Hier findest Du die Blogbeiträge des Schuljahres 2024/25

Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.

Workshop zu „Heimsuchung“ in der Deutschen Nationalbibliothek

Die Abitur­prü­fun­gen 2026 näh­ern sich, und erst­mals ste­ht in diesem Jahr der Roman „Heim­suchung“ von der Book­er-Preisträgerin Jen­ny Erpen­beck auf der Liste der Pflichtlek­türen. Das Deutsche Exi­larchiv 1933–1945, ange­siedelt an der Deutschen Nation­al­bib­lio­thek in Frank­furt, hat dies zum Anlass genom­men, einen Work­shop für Schü­lerin­nen und Schüler zu gestal­ten. Das Exi­larchiv ver­ste­ht sich dabei als „Kampfmit­tel gegen das sich von neuem erfrechende Naz­i­tum“ und engagiert sich in sein­er kul­turellen Bil­dungsar­beit gegen Anti­semitismus sowie gegen jede Form grup­pen­be­zo­gen­er Men­schen­feindlichkeit.

Im Mit­telpunkt des Work­shops standen die The­men Heimatver­lust und Exil, die in Erpen­becks Roman behan­delt wer­den. Der Leis­tungskurs Deutsch 12 hat­te die Gele­gen­heit, an diesem Work­shop teilzunehmen, der von Jesko Ben­der in der DNB Leipzig geleit­et wurde. Die Schü­lerin­nen und Schüler tauscht­en sich mit Her­rn Ben­der über ihre Leseer­fahrun­gen und Ein­drücke aus und ver­tieften sich in Grup­pe­nar­beit inten­siv in ver­schiedene Tex­tauszüge aus „Heim­suchung“. Dabei wur­den auch Orig­i­nalob­jek­te aus der Samm­lung des Deutschen Exi­larchivs ein­be­zo­gen. Beispiel­sweise wur­den Lis­ten jüdis­ch­er Auswan­der­er betra­chtet, die gezwun­gen waren, vor ihrer Aus­reise ihr streng reg­uliertes Eigen­tum aufzulis­ten, sowie ein „Juden­stern“ aus dem beset­zten Frankre­ich, den jüdis­che Men­schen an ihrer Klei­dung tra­gen mussten. Zudem wurde eine Pack­ung Pud­ding­pul­ver gezeigt, die zum Schmuggeln regimekri­tis­ch­er Texte genutzt wurde.

Bere­its der bewusst mehrdeutig gewählte Roman­ti­tel „Heim­suchung“ gibt Anlass zu unter­schiedlichen Deu­tungsan­sätzen. Der neue Zugang über die Objek­te ermöglichte nun ein weit­er ver­tieftes Ver­ständ­nis der Texte und verdeut­lichte die Vielschichtigkeit der einzel­nen Kapi­tel des Romans.

Dr. Nad­ja Braun

Náboj-Wettbewerb 2026

Am let­zten Fre­itag, dem 13.03.2026, nah­men Ron­ja Fricke, Lena Flade, Helene Berg­er, Flo­rentin Herndl und Hans Gehlert am inter­na­tionalen Náboj-Wet­t­be­werb teil. Während dieses Math­­e­­matik-Wet­t­be­werbs, der dieses Jahr in 23 Län­dern aus­ge­tra­gen wurde, mussten die Schü­lerin­nen und Schüler inner­halb von zwei Stun­den gemein­sam so viele Auf­gaben wie möglich lösen. Gefragt waren dabei neben reinem Fach­wis­sen kreative und orig­inelle Lösungswege sowie vielfältige Prob­lem­löses­trate­gien.  

Passend zur Anzahl der teil­nehmenden Län­der belegte unser Team im Lokalauss­cheid den 23. Platz. Auch wenn dies in Leipzig den let­zten Platz bedeutete, so spiegelt das Ergeb­nis mit 12 gelösten Auf­gaben eine sen­sa­tionelle Gemein­schaft­sleis­tung wider, gin­gen doch in Leipzig alle Teams aus Sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Thürin­gen, Bran­den­burg und Berlin mit ihren jew­eili­gen natur­wis­senschaftlichen Spezial­gym­nasien an den Start.

Zu dem fan­tastis­chen Ergeb­nis möchte ich Ron­ja, Lena, Helene, Flo­rentin und Hans noch ein­mal ganz her­zlich grat­ulieren.

