Schuljahr 2025/26

Immer wieder verknüpfen wir unseren schulis­chen All­t­ag mit der Lebenswelt der Schüler und Schü­lerin­nen, dem gesellschaftlichen Umfeld und ver­schiede­nen Koop­er­a­tion­sein­rich­tun­gen wie Unternehmen und sozialen Ein­rich­tun­gen sowie Vere­inen. Diese Seite ermöglicht euch und Ihnen einen kleinen und aus­gewählten Überblick darüber, was im angegebe­nen Schul­jahr an unser­er Schule passiert ist.

„Leuchtende Freiheit“ im Kunstkraftwerk Leipzig

Die Schü­lerin­nen und Schüler der Klasse 10a, die sich bere­its in ihrem Beitrag zum Geschichtswet­tbe­werb des Bun­de­spräsi­den­ten inten­siv mit den Ereignis­sen des Herb­stes 1989 auseinan­derge­set­zt haben, hat­ten Gele­gen­heit, im Kun­stkraftwerk eine beein­druck­ende 360-Grad-Pro­­jek­­tion zu erleben. Diese immer­sive Instal­la­tion beleuchtet die deutsche Geschichte vom Ende des Zweit­en Weltkriegs bis zur Friedlichen Rev­o­lu­tion in Leipzig und der darauf­fol­gen­den Wiedervere­ini­gung basierend auf orig­i­nalen Fotos sowie Ton- und Film­doku­menten.

Nach einem ein­führen­den Video von Prof. Dr. Markus Löf­fler, dem Ini­tia­tor des Pro­jek­ts, taucht­en die Schü­lerin­nen und Schüler in die beson­dere Atmo­sphäre der ehe­ma­li­gen Maschi­nen­halle ein und erlebten die Instal­la­tion haut­nah. Im Anschluss hat­ten sie die Möglichkeit, sich mit Ober­bürg­er­meis­ter Burkhard Jung über ihre Ein­drücke auszu­tauschen und darüber zu disku­tieren, welche Bedeu­tung diese his­torischen Ereignisse für ihr eigenes Leben haben.

Darüber hin­aus beschäftigten sie sich in einem Work­shop mit Videoaufze­ich­nun­gen von Zeitzeug­in­nen und Zeitzeu­gen der Ereignisse von 1989. In kreativ­er Auseinan­der­set­zung gestal­teten sie eigene Plakate, die aktuelle Her­aus­forderun­gen (junger) Men­schen in Deutsch­land reflek­tieren.

Das Pro­jekt „Leuch­t­ende Frei­heit“ hat das Ziel, Geschichte und das Bewusst­sein dafür lebendig zu hal­ten. Es möchte den jun­gen Men­schen ver­mit­teln, dass Frei­heit, Demokratie und Zivil­courage keine Selb­stver­ständlichkeit­en sind, son­dern ger­ade in Ost­deutsch­land hart erkämpfte Werte, die es zu vertei­di­gen gilt. Daher bedarf es auch weit­er­hin eines engagierten Ein­satzes für die Demokratie, um diese Errun­gen­schaften zu bewahren.

