Schuljahr 2025/26
Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch und Ihnen einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.
Vorbereitung auf „Jugend debattiert“ – Workshops mit dem Schauspiel Leipzig
Auch in diesem Schuljahr fanden an unserer Schule wieder die beliebten Workshops zur Vorbereitung auf den Wettbewerb Jugend debattiert statt. Unter der Leitung der Theaterpädagoginnen des Schauspiel Leipzig erhielten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Einblicke in die Kunst des überzeugenden Auftritts.
In abwechslungsreichen theaterpädagogischen Spielen und Übungen trainierten sie ihre Betonung, ihr Taktgefühl und ihre Körperhaltung. Sie lernten, wie man sicher auf der Bühne steht, klar und deutlich spricht, das richtige Tempo findet und mit Selbstbewusstsein frei spricht. Auch das chorische Sprechen kam dabei nicht zu kurz und sorgte für viele lebendige und motivierende Momente.
Im November folgen nun die Klassenentscheide, in denen sich zeigt, wer für die Jahrgangsstufen 8 und 10 am Schulwettbewerb teilnehmen darf. Dieser findet am 16. Dezember statt. Dort wird entschieden, wer unsere Schule im Regionalfinale im Frühjahr 2026 vertreten wird.
Ein herzliches Dankeschön geht an das Schauspiel Leipzig und die engagierten Theaterpädagoginnen für die inspirierende Unterstützung und anregende Zusammenarbeit!
Ann-Kathrin Waldherr
Schulkoordinatorin Jugend debattiert
Kunstfahrt nach Halle – Typografie im Fokus
Mit der inzwischen 5. Kunstfahrt vom 08.09.–12.09.2025 setzte unser Gymnasium eine noch recht junge, aber bereits fest etablierte und inspirierende Tradition fort. Auch in diesem Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 6 bis 10 teil und machten sich auf den Weg nach Halle an der Saale, um Kunst und Gestaltung in vielfältigen Facetten zu erleben und selbst kreativ tätig zu werden. Vor uns lagen 5 Tage Kunst und eine Menge Spaß am kreativen Tun rund um das Thema Schrift und Schriftgestaltung.
Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule der Stadt Halle. Bereits am Montag, den 08.09.25, hatten wir dort eine Verabredung mit Frau Kaiser, um uns auf dem Design-Campus das Materialarchiv und die unterschiedlichen Design-Werkstätten ansehen zu können. Tierisches Material, Metalle in allen Formen und Farben, Vulkangestein, künstliche Materialien und viel Skurriles laden die Studierenden in diesem Materialarchiv ein, sich mit diesen zu beschäftigen und von ihnen ausgehend zu gestalten. Hier wurde anschaulich, wie praxisnah und experimentell die Designstudiengänge an der Burg Giebichenstein angelegt sind und welch hohe Bedeutung der Materialvielfalt und handwerklichen Präzision zukommt.
Am Mittwoch waren wir zudem mit der Dekanin des Kunstcampus’ der Burg Giebichenstein verabredet und erhielten exklusive Einblicke in die Kunst-Werkstätten Schmuck, Druckgrafik und Illustration. Dies war besonders wertvoll, da hier deutlich geworden ist, was das Studium der freien Kunst verlangt, aber auch bietet. Am Nachmittag hatten wir 3h Zeit in der Materialsammlung „KrimzKramz“ eigene Schriftprojekte für den öffentlichen Raum umzusetzen und uns — genau wie die Studierenden der Burg ausgehend vom Material für unsere Projekte inspirieren zu lassen.
Ein mehrstündiger Workshop der Kunstvermittlung des Kunstmuseums Moritzburg zu unterschiedlichen Drucktechniken rundete das kreative Tun am Donnerstag ab und gab viel Raum für Inspiration und vielleicht auch für das Kennenlernen neuer Techniken.
Natürlich stand auch die Stadt Halle selbst im Mittelpunkt künstlerischer Erkundungen. Entlang der Saale und im Stadtraum beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen Ausdrucksformen:
- Zeichnerische Studien am Saaleufer,
- das Beobachten und Darstellen urbaner Strukturen,
- Fotografieren eines assoziativen Alphabetes,
- temporäre Land-Art-Arbeiten in der Natur sowie
- die Auseinandersetzung mit Street Art, die schließlich in eigenen kleinen Interventionen im Stadtraum mündete.
Das diesjährige Schwerpunktthema „Typografie“ zog sich wie ein roter Faden durch alle Arbeitsphasen. In individuellen künstlerischen Reisetagebüchern hielten die Teilnehmenden ihre Eindrücke, Entwürfe und Reflexionen fest. So entstand eine vielschichtige Sammlung, die sowohl den Prozess als auch die Vielfalt der künstlerischen Annäherungen dokumentiert. Die Kunstfahrt war geprägt von intensiver Auseinandersetzung, Teamgeist und einer offenen, kreativen Arbeitsatmosphäre. Schon jetzt ist die Vorfreude groß auf die Ausstellung der entstandenen Arbeiten sowie auf den nächsten Kunstfahrtkatalog, der die Ergebnisse in angemessener Form präsentiert und für die Schulgemeinschaft sichtbar macht.