Falk Fren­zel

PS: Wer sich selb­st ein­mal an den Auf­gaben pro­bieren möchte, find­et diese unter dem QR-Code.

Erneut ganz vorn: Lilly Werner gewinnt Regionalwettbewerb

Mit großem Erfolg nahm das Friedrich-Arnold-Brock­­haus-Gym­­na­si­um auch in diesem Jahr am Region­al­wet­tbe­werb des bun­desweit­en Pro­jek­ts Jugend debat­tiert teil. Die Schü­lerin­nen und Schüler des FAB überzeugten durch fundiertes Sach­wis­sen, klare Argu­men­ta­tion­sstruk­turen und rhetorische Sicher­heit.

In der Alters­gruppe II ver­trat­en Lena (Klasse 10b) und Anton (Klasse 10) die Schule. In der Alters­gruppe I gin­gen Maya (Klasse 8a) und Lil­ly Wern­er (Klasse 9d) an den Start. Alle Teil­nehmenden hat­ten sich im Vor­feld inten­siv auf die anspruchsvollen Debat­ten vor­bere­it­et.

Der Wet­tbe­werb bestand aus zwei Qual­i­fika­tion­srun­den, in denen sich die Debat­tieren­den für die Final­runde empfehlen mussten.

In der Alters­gruppe I wur­den fol­gende Fra­gen debat­tiert:

  • Sollen Haustier­hal­ter zum Abschluss ein­er Tierkranken­ver­sicherung verpflichtet wer­den?
  • Soll für Pri­vat­gärten eine insek­ten­fre­undliche Gestal­tung vorgeschrieben wer­den?
  • Sollen die Schul­wege in Leipzig durch Lot­sen abgesichert wer­den?

In der Alters­gruppe II standen diese The­men im Mit­telpunkt:

  • Sollen Lokalzeitun­gen staatliche Förderung erhal­ten?
  • Sollen „Kaufe jet­zt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen ver­boten wer­den?
  • Soll die Veröf­fentlichung von Wahlum­fra­gen im Vor­feld von Wahlen ver­boten wer­den?

Beson­ders erfol­gre­ich war Lil­ly Wern­er, die sich mit überzeu­gen­den Leis­tun­gen in den Qual­i­fika­tion­srun­den für das Finale der Alters­gruppe I qual­i­fizierte. In der abschließen­den Debat­te zur Frage der Absicherung von Schul­we­gen durch Lot­sen zeigte sie ein außergewöhn­lich hohes Maß an Sachken­nt­nis, Aus­drucksver­mö­gen und Überzeu­gungskraft und belegte den 1. Platz.

Mit diesem Sieg qual­i­fizierte sie sich für das Lan­des­fi­nale von Jugend debat­tiert, das am 13. April in Dres­den im Land­tag stat­tfind­en wird. Dort wird sie den Ver­bund Leipzig vertreten.

Das FAB ist außeror­dentlich stolz auf diesen Erfolg, zumal Lil­ly Wern­er bere­its zum zweit­en Mal in Folge den Region­al­wet­tbe­werb gewin­nen kon­nte und damit ihre her­aus­ra­gen­den rhetorischen Fähigkeit­en erneut unter Beweis stellte.

Der Wet­tbe­werb wurde von zahlre­ichen Vertreterin­nen und Vertretern des Pro­jek­ts sowie der Stadt Leipzig begleit­et. Anwe­send waren unter anderem die Lan­desko­or­di­na­torin Frau Kaboth, der Leit­er von Jugend debat­tiert Dr. Jan-Jonathan Bock, sowie Vic­ki Felthaus, Bürg­er­meis­terin und Beige­ord­nete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig. Die organ­isatorische Koor­di­na­tion vor Ort lag bei Frau Dr. Hallek.

Ein beson­der­er Dank gilt außer­dem den vie­len Schü­lerin­nen und Schülern und den Lehrkräften des FAB, die als Juror­in­nen und Juroren zum Gelin­gen der Ver­anstal­tung beitru­gen.

Die Schul­ge­mein­schaft grat­uliert allen Teil­nehmenden her­zlich zu ihren Leis­tun­gen und wün­scht Lil­ly Wern­er viel Erfolg beim Lan­des­fi­nale in Dres­den.