Dr. Nad­ja Braun

Ein Tisch voller Geschichten – Fest der Kulturen im GeWi-Profil Klassenstufe 9

Im Rah­men unseres gesellschaftswis­senschaftlichen Pro­fils zum The­ma „Migra­tion, Kul­tur und Heimat“ wurde unser Klassen­z­im­mer für einen Nach­mit­tag zu einem Ort, an dem Vielfalt nicht nur besprochen, son­dern gelebt wurde.
Statt Präsen­ta­tio­nen oder Arbeits­blät­tern stand dies­mal etwas anderes im Mit­telpunkt: ein gemein­sames Festessen, zu dem jede und jed­er ein Gericht aus der eige­nen Kul­tur oder famil­iären Tra­di­tion mit­brachte.
Schon beim Betreten des Raumes wurde klar, dass es sich um etwas Beson­deres han­delte. Der Duft ver­schieden­ster Speisen lag in der Luft, Far­ben und For­men mis­cht­en sich zu einem beein­druck­enden Gesamt­bild. Neben ver­traut­en Klas­sik­ern wie Erd­beerkuchen, Kartof­fel­salat oder Brot mit Käse und But­ter fan­den sich auch viele Gerichte, die für einige von uns ganz neu waren: knus­prige Lumpia, würzige Kibbeh Ksabe, cremiger Hum­mus oder Bata­ta Har­ra. Auch veg­ane Klöpse, gefüllte Wein­blät­ter (Dol­ma), Bli­n­is, Oladush­ki (Eierkuchen) und frit­tierte Reis­bällchen zeigten, wie vielfältig Esskul­turen sein kön­nen. Selb­st ein­fache Dinge wie Gemüse mit Brot oder mexikanis­che Chips wur­den Teil dieses bun­ten Buf­fets.
Doch es ging an diesem Tag um weit mehr als nur ums Essen. Hin­ter jedem Gericht stand eine Geschichte – von Herkun­ft, Fam­i­lie, Erin­nerun­gen und Iden­tität. Während wir gemein­sam aßen, kamen wir ins Gespräch: darüber, woher die Rezepte stam­men, wer sie zubere­it­et hat und welche Bedeu­tung sie für die jew­eilige Per­son haben. Plöt­zlich wurde aus einem ein­fachen Gericht ein Stück Heimat.
Ger­ade in ein­er Zeit, in der The­men wie Migra­tion und kul­turelle Unter­schiede oft kon­tro­vers disku­tiert wer­den, hat dieses Fest gezeigt, wie verbindend Vielfalt sein kann. Es hat uns daran erin­nert, dass „Heimat“ für jeden etwas anderes bedeutet – und dass genau darin eine große Stärke liegt. Nie­mand musste sich erk­lären oder recht­fer­ti­gen; stattdessen ent­stand ein Raum der Offen­heit, Neugi­er und gegen­seit­i­gen Wertschätzung.
Beson­ders berührend war zu sehen, wie selb­stver­ständlich wir alle miteinan­der geteilt haben – nicht nur das Essen, son­dern auch unsere Geschicht­en. Unter­schiede wur­den nicht als tren­nend wahrgenom­men, son­dern als Bere­icherung. Für viele war es eine neue Erfahrung, sich auf unbekan­nte Geschmäck­er einzu­lassen und gle­ichzeit­ig ein Stück von sich selb­st zu zeigen. Dieses Festessen war mehr als eine unter­richtliche Ver­anstal­tung. Es war ein gelebtes Beispiel für Inklu­sion und Diver­sität – und vielle­icht auch ein klein­er Schritt hin zu mehr Ver­ständ­nis füreinan­der. Denn manch­mal braucht es gar nicht viele Worte, um sich näherzukom­men. Manch­mal reicht ein gemein­samer Tisch.

Lil­ly Wern­er (Klasse 9)

Workshop zu „Heimsuchung“ in der Deutschen Nationalbibliothek

Die Abitur­prü­fun­gen 2026 näh­ern sich, und erst­mals ste­ht in diesem Jahr der Roman „Heim­suchung“ von der Book­er-Preisträgerin Jen­ny Erpen­beck auf der Liste der Pflichtlek­türen. Das Deutsche Exi­larchiv 1933–1945, ange­siedelt an der Deutschen Nation­al­bib­lio­thek in Frank­furt, hat dies zum Anlass genom­men, einen Work­shop für Schü­lerin­nen und Schüler zu gestal­ten. Das Exi­larchiv ver­ste­ht sich dabei als „Kampfmit­tel gegen das sich von neuem erfrechende Naz­i­tum“ und engagiert sich in sein­er kul­turellen Bil­dungsar­beit gegen Anti­semitismus sowie gegen jede Form grup­pen­be­zo­gen­er Men­schen­feindlichkeit.

Im Mit­telpunkt des Work­shops standen die The­men Heimatver­lust und Exil, die in Erpen­becks Roman behan­delt wer­den. Der Leis­tungskurs Deutsch 12 hat­te die Gele­gen­heit, an diesem Work­shop teilzunehmen, der von Jesko Ben­der in der DNB Leipzig geleit­et wurde. Die Schü­lerin­nen und Schüler tauscht­en sich mit Her­rn Ben­der über ihre Leseer­fahrun­gen und Ein­drücke aus und ver­tieften sich in Grup­pe­nar­beit inten­siv in ver­schiedene Tex­tauszüge aus „Heim­suchung“. Dabei wur­den auch Orig­i­nalob­jek­te aus der Samm­lung des Deutschen Exi­larchivs ein­be­zo­gen. Beispiel­sweise wur­den Lis­ten jüdis­ch­er Auswan­der­er betra­chtet, die gezwun­gen waren, vor ihrer Aus­reise ihr streng reg­uliertes Eigen­tum aufzulis­ten, sowie ein „Juden­stern“ aus dem beset­zten Frankre­ich, den jüdis­che Men­schen an ihrer Klei­dung tra­gen mussten. Zudem wurde eine Pack­ung Pud­ding­pul­ver gezeigt, die zum Schmuggeln regimekri­tis­ch­er Texte genutzt wurde.

