Hier findest Du die Blogbeiträge des Schuljahres 2024/25

Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.

“Der See ist ein großer Friedhof” — Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Mikołaj Skłodowski

Am 21. Okto­ber 2025 hat­ten Ler­nende der 12. Klassen unser­er Schule die beson­dere und wohl ein­ma­lige Gele­gen­heit, die Erzäh­lun­gen des Holo­­caust-Über­leben­­den Pfar­rer Mikołaj Skłodows­ki aus Danzig zu erleben. Ein­ge­laden wurde er vom Max­i­m­il­ian-Kolbe-Werk in Zusam­me­nar­beit mit dem Lan­desamt für Schule und Bil­dung. Skłodows­ki berichtete ein­drucksvoll in sein­er pol­nis­chen Mut­ter­sprache in Inter­ak­tion mit ein­er Über­set­zerin über seine Fam­i­liengeschichte und über das Leben im Konzen­tra­tionslager Ravens­brück – dem Ort, an dem er selb­st im März 1945 geboren wurde.

Der heute 80-Jährige begann seine Schilderun­gen mit den Worten: „Meine Auf­gabe ist es, euch diese Zeit nahe zu brin­gen, ohne zu sagen, was gut oder schlecht war.“

Seine Mut­ter war zum Zeit­punkt ihrer Ver­haf­tung 21 Jahre alt und trug im KZ die Häftlingsnum­mer 60224. Als poli­tis­che Gefan­gene mit einem roten Winkel und einem „P“ für „Polin“ war sie den unmen­schlichen Bedin­gun­gen des Frauen­lagers aus­geliefert. Skłodows­ki schilderte ein­drück­lich, wie die Frauen dort ihrer Würde beraubt wur­den: Haare wur­den abrasiert, sie mussten sich entk­lei­den und medi­zinis­che Unter­suchun­gen über sich erge­hen lassen, bevor sie Num­mer und Häftlingsklei­dung erhiel­ten. „In dem Moment, wo ein Men­sch das Lager betrat, hörte er auf, ein Men­sch zu sein“, sagte Skłodows­ki.

In jed­er Baracke lebten bis zu 300 Frauen unter katas­trophalen hygien­is­chen Bedin­gun­gen. Ab 14 Jahren mussten sie Zwangsar­beit leis­ten – zunächst bei Ern­tear­beit­en, später in Rüs­tungs­be­trieben. Beson­ders grausam waren die medi­zinis­chen Exper­i­mente, die in Ravens­brück durchge­führt wur­den. Unter der Auf­sicht der KZ-Ärztin Her­ta Ober­heuser wur­den Frauen absichtlich infiziert oder ihnen Beton in Wun­den einge­führt, um „medi­zinis­che Erken­nt­nisse“ für den Krieg zu gewin­nen.

Skłodows­ki berichtete, dass beim Vor­rück­en der sow­jetis­chen Armee der Befehl gegeben wurde, diese „Ver­suchsper­so­n­en“ zu töten, um Spuren zu beseit­i­gen. Mutige Mithäftlinge ret­teten jedoch einige Frauen, indem sie ihre Iden­tität ver­tauscht­en – ein Akt stillen Wider­stands mit­ten im Grauen.

Auch über die Kinder im Lager sprach Skłodows­ki bewe­gend. Seine eigene Geburt war eine Zan­genge­burt, und er wog bei sein­er Ret­tung im April 1945 nur 1,5 Kilo­gramm. Die meis­ten im Lager gebore­nen Kinder über­lebten nicht: Von etwa 800 Geburten in Ravens­brück wur­den nur 39 Kinder gerettet. Säuglinge lit­ten unter Hunger, Kälte, Läusen und Rat­ten – ein bewusst in Kauf genommen­er Tod. „Die Kinder waren schlecht­en hygien­is­chen Zustän­den aus­ge­set­zt. Einige hat­ten von Rat­ten ange­fressene Ohren und Nasen“, erzählte er.

Kurz vor Kriegsende gelang der Fam­i­lie die Ret­tung durch eine Hil­f­sak­tion des Schwedis­chen Roten Kreuzes, ermöglicht durch ein Abkom­men zwis­chen Hein­rich Himm­ler und Schwe­den. Für den kleinen Mikołaj bedeutete dies das Über­leben. Seine Groß­mut­ter bewahrte in ein­er Seife ein kleines Medail­lon des heili­gen Niko­laus, das der Fam­i­lie als Schutzsym­bol diente – und Mikołaj später seinen Namen gab.

