leo-Trepp-Schüler­preis 2026 aus­geze­ich­net.

Beim „Tag der Stadt­geschichte“ stell­ten Evelin und Cara ihre Ergeb­nisse selb­st vor und macht­en deut­lich, dass Geschichte mit­ten in unser­er Stadt steckt und die Spuren­suche direkt vor der eige­nen Schultür begin­nen kann. Für ihre erfol­gre­iche Teil­nahme am Wet­tbe­werb zum „Tag der Stadt­geschichte“ wur­den die bei­den mit dem 2. Platz aus­geze­ich­net.

Der 2. Samuel-Lam­pel-Tag wird unter Beteili­gung des Syn­a­gogal­chores am 2.2.2027 um 19 Uhr im Ari­ow­itsch-Haus in Leipzig stat­tfind­en. Alle Inter­essierten sind ein­ge­laden, diesen Tag mit uns zu feiern.

Dr. Nad­ja Braun