Für das Jugend-debat­tiert-Team

Ann-Kathrin Wald­herr

Premiere für den KoL-Slam am Brockhaus-Gymnasium

Im März fand am Brock­­haus-Gym­­na­si­um zum ersten Mal ein KoL-Slam für die Schü­lerin­nen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe statt, der in Kom­bi­na­tion mit einem wis­senschaftlichen Essay ab sofort die tra­di­tionelle Fachar­beit erset­zt.

Der KoL-Slam ori­en­tiert sich an den beliebten Sci­ence Slams, bei denen Wis­senschaft­lerin­nen und Wis­senschaftler ihre Forschung­spro­jek­te oder wis­senschaftlichen The­men in unter­halt­samen und oft kreativ­en zehn­minüti­gen Präsen­ta­tio­nen vorstellen. Ziel dieser Ver­anstal­tun­gen ist es, kom­plexe Inhalte einem bre­it­en Pub­likum ver­ständlich und ansprechend zu ver­mit­teln. Dabei kom­men ver­schiedene Medi­en zum Ein­satz, darunter Visu­al­isierun­gen, Exper­i­mente, Geschicht­en und sog­ar Kostüme.

Die Schü­lerin­nen und Schüler waren gefordert, ihr Fach­wis­sen in eine anschauliche Präsen­ta­tion zu trans­formieren, die für ihre Alters­gruppe nachvol­lziehbar ist. Dies bot ihnen die Möglichkeit, die Ergeb­nisse ihrer wis­senschaftlichen Arbeit­en in einem prak­tis­chen Kon­text anzuwen­den. Wie bei der früheren Fachar­beit erforderte dies die selb­st­ständi­ge Bear­beitung eines The­mas und umfassende Recherchen. Zudem soll­ten die Teil­nehmenden ihr gewähltes The­ma auf unter­halt­same Weise präsen­tieren, um das Pub­likum zu fes­seln.

Nach jed­er Präsen­ta­tion hat­ten die Schü­lerin­nen und Schüler der 9. und 10. Klassen sowie die betreuen­den Lehrkräfte die Möglichkeit, direk­te Rück­mel­dun­gen zu geben. Dieses wertvolle Feed­back unter­stützt die jun­gen Präsen­tieren­den in der Weit­er­en­twick­lung ihrer Fähigkeit­en.

Der KoL-Slam stellt eine mod­erne und kreative Form der Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion dar. Er zielt darauf ab, das Inter­esse an wis­senschaftlichen Fragestel­lun­gen zu weck­en und unseren Schü­lerin­nen und Schülern eine zeit­gemäße Bew­er­tungs­form zu bieten, die sie auf die Her­aus­forderun­gen der Zukun­ft vor­bere­it­et.

Auf den Spuren unserer Vorfahren – Exkursion ins Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle

Am 4. Feb­ru­ar 2026 begaben sich die Schü­lerin­nen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im Lan­desmu­se­um für Vorgeschichte in Halle auf die Spuren unser­er Vor­fahren. 

Im Rah­men der Work­shops erhiel­ten die Klassen Ein­blicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Steinzeit. Neben der Her­stel­lung von Gefäßen befassten sie sich auch mit der Gestal­tung von Höh­len­malereien sowie der Bear­beitung von Led­er und Stein. Nach inter­es­san­ten Ein­blick­en hat­ten die Schü­lerin­nen und Schüler die Möglichkeit, in Rundgän­gen Exponate aus dem Muse­um zu begutacht­en. Die Teil­nehmer stell­ten inter­es­sante Fra­gen und zeigten sich von den orig­i­nalen Fund­stück­en und Rekon­struk­tio­nen beein­druckt. Ein großes High­light waren dabei die Him­melss­cheibe von Nebra und das Skelett der Schamanin von Bad Dür­ren­berg. Im Anschluss an die Work­shops und Führun­gen wurde den Schü­lerin­nen und Schülern deut­lich, dass unsere Vor­fahren keineswegs „prim­i­tiv“ waren, son­dern eine hohe Erfind­ungs­gabe besaßen. 

Wir möcht­en uns her­zlich beim Team des Lan­desmu­se­ums für Vorgeschichte in Halle für die her­vor­ra­gende Betreu­ung und die infor­ma­tiv­en Work­shops bedanken. Mit vie­len neuen Ein­drück­en und prak­tis­chem Wis­sen im Gepäck kön­nen die Schü­lerin­nen und Schüler nun ihr Wis­sen aus dem Unter­richt mit den neuen Ein­drück­en und prak­tis­chem Wis­sen aus dem Muse­um verknüpfen. So kön­nen sie es nach­haltig ver­tiefen und Geschichte nicht nur ver­ste­hen, son­dern auch erleben. 