Nach dem Krieg blieb das The­ma in sein­er Fam­i­lie kein Tabu. „Für mich gehörte das Lager zur Nor­mal­ität“, sagte Skłodows­ki nüchtern. Bis ins Jahr 2000 trug er in seinem Ausweis den Geburt­sort „KZ Ravens­brück“, später dann „Ravens­brück“ – ein Ort, den es geografisch gar nicht gibt, aber der für ihn und viele andere ein Leben lang Real­ität blieb.

Zum Abschluss sein­er Erzäh­lung richtete Skłodows­ki ein­dringliche Worte an die Jugendlichen:

„Ich spreche darüber, weil ich ein­er der let­zten Zeu­gen bin. Ich möchte war­nen vor dem Nach­laufen irgendwelch­er Indok­tri­na­tio­nen. Ich spreche zu euch, weil ihr ins Leben startet. Es geht mir darum, euch zu war­nen, dass das wieder passieren kön­nte.“

Seine Botschaft hallte lange nach: Erin­nern heißt Ver­ant­wor­tung übernehmen. Der See neben dem ehe­ma­li­gen Lager Ravens­brück, in den die Asche der Ermorde­ten gekippt wurde, ist – wie Skłodows­ki sagte – „ein großer Fried­hof“.

Dieses Gespräch war eine Mah­nung, wie wichtig es bleibt, die let­zten Stim­men der Über­leben­den zu hören – und nie zu vergessen, wozu Hass und Gle­ichgültigkeit führen kön­nen.

(M. Moeßn­er & M. Sick­ert)

HIER find­et ihr einen Bericht des MDR Sach­sen­spiegels.

Vorbereitung auf „Jugend debattiert“ – Workshops mit dem Schauspiel Leipzig

Auch in diesem Schul­jahr fan­den an unser­er Schule wieder die beliebten Work­shops zur Vor­bere­itung auf den Wet­tbe­werb Jugend debat­tiert statt. Unter der Leitung der The­ater­päd­a­gogin­nen des Schaus­piel Leipzig erhiel­ten die Schü­lerin­nen und Schüler wertvolle Ein­blicke in die Kun­st des überzeu­gen­den Auftritts.

In abwech­slungsre­ichen the­ater­päd­a­gogis­chen Spie­len und Übun­gen trainierten sie ihre Beto­nung, ihr Tak­t­ge­fühl und ihre Kör­per­hal­tung. Sie lern­ten, wie man sich­er auf der Bühne ste­ht, klar und deut­lich spricht, das richtige Tem­po findet und mit Selb­st­be­wusst­sein frei spricht. Auch das cho­rische Sprechen kam dabei nicht zu kurz und sorgte für viele lebendi­ge und motivierende Momente.

Im Novem­ber fol­gen nun die Klasse­nentschei­de, in denen sich zeigt, wer für die Jahrgangsstufen 8 und 10 am Schul­wet­tbe­werb teil­nehmen darf. Dieser findet am 16. Dezem­ber statt. Dort wird entsch­ieden, wer unsere Schule im Region­alfi­nale im Früh­jahr 2026 vertreten wird.

Ein her­zlich­es Dankeschön geht an das Schaus­piel Leipzig und die engagierten The­ater­päd­a­gogin­nen für die inspiri­erende Unter­stützung und anre­gende Zusam­me­nar­beit!

Ann-Kathrin Wald­herr 

Schulko­or­di­na­torin Jugend debat­tiert

Kunstfahrt nach Halle – Typografie im Fokus

Mit der inzwis­chen 5. Kun­st­fahrt vom 08.09.–12.09.2025 set­zte unser Gym­na­si­um eine noch recht junge, aber bere­its fest etablierte und inspiri­erende Tra­di­tion fort. Auch in diesem Jahr nah­men Schü­lerin­nen und Schüler aus den Klassen­stufen 6 bis 10 teil und macht­en sich auf den Weg nach Halle an der Saale, um Kun­st und Gestal­tung in vielfälti­gen Facetten zu erleben und selb­st kreativ tätig zu wer­den. Vor uns lagen 5 Tage Kun­st und eine Menge Spaß am kreativ­en Tun rund um das The­ma Schrift und Schrift­gestal­tung.