Bere­its der bewusst mehrdeutig gewählte Roman­ti­tel „Heim­suchung“ gibt Anlass zu unter­schiedlichen Deu­tungsan­sätzen. Der neue Zugang über die Objek­te ermöglichte nun ein weit­er ver­tieftes Ver­ständ­nis der Texte und verdeut­lichte die Vielschichtigkeit der einzel­nen Kapi­tel des Romans.

Dr. Nad­ja Braun

Náboj-Wettbewerb 2026

Am let­zten Fre­itag, dem 13.03.2026, nah­men Ron­ja Fricke, Lena Flade, Helene Berg­er, Flo­rentin Herndl und Hans Gehlert am inter­na­tionalen Náboj-Wet­t­be­werb teil. Während dieses Math­­e­­matik-Wet­t­be­werbs, der dieses Jahr in 23 Län­dern aus­ge­tra­gen wurde, mussten die Schü­lerin­nen und Schüler inner­halb von zwei Stun­den gemein­sam so viele Auf­gaben wie möglich lösen. Gefragt waren dabei neben reinem Fach­wis­sen kreative und orig­inelle Lösungswege sowie vielfältige Prob­lem­löses­trate­gien.  

Passend zur Anzahl der teil­nehmenden Län­der belegte unser Team im Lokalauss­cheid den 23. Platz. Auch wenn dies in Leipzig den let­zten Platz bedeutete, so spiegelt das Ergeb­nis mit 12 gelösten Auf­gaben eine sen­sa­tionelle Gemein­schaft­sleis­tung wider, gin­gen doch in Leipzig alle Teams aus Sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Thürin­gen, Bran­den­burg und Berlin mit ihren jew­eili­gen natur­wis­senschaftlichen Spezial­gym­nasien an den Start.

Zu dem fan­tastis­chen Ergeb­nis möchte ich Ron­ja, Lena, Helene, Flo­rentin und Hans noch ein­mal ganz her­zlich grat­ulieren.

Falk Fren­zel

PS: Wer sich selb­st ein­mal an den Auf­gaben pro­bieren möchte, find­et diese unter dem QR-Code.

Erneut ganz vorn: Lilly Werner gewinnt Regionalwettbewerb

Mit großem Erfolg nahm das Friedrich-Arnold-Brock­­haus-Gym­­na­si­um auch in diesem Jahr am Region­al­wet­tbe­werb des bun­desweit­en Pro­jek­ts Jugend debat­tiert teil. Die Schü­lerin­nen und Schüler des FAB überzeugten durch fundiertes Sach­wis­sen, klare Argu­men­ta­tion­sstruk­turen und rhetorische Sicher­heit.

In der Alters­gruppe II ver­trat­en Lena (Klasse 10b) und Anton (Klasse 10) die Schule. In der Alters­gruppe I gin­gen Maya (Klasse 8a) und Lil­ly Wern­er (Klasse 9d) an den Start. Alle Teil­nehmenden hat­ten sich im Vor­feld inten­siv auf die anspruchsvollen Debat­ten vor­bere­it­et.

Der Wet­tbe­werb bestand aus zwei Qual­i­fika­tion­srun­den, in denen sich die Debat­tieren­den für die Final­runde empfehlen mussten.

In der Alters­gruppe I wur­den fol­gende Fra­gen debat­tiert:

  • Sollen Haustier­hal­ter zum Abschluss ein­er Tierkranken­ver­sicherung verpflichtet wer­den?
  • Soll für Pri­vat­gärten eine insek­ten­fre­undliche Gestal­tung vorgeschrieben wer­den?
  • Sollen die Schul­wege in Leipzig durch Lot­sen abgesichert wer­den?

In der Alters­gruppe II standen diese The­men im Mit­telpunkt:

  • Sollen Lokalzeitun­gen staatliche Förderung erhal­ten?
  • Sollen „Kaufe jet­zt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen ver­boten wer­den?
  • Soll die Veröf­fentlichung von Wahlum­fra­gen im Vor­feld von Wahlen ver­boten wer­den?

Beson­ders erfol­gre­ich war Lil­ly Wern­er, die sich mit überzeu­gen­den Leis­tun­gen in den Qual­i­fika­tion­srun­den für das Finale der Alters­gruppe I qual­i­fizierte. In der abschließen­den Debat­te zur Frage der Absicherung von Schul­we­gen durch Lot­sen zeigte sie ein außergewöhn­lich hohes Maß an Sachken­nt­nis, Aus­drucksver­mö­gen und Überzeu­gungskraft und belegte den 1. Platz.