Skifahrt der 7. Klassen nach Finsterau – Sport, Mut und jede Menge Spaß

Vom 23. bis 27. März ver­bracht­en die 7. Klassen eine erleb­nis­re­iche Woche in Fin­ster­au. Ziel der Fahrt war es, gemein­sam Win­ter­sport zu erleben, Neues auszupro­bieren und als Klassen noch enger zusam­men­zuwach­sen.
Vor Ort hat­ten die Schü­lerin­nen und Schüler die Möglichkeit, zwis­chen Abfahrtss­ki und Langlauf zu wählen. Die Lan­gläuferin­nen und Lan­gläufer nutzten vor allem das Gelände direkt vor Ort und erkun­de­ten dort die Loipen der Umge­bung. Die Abfahrerin­nen und Abfahrer macht­en sich hinge­gen auf den Weg zu den Pis­ten der Region.
Beson­ders beein­druck­end war die Entwick­lung der Anfän­gerin­nen und Anfänger: Viele von ihnen standen zu Beginn der Woche zum ersten Mal auf Skiern. Mit viel Übung, Geduld und Unter­stützung gelang es ihnen jedoch, am Ende der Fahrt sich­er eine blaue Piste zu fahren. Einige beson­ders mutige und bere­its erfahrene Ski­fahrerin­nen und Ski­fahrer wagten sich sog­ar auf eine schwarze Piste.
Ein sportlich­er Höhep­unkt der Woche war das abschließende Wet­tren­nen, bei dem alle noch ein­mal ihr Kön­nen zeigten und sich mit viel Ein­satz ins Zeug legten. Neben dem Sport kam auch der Spaß nicht zu kurz: Bei der Dis­co am Abend wurde aus­ge­lassen zu bekan­nten Hits getanzt – und auch die Lehrkräfte ließen es sich nicht nehmen, mitzufeiern.
Ein großer Dank gilt Her­rn Mein­gast, der die Ski­fahrt her­vor­ra­gend organ­isiert hat. Eben­so bedanken wir uns bei Frau Pen­schuck, die mit ihrem Snow­board uner­müdlich zwis­chen den Pis­ten unter­wegs war und über­all den Überblick behielt. Frau Hof­mann, Herr Forster, Herr Saewe und Frau Wald­herr sorgten außer­dem dafür, dass sich alle wohlfühlten und motivierten die Schü­lerin­nen und Schüler immer wieder – auch in Momenten von Frust oder wenn die Ski­er ein­mal ent­nervt abge­wor­fen wur­den. Am Ende standen jedoch alle wieder auf den Bret­tern und kon­nten sich­er fahren.
Die Schü­lerin­nen und Schüler kön­nen sehr stolz auf sich sein, denn sie haben in dieser Woche viel gel­ernt, Mut bewiesen und als Gemein­schaft zusam­menge­hal­ten.
Alle sind gesund, glück­lich und mit vie­len schö­nen Erin­nerun­gen zurück­gekehrt.
Das Team der Ski­fahrt 2026

Regionalfinale Jugend Trainiert für Olympia

Das Hand­ball-Team des F.-A.-Brockhausgymnasiums hat am 13.01.2026 das Region­al­fi­nale Jugend Trainiert für Olympia Hand­ball gewon­nen.

Gemein­sam mit Schülern der Klassen­stufen 8–11 stellte Finn Schilk eine schlagkräftige Mannschaft zusam­men, die sich im Lauf des Turniers von Spiel zu Spiel steigerte. Während die Mannschaft sich zu Turnier­be­ginn gegen das Gym­na­si­um Markklee­berg nur knapp durch­set­zen kon­nte, sorgte eine konzen­tri­erte Vertei­di­gungsleis­tung und sehenswerte Offen­si­vak­tio­nen für einen weit­eren Sieg gegen das Gym­na­si­um Licht­en­berg. Beson­ders her­vorzuheben ist jedoch die Leis­tung im abschließen­den Spiel gegen die Mit­fa­voriten der Ober­schule Markklee­berg. Am Ende set­zten wir uns sou­verän durch und sicherten uns den Turnier­sieg.