Ein zen­traler Pro­gramm­punkt war der Besuch der Burg Giebichen­stein, Kun­sthochschule der Stadt Halle. Bere­its am Mon­tag, den 08.09.25, hat­ten wir dort eine Verabre­dung mit Frau Kaiser, um uns auf dem Design-Cam­­pus das Mate­ri­alarchiv und die unter­schiedlichen Design-Werk­stät­ten anse­hen zu kön­nen. Tierisches Mate­r­i­al, Met­alle in allen For­men und Far­ben, Vulka­ngestein, kün­stliche Mate­ri­alien und viel Skur­riles laden die Studieren­den in diesem Mate­ri­alarchiv ein, sich mit diesen zu beschäfti­gen und von ihnen aus­ge­hend zu gestal­ten. Hier wurde anschaulich, wie prax­is­nah und exper­i­mentell die Design­stu­di­engänge an der Burg Giebichen­stein angelegt sind und welch hohe Bedeu­tung der Mate­ri­alvielfalt und handw­erk­lichen Präzi­sion zukommt.

Am Mittwoch waren wir zudem mit der Dekanin des Kun­st­cam­pus’ der Burg Giebichen­stein verabre­det und erhiel­ten exk­lu­sive Ein­blicke in die Kun­st-Werk­stät­ten Schmuck, Druck­grafik und Illus­tra­tion. Dies war beson­ders wertvoll, da hier deut­lich gewor­den ist, was das Studi­um der freien Kun­st ver­langt, aber auch bietet. Am Nach­mit­tag hat­ten wir 3h Zeit in der Mate­ri­al­samm­lung „KrimzKramz“ eigene Schrift­pro­jek­te für den öffentlichen Raum umzuset­zen und uns — genau wie die Studieren­den der Burg aus­ge­hend vom Mate­r­i­al für unsere Pro­jek­te inspiri­eren zu lassen.

Ein mehrstündi­ger Work­shop der Kun­stver­mit­tlung des Kun­st­mu­se­ums Moritzburg zu unter­schiedlichen Druck­tech­niken run­dete das kreative Tun am Don­ner­stag ab und gab viel Raum für Inspi­ra­tion und vielle­icht auch für das Ken­nen­ler­nen neuer Tech­niken.

Natür­lich stand auch die Stadt Halle selb­st im Mit­telpunkt kün­st­lerisch­er Erkun­dun­gen. Ent­lang der Saale und im Stad­traum beschäftigten wir uns mit unter­schiedlichen Aus­drucks­for­men:

  • Zeich­ner­ische Stu­di­en am Saaleufer,
  • das Beobacht­en und Darstellen urbaner Struk­turen,
  • Fotografieren eines assozia­tiv­en Alpha­betes,
  • tem­poräre Land-Art-Arbeit­en in der Natur sowie
  • die Auseinan­der­set­zung mit Street Art, die schließlich in eige­nen kleinen Inter­ven­tio­nen im Stad­traum mün­dete.

Das diesjährige Schw­er­punk­t­the­ma „Typografie“ zog sich wie ein rot­er Faden durch alle Arbeit­sphasen. In indi­vidu­ellen kün­st­lerischen Reise­tage­büch­ern hiel­ten die Teil­nehmenden ihre Ein­drücke, Entwürfe und Reflex­io­nen fest. So ent­stand eine vielschichtige Samm­lung, die sowohl den Prozess als auch die Vielfalt der kün­st­lerischen Annäherun­gen doku­men­tiert. Die Kun­st­fahrt war geprägt von inten­siv­er Auseinan­der­set­zung, Teamgeist und ein­er offe­nen, kreativ­en Arbeit­sat­mo­sphäre. Schon jet­zt ist die Vor­freude groß auf die Ausstel­lung der ent­stande­nen Arbeit­en sowie auf den näch­sten Kun­st­fahrtkat­a­log, der die Ergeb­nisse in angemessen­er Form präsen­tiert und für die Schul­ge­mein­schaft sicht­bar macht.

Jen­ny Michael (FL Kun­st)

Spendenlauffest 2025

Am 25. Juni fand bei strahlen­dem Son­nen­schein unser Spenden­lauffest statt. 20 Klassen ging an den Start und kämpften um die meis­ten Run­den. Am schnell­sten unter­wegs waren die Klasse 10d (durch­schnit­tlich 4,4 Run­den pro Läufer), 8b (4,2 Run­den) und 9d (4,1 Run­den).
Für jede erlaufene Runde wurde fleißig gespendet und ein Spenden­be­trag von rund 1900 € gener­iert.
Davon kön­nen wir jew­eils 475 € an das Tabalu­ga Kinder­heim in Mock­au und den Fördervere­in unser­er Schule übergeben.
Rund 950 € fließen in die Unter­hal­tung und den Aus­bau der Bewegten Pause und weit­er­er Bewe­gun­gange­bote auf dem Schul­gelände.
Wir bedanken uns ganz her­zlich bei allen fleißi­gen Läuferin­nen und Läufern sowie Spenderin­nen und Spendern!

