Schuljahr 2025/26
Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch und Ihnen einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.
Erdbeben Venezuela 24.06.2026 – am Brockhaus registriert
Leo-Trepp-Schülerpreis 2026 für das Samuel-Lampel-Projekt
Der Leo-Trepp-Schülerpreis möchte jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland sichtbar machen. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Ein Volk. Viele Gesichter.“ Die Schülerinnen und Schüler unserer Klasse 10a haben dazu einen Beitrag mit dem Titel „Samuel Lampel – der Brückenbauer“ eingereicht, in dem sie das Leben, Wirken und Nachwirken dieses Leipziger Kantors, Komponisten und Lehrers auf beeindruckende Weise sichtbar gemacht haben. Für diese Leistung wurden sie in Anwesenheit der Vorständin der Stiftung Gunda Trepp zu Recht mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Bei der Preisverleihung am 16. Juni 2026 im Sächsischen Landtag hob Staatssekretär Wilfried Kühner in seiner Laudatio für den 2. Platz die besondere Bedeutung solcher Projekte hervor: „Die Projekte stehen exemplarisch für das Anliegen des Leo-Trepp-Preises – und für das, was das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen sichtbar machen will: dass Erinnerung mehr ist als Rückblick. Sie ist eine Grundlage für demokratisches Handeln heute.”
Der Schülerwettbewerb fördert auf besondere Weise die Auseinandersetzung mit jüdischer Religion und Kultur: Die Teilnehmenden begeben sich auf Spurensuche – meist im eigenen Umfeld – und machen dabei sichtbar, wie sehr Deutschland durch jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger geprägt wurde und wird. Das Projekt leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung, sondern auch zur Antisemitismusprävention und zur kritischen Reflexion eigener Vorurteile.
Wir gratulieren der Klasse 10a herzlich zu diesem verdienten Erfolg!
Die Ausstellung zum Samuel-Lampel-Projekt ist bis Ende August 2026 im Leipziger Schulmuseum am Goerdelerring zu sehen.
Dr. Nadja Braun
Besuch von Campus France im Grundkurs Französisch 11
Deutschland und Frankreich verbindet eine enge Partnerschaft, die in Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildung fest verankert ist. Die historisch gewachsene Freundschaft eröffnet heute vielfältige Bildungs- und Berufsperspektiven in beiden Ländern. Und wer könnte unseren Schüler:innen diese Chancen authentischer näherbringen als die französische Botschaft selbst?
Aus diesem Grund hat Campus France Anfang Juni den Grundkurs Französisch 11 besucht. Als Einrichtung des französischen Außenministeriums ist die Organisation in Deutschland an die französische Botschaft in Berlin angebunden und verfolgt das Ziel, deutsche Schüler:innen und Studierende über Auslandsaufenthalte zu informieren und sie bei deren Planung zu unterstützen.
Während ihres Vortrags stellten Isoline Rossi (Ansprechperson von Campus France Deutschland) und Ansgar Reich (Korrespondent des Alumni-Netzwerks in Leipzig) in französischer Sprache verschiedene Mobilitätsprogramme – darunter Erasmus+, die Deutsch-Französische Hochschule und mobiklasse – vor und informierten unter anderem über Finanzierungsmöglichkeiten. Im Anschluss hatten die Schüler:innen bei Snacks und Getränken die Gelegenheit, mit beiden Referent:innen ins Gespräch zu kommen, Nachfragen zu stellen und sich persönlich auszutauschen.
Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten für einen längeren Bildungsaufenthalt in Frankreich sein können. Für die interessanten Einblicke und den anregenden Austausch bedanken wir uns herzlich bei Campus France.
Jun An Chen und der Grundkurs Französisch 11
Starke Leistung beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin
In diesem Jahr fanden die Bundesfinaltage von Jugend debattiert in Berlin unter ganz besonderen Vorzeichen statt: Der Wettbewerb feierte sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert Debattenkultur, klare Argumente und faires Streiten. Auch der Bundespräsident war vor Ort und würdigte damit die Bedeutung dieses bundesweiten Wettbewerbs für Demokratiebildung und politische Teilhabe junger Menschen.
Debattiert wurde auch in diesem Jahr wieder über aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragen, unter anderem darüber, ob Containern entkriminalisiert werden soll oder ob autofreie Sonntage wieder eingeführt werden sollen. Die Bundesfinaltage zeigten eindrucksvoll, wie gut Jugendliche komplexe Themen durchdringen, verschiedene Perspektiven einnehmen und ihre Positionen überzeugend vertreten können.