Diese Errun­gen­schaft ermöglicht es dem Team, am Lan­des­fi­nale in Delitzsch teilzunehmen, welch­es am 31. März stat­tfind­en wird. Wir blick­en mit großer Vor­freude auf die bevorste­hende Her­aus­forderung und drück­en schon jet­zt die Dau­men!

Erster Samuel-Lampel-Tag am Brockhaus-Gymnasium Leipzig

Am 3. Feb­ru­ar 2026 fand am Brock­­haus-Gym­­na­si­um in Leipzig der erste Samuel-Lam­pel-Tag statt, der die Erin­nerung an das beein­druck­ende Leben und Wirken von Samuel Lam­pel in den Mit­telpunkt stellte. Wer war Samuel Lam­pel, dessen Name die Straße neben der Schule trägt? Dies und mehr beant­wortete die Klasse 10a im Rah­men des Selb­stor­gan­isierten Ler­nens (SOL).
Samuel Lam­pel (1884–1942) war Oberkan­tor an der Syn­a­goge in der Gottsched­straße, dem sog. „Tem­pel“, Kom­pon­ist und Lehrer an der Ephraim-Car­le­bach-Schule. Während der NS-Zeit fungierte er als Rab­bin­er und set­zte sich zeitlebens mit großem Engage­ment für den Dia­log zwis­chen jüdis­ch­er und nichtjüdis­ch­er Bevölkerung ein, ins­beson­dere durch seine Liebe zu Musik. Als Oberkan­tor der lib­eralen Syn­a­goge öffnete er die Türen seines Gotte­shaus­es für Chöre und Gäste aller Herkun­ft und schuf so einen bedeu­ten­den Ort der Begeg­nung. Sein bekan­ntestes Werk, „Kol Sch’muel“, wurde 1928 veröf­fentlicht und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.
Der Samuel-Lam­pel-Tag wurde als Brücke zwis­chen Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart konzip­iert. Im Fes­takt in der Aula des Gym­na­si­ums hiel­ten Gäste wie Thomas Maut­ner, Schul­ref­er­ent des Lan­desamtes für Schule und Bil­dung in Leipzig, und Elke Urban, Grün­derin des Leipziger Schul­mu­se­ums, Gruß­worte. Beson­ders berührend war das Erscheinen von Roger Lang­ford, dem Enkel von Samuel Lam­pel, der eigens aus Lon­don angereist war, um diesen beson­deren Tag zu feiern.
Musikalisch wurde die Ver­anstal­tung vom Leipziger Syn­a­gogal­chor unter der Leitung von Philipp Gold­mann begleit­et, der das Erbe von Lam­pels Werk weit­er­hin hochhält. Zusam­men mit Tenor Falk Hoff­mann und Pianist Ulrich Vogel wur­den Stücke von Samuel Lam­pel aufge­führt und die Klasse 10a sang Samuels Lieblingslied „Die Gedanken sind frei“ in Begleitung des Chors.
Nach dem Fes­takt wur­den im Schul­hof eine Kopie des Straßen­schilds sowie eine Gedenk­tafel enthüllt. Gle­ichzeit­ig eröffneten die Schü­lerin­nen und Schüler ihre Ausstel­lung über Samuel Lam­pel, die dem­nächst im Leipziger Schul­mu­se­um zu besichti­gen sein wird. Sie informiert auf sechs großen Ausstel­lungswän­den durch Texte, Bilder und Kopi­en von Orig­i­nalquellen über das Leben und Werk von Samuel Lam­pel sowie die Geschichte der Juden in Leipzig bis zur NS-Zeit und beleuchtet die beson­dere Rolle des Refor­mju­den­tums und der Musik von Samuel Lam­pel.
Der erste Samuel-Lam­pel-Tag war nicht nur eine Hom­mage an einen bedeu­ten­den Mann der jüdis­chen Geschichte Leipzigs, son­dern auch ein wichtiges Zeichen für interkul­turelle Ver­ständi­gung und den Wert von Musik und Bil­dung in unser­er Gesellschaft.

4. Schulwettbewerb „Jugend präsentiert“ am Brockhaus-Gymnasium

Zum vierten Mal gab es am FAB einen „Jugend präsentiert“-Schulwettbewerb, an dem in diesem Schul­jahr alle 80 Schü­lerin­nen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe teil­nah­men.