Jenny Michael (FL Kunst)
Spendenlauffest 2025
Rad-Ausflug zur Schladitzer Bucht im Rahmen des „Stadtradelns“
Auch in diesem Jahr hat unsere Schule wieder traditionell am beliebten „Stadtradeln“ teilgenommen – und das natürlich nicht ohne eine gemeinsame Radtour abgeschlossen! Mit rund 20 motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern führte uns der diesjährige Ausflug erneut zur Schladitzer Bucht.
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Tempersturen bot die Tour auch reichlich Gelegenheit für angenehme Gespräche zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrer in entspannter Atmosphäre. So sammelten wir nicht nur weitere wertvolle Kilometer für unser Schulteam, sondern stärkten auch den Zusammenhalt – ganz im Sinne des nachhaltigen und umweltbewussten Miteinanders, das das Stadtradeln fördert.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
Herr Schwochert / Frau Hofmann
Erfolgreich beim DELF: Sebastian Städter besteht Französisch-Zertifikat mit Bravour
Sebastian Städter, Schüler der Klassenstufe 8, hat mit großem Erfolg das französische Sprachenzertifikat DELF (Diplôme d’Études en Langue Française) auf dem Niveau A1 bestanden. Mit seinem sehr guten Ergebnis ist er in diesem Jahr der einzige Schüler des Jahrgangs, der sich dieser freiwilligen und anspruchsvollen Prüfung gestellt hat und überzeugte mit seiner Leistung auf ganzer Linie.
Das DELF-Zertifikat ist ein international anerkanntes Diplom des französischen Bildungsministeriums, das weltweit Sprachkenntnisse in Französisch bestätigt. Es umfasst die Bereiche Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher Ausdruck und mündliche Kommunikation. Sebastian zeigte in allen Prüfungsteilen großes sprachliches Können und punktete vor allem im mündlichen Teil mit seinem sicheren Auftreten und einer guten Aussprache.
Sebastians Französischlehrerin, Frau Hofmann, ist sehr stolz auf seinen Einsatz und seine Leistungen: „Sebastian hat sich im Unterricht und darüber hinaus intensiv auf die Prüfung vorbereitet und dabei großes Interesse an der französischen Sprache gezeigt. Sein Erfolg ist absolut verdient.“
Wir gratulieren Sebastian herzlich zu diesem tollen Ergebnis und wünschen ihm weiterhin viel Freude und Erfolg beim Französischlernen – vielleicht ja schon bald auf dem nächsten DELF-Niveau!
Ein Blick ins Erdinnere
Zur Installation eines Seismographen in der Schule mit einem einführenden Vortrag von Dr. Olaf Hellwig (TUBAF)
„Wie sieht die Erde im Erdinneren aus?“ – Mit dieser Frage startete Dr. Olaf Hellwig von der TU Bergakademie Freiberg seinen Vortrag vor den Geographiekursen der 11. Klasse. Zuerst klärte er, was für Möglichkeiten der modernen Geophysik zur Verfügung stehen und was sich dahinter verbirgt. Außerdem zeigte er auch, welche Einsatzmittel heute verwendet werden und wie und wo die seismologische Untersuchung in Sachsen und Deutschland abläuft. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern führte Herr Hellwig dann ein spannendes seismologisches Experiment durch. Dabei kam der neu installierte Schul-Seismograph zum Einsatz, der Erdbebenwellen nach einem gemeinsamen Sprung aufzeichnen und sichtbar machen kann. Zudem zeigte der Doktor in Geophysik auch, wie man selbst auf der ganzen Welt, mithilfe eines eigens entwickelten Programms, Erdbeben und die genauere Analyse der einzelnen sehen kann.
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Seismologen aus Schwingungen im Gestein Rückschlüsse auf den Aufbau unseres Planeten ziehen. Besonders beeindruckend war, dass sie live beobachten konnten, wie der Seismograph selbst kleinste Bewegungen registriert. So wurde deutlich: Auch wenn wir das Erdinnere nie direkt sehen können, verraten uns seismische Wellen eine ganze Menge über die geheimnisvollen Schichten tief unter unseren Füßen.
Der Besuch von Dr. Hellwig machte Wissenschaft greifbar und zeigte, wie aktuelle Forschung direkt im Unterricht erlebbar wird.
Johann Ahnert
Link zum Seismographen:
https://stationview.raspberryshake.org/#/?zoom=8.000&net=AM&sta=R4A5D&lat=51.36937&lon=12.41220