Mit diesem Sieg qual­i­fizierte sie sich für das Lan­des­fi­nale von Jugend debat­tiert, das am 13. April in Dres­den im Land­tag stat­tfind­en wird. Dort wird sie den Ver­bund Leipzig vertreten.

Das FAB ist außeror­dentlich stolz auf diesen Erfolg, zumal Lil­ly Wern­er bere­its zum zweit­en Mal in Folge den Region­al­wet­tbe­werb gewin­nen kon­nte und damit ihre her­aus­ra­gen­den rhetorischen Fähigkeit­en erneut unter Beweis stellte.

Der Wet­tbe­werb wurde von zahlre­ichen Vertreterin­nen und Vertretern des Pro­jek­ts sowie der Stadt Leipzig begleit­et. Anwe­send waren unter anderem die Lan­desko­or­di­na­torin Frau Kaboth, der Leit­er von Jugend debat­tiert Dr. Jan-Jonathan Bock, sowie Vic­ki Felthaus, Bürg­er­meis­terin und Beige­ord­nete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig. Die organ­isatorische Koor­di­na­tion vor Ort lag bei Frau Dr. Hallek.

Ein beson­der­er Dank gilt außer­dem den vie­len Schü­lerin­nen und Schülern und den Lehrkräften des FAB, die als Juror­in­nen und Juroren zum Gelin­gen der Ver­anstal­tung beitru­gen.

Die Schul­ge­mein­schaft grat­uliert allen Teil­nehmenden her­zlich zu ihren Leis­tun­gen und wün­scht Lil­ly Wern­er viel Erfolg beim Lan­des­fi­nale in Dres­den.

Für das Jugend-debat­tiert-Team

Ann-Kathrin Wald­herr

Premiere für den KoL-Slam am Brockhaus-Gymnasium

Im März fand am Brock­­haus-Gym­­na­si­um zum ersten Mal ein KoL-Slam für die Schü­lerin­nen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe statt, der in Kom­bi­na­tion mit einem wis­senschaftlichen Essay ab sofort die tra­di­tionelle Fachar­beit erset­zt.

Der KoL-Slam ori­en­tiert sich an den beliebten Sci­ence Slams, bei denen Wis­senschaft­lerin­nen und Wis­senschaftler ihre Forschung­spro­jek­te oder wis­senschaftlichen The­men in unter­halt­samen und oft kreativ­en zehn­minüti­gen Präsen­ta­tio­nen vorstellen. Ziel dieser Ver­anstal­tun­gen ist es, kom­plexe Inhalte einem bre­it­en Pub­likum ver­ständlich und ansprechend zu ver­mit­teln. Dabei kom­men ver­schiedene Medi­en zum Ein­satz, darunter Visu­al­isierun­gen, Exper­i­mente, Geschicht­en und sog­ar Kostüme.

Die Schü­lerin­nen und Schüler waren gefordert, ihr Fach­wis­sen in eine anschauliche Präsen­ta­tion zu trans­formieren, die für ihre Alters­gruppe nachvol­lziehbar ist. Dies bot ihnen die Möglichkeit, die Ergeb­nisse ihrer wis­senschaftlichen Arbeit­en in einem prak­tis­chen Kon­text anzuwen­den. Wie bei der früheren Fachar­beit erforderte dies die selb­st­ständi­ge Bear­beitung eines The­mas und umfassende Recherchen. Zudem soll­ten die Teil­nehmenden ihr gewähltes The­ma auf unter­halt­same Weise präsen­tieren, um das Pub­likum zu fes­seln.

Nach jed­er Präsen­ta­tion hat­ten die Schü­lerin­nen und Schüler der 9. und 10. Klassen sowie die betreuen­den Lehrkräfte die Möglichkeit, direk­te Rück­mel­dun­gen zu geben. Dieses wertvolle Feed­back unter­stützt die jun­gen Präsen­tieren­den in der Weit­er­en­twick­lung ihrer Fähigkeit­en.

Der KoL-Slam stellt eine mod­erne und kreative Form der Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion dar. Er zielt darauf ab, das Inter­esse an wis­senschaftlichen Fragestel­lun­gen zu weck­en und unseren Schü­lerin­nen und Schülern eine zeit­gemäße Bew­er­tungs­form zu bieten, die sie auf die Her­aus­forderun­gen der Zukun­ft vor­bere­it­et.