Unsere Schülerin Lilly hat sich in beiden Qualifikationsrunden hervorragend geschlagen. Sie führte Debatten auf sehr hohem Niveau, argumentierte klar, reagierte aufmerksam auf ihre Mitdebattierenden und bewies große Präsenz. Am Ende erreichte sie einen beeindruckenden 8. Platz von 32 Teilnehmenden.
Darauf kann Lilly mehr als stolz sein: Nach oben war wirklich nicht viel Luft – die Debattierenden, die es ins Finale geschafft haben, lagen nur wenige Punkte vor ihr. Lilly hat unsere Schule großartig vertreten und gezeigt, wie viel Sachkenntnis, Fairness und rhetorische Stärke in ihr steckt.
Wir gratulieren Lilly herzlich zu dieser herausragenden Leistung und freuen uns sehr über ihren Erfolg beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin!
Ann-Kathrin Waldherr
Schulkoordinatorin Jugend debattiert
MITGAS Schüler-Rafting
Bei sonnigstem Wetter trafen wir uns am 28.05.2026, 9:00 Uhr vor der Wildwasseranlage Markkleebergs. Gerade wurden die Schleusen geöffnet und viele Tausende Liter Wasser füllten die Strecke. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, wir waren froh, eines dieser Begehrtheit gesehen zu haben. Wir waren ein Team mit 7 Mitgliedern, bestehend aus Albert, Matteo, Hannes, Clara, Laura, Paula und Jasmin, begleitet von Frau Wessolowski.
Nach der Einkleidung, Bootseinweisung, dem Sicherheitstraining und einem Probelauf gab es zunächst 2 Zeitläufe. Dort belegten wir den Platz 7 von jeweils 12 Teams.
Richtig Spannend wurde es im zweiten Teil, als nach dem KO-System immer 2 Boote gegeneinander ein Rennen fuhren sollten. Dabei konnten wir 2 von 3 Rennen für uns entscheiden. Am Ende reichte es für den Platz 6.
Es war ein erlebnisreicher Tag, der uns noch einmal ganz andere Dimensionen des Elements Wasser gezeigt hat.
Jasmin Prisky und Antje Wessolowski
Musik gegen das Vergessen – Konzert und Workshop mit dem Duo WaltherBosch
Ein besonderes musikalisches und historisches Erlebnis erwartete heute die Klassen 9a und 9b unserer Schule: Das Duo WaltherBosch war zu Gast und gestaltete ein eindrucksvolles Konzert mit anschließendem Workshop zum Thema „Verfemte Musik“. Auch eine Klasse der Oberschule aus Schkeuditz nahm an der Veranstaltung teil.
Das Duo besteht aus den Musikerinnen Cornelia Walther (Violoncello) und Vanessa Bosch (Klavier). Seit 2012 treten die beiden Künstlerinnen gemeinsam in Deutschland und Österreich auf und widmen sich vor allem thematisch gestalteten Konzerten, in denen Musik mit historischen Texten, Briefen und persönlichen Schicksalen verbunden wird. Besonders wichtig ist ihnen dabei die musikalische Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Im Konzert erklangen Werke von Joachim Stutschewsky, Fritz Kreisler und Ilse Weber. Zwischen den Musikstücken erläuterten die Musikerinnen historische Hintergründe und berichteten unter anderem vom Reichskulturkammergesetz, den Berufsverboten für jüdische Künstlerinnen und Künstler sowie der Verfolgung vieler Musiker während der nationalsozialistischen Diktatur.
Im anschließenden Workshop setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiver mit dem Thema auseinander. Dabei wurde thematisiert, dass jüdische Künstlerinnen und Künstler sowie amerikanische Musikrichtungen wie Jazz diskriminiert wurden und als sogenannte „verfemte Musik“ galten. Zudem wurde deutlich, dass Kunst und Musik nicht nur damals verboten und verfolgt wurden, sondern dass es Ausgrenzung von Kunstschaffenden auch heute noch in verschiedenen Teilen der Welt gibt.
Anschaulich wurde dies unter anderem am Beispiel der Comedian Harmonists, zu denen Ausschnitte aus einem Film gezeigt wurden. In Gruppenarbeiten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler anschließend mit unterschiedlichen Themenbereichen wie den Biografien verfolgter Künstlerinnen und Künstler, dem Leben in Konzentrationslagern oder dem Exil vieler Musiker in Hollywood. Immer wieder wurde der Workshop durch musikalische Beiträge des Duos ergänzt, wodurch Geschichte und persönliche Schicksale besonders eindrucksvoll vermittelt wurden.
Die Veranstaltung bot den Jugendlichen nicht nur einen bewegenden Einblick in die Musikgeschichte, sondern regte auch zum Nachdenken über Freiheit, Ausgrenzung und die Bedeutung von Kunst in der Gesellschaft an.
Christoph Balzer und Ann-Kathrin Waldherr