Das Pro­jekt „Jugend präsen­tiert“ – ein Koop­er­a­tionspro­jekt der Klaus Tschi­ra Stiftung mit Wis­senschaft im Dia­log und dem Sem­i­nar für All­ge­meine Rhetorik der Eber­hard-Karls-Uni­ver­sität Tübin­gen – und der dazuge­hörige Wet­tbe­werb fördern die Präsen­ta­tions­fähigkeit von Schü­lerin­nen und Schülern und stärken per­son­ale Kom­pe­ten­zen.

Die schuleige­nen Mul­ti­p­lika­torin­nen leit­en in ein­er beglei­t­en­den Unter­richt­sein­heit die Schü­lerin­nen und Schüler zu selb­st­ständi­gem Arbeit­en, Umgang mit Feed­back sowie Auftreten und freiem Sprechen vor Grup­pen an. Dazu gibt es eine Vielzahl prak­tis­ch­er Übun­gen zu den fünf Mod­ulen „Rhetorische Sit­u­a­tion­s­analyse“, „Argu­men­ta­tion“, „Sprache und Auf­bau“, „Medi­enein­satz“ und „Per­for­manz“, die an der Uni­ver­sität Tübin­gen erar­beit­et wur­den und vom „Jugend präsentiert“-Team per­ma­nent weit­er­en­twick­elt wer­den.

Für den Wet­tbe­werb wählt man frei eine eigene Fragestel­lung aus dem MINT-Bere­ich, d. h. den Fäch­ern Biolo­gie, Chemie, Physik, Math­e­matik, Geografie, Infor­matik oder auch Astronomie.

In der dre­itägi­gen Vor­runde Ende Jan­u­ar ermit­telte eine Jury beste­hend aus ein­er Fach­lehrkraft für die Sachken­nt­nis, ein­er „Jugend präsentiert“-Multiplikatorin für das Darstel­lungsver­mö­gen und ein­er Schü­lerin bzw. einem Schüler für die Adres­satenori­en­tierung aus allen Präsen­ta­tio­nen die besten fünf besten fürs Finale.

Im Schul­fi­nale am „Tag der offe­nen Tür“ hat­ten dann Eltern, Fre­unde, Ver­wandte sowie alle anderen Inter­essierten die Möglichkeit, die fünf besten Präsen­ta­tio­nen live zu erleben: Philipp Böck und Arjan Basse (9c) mit ihrer Präsen­ta­tion zur Frage, wie ein Hand­wärmer funk­tion­iert (Chemie), Paula Behrendt und Jas­min Prisky (9b) mit einem Beitrag zu Chemo­lu­mi­neszenz bei Knick­lichtern (Chemie), Lau­ra Lind­ner und Clara Fritze (9b) mit einem Vor­trag über die Sicht­bar­ma­chung schwarz­er Löch­er, Ali­jah Rehm und Kimi Aldinger (9c) mit ein­er Präsen­ta­tion, die sich damit beschäftigt, was im Gehirn beim träu­men passiert (Biolo­gie), sowie Char­lotte Thrams und Sari­na Popp (9a), die der Fragestel­lung nachgin­gen, was Zuck­er mit dem Kör­p­er macht (Biolo­gie).

Den glück­lichen Schulsiegerin­nen Char­lotte Thrams und Sari­na Popp über­re­ichte unser Schul­ref­er­ent Thomas Maut­ner ihre Urkun­den. Die bei­den wer­den zusam­men mit unseren diesjähri­gen Zweit­platzierten Lau­ra Lind­ner und Clara Fritze das Brock­­haus-Gym­­na­si­um am 20./21. März beim Län­der­wet­tbe­werb der Bun­deslän­der Berlin, Bran­den­burg, Sach­sen, Sach­sen-Anhalt und Thürin­gen in Berlin vertreten.

Ein her­zlich­er Dank gilt allen Fach­lehrkräften und Schüler­juror­in­nen und Juroren, die zum Gelin­gen des Wet­tbe­werbs beige­tra­gen haben.

Dr. Nad­ja Braun & Freya Pen­schuck

Das “Brocki” im Winter

Im war­men Mor­gen­rot zeigt sich unser ver­schneites A‑Haus von ein­er sel­te­nen, fast märchen­haften Seite. Danke an Her­rn Forster für das Fes­thal­ten dieses beson­deren Win­ter­mo­ments.