Rad-Ausflug zur Schladitzer Bucht im Rahmen des „Stadtradelns“

Auch in diesem Jahr hat unsere Schule wieder tra­di­tionell am beliebten „Stad­tradeln“ teilgenom­men – und das natür­lich nicht ohne eine gemein­same Rad­tour abgeschlossen! Mit rund 20 motivierten Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmern führte uns der diesjährige Aus­flug erneut zur Schla­ditzer Bucht.

Bei strahlen­dem Son­nen­schein und som­mer­lichen Tem­per­s­turen bot die Tour auch reich­lich Gele­gen­heit für angenehme Gespräche zwis­chen Eltern, Schü­lerin­nen und Schülern sowie Lehrerin­nen und Lehrer in entspan­nter Atmo­sphäre. So sam­melten wir nicht nur weit­ere wertvolle Kilo­me­ter für unser Schul­team, son­dern stärk­ten auch den Zusam­men­halt – ganz im Sinne des nach­halti­gen und umwelt­be­wussten Miteinan­ders, das das Stad­tradeln fördert.

Ein her­zlich­es Dankeschön an alle, die dabei waren – wir freuen uns schon auf das näch­ste Jahr!

Herr Schwochert / Frau Hof­mann

Erfolgreich beim DELF: Sebastian Städter besteht Französisch-Zertifikat mit Bravour

Sebas­t­ian Städter, Schüler der Klassen­stufe 8, hat mit großem Erfolg das franzö­sis­che Sprachen­z­er­ti­fikat DELF (Diplôme d’É­tudes en Langue Française) auf dem Niveau A1 bestanden. Mit seinem sehr guten Ergeb­nis ist er in diesem Jahr der einzige Schüler des Jahrgangs, der sich dieser frei­willi­gen und anspruchsvollen Prü­fung gestellt hat und überzeugte mit sein­er Leis­tung auf ganz­er Lin­ie.

Das DELF-Zer­ti­­fikat ist ein inter­na­tion­al anerkan­ntes Diplom des franzö­sis­chen Bil­dungsmin­is­teri­ums, das weltweit Sprachken­nt­nisse in Franzö­sisch bestätigt. Es umfasst die Bere­iche Hörver­ste­hen, Lesev­er­ste­hen, schriftlich­er Aus­druck und mündliche Kom­mu­nika­tion. Sebas­t­ian zeigte in allen Prü­fung­steilen großes sprach­lich­es Kön­nen und punk­tete vor allem im mündlichen Teil mit seinem sicheren Auftreten und ein­er guten Aussprache.

Sebas­tians Franzö­sis­chlehrerin, Frau Hof­mann, ist sehr stolz auf seinen Ein­satz und seine Leis­tun­gen: „Sebas­t­ian hat sich im Unter­richt und darüber hin­aus inten­siv auf die Prü­fung vor­bere­it­et und dabei großes Inter­esse an der franzö­sis­chen Sprache gezeigt. Sein Erfolg ist abso­lut ver­di­ent.“

Wir grat­ulieren Sebas­t­ian her­zlich zu diesem tollen Ergeb­nis und wün­schen ihm weit­er­hin viel Freude und Erfolg beim Franzö­sis­chler­nen – vielle­icht ja schon bald auf dem näch­sten DELF-Niveau!

Ein Blick ins Erdinnere

Zur Instal­la­tion eines Seis­mo­graphen in der Schule mit einem ein­führen­den Vor­trag von Dr. Olaf Hell­wig (TUBAF)

„Wie sieht die Erde im Erdinneren aus?“ – Mit dieser Frage startete Dr. Olaf Hell­wig von der TU Bergakademie Freiberg seinen Vor­trag vor den Geo­gra­phiekursen der 11. Klasse. Zuerst klärte er, was für Möglichkeit­en der mod­er­nen Geo­physik zur Ver­fü­gung ste­hen und was sich dahin­ter ver­birgt. Außer­dem zeigte er auch, welche Ein­satzmit­tel heute ver­wen­det wer­den und wie und wo die seis­mol­o­gis­che Unter­suchung in Sach­sen und Deutsch­land abläuft. Gemein­sam mit den Schü­lerin­nen und Schülern führte Herr Hell­wig dann ein span­nen­des seis­mol­o­gis­ches Exper­i­ment durch. Dabei kam der neu instal­lierte Schul-Seis­­mo­­graph zum Ein­satz, der Erd­beben­wellen nach einem gemein­samen Sprung aufze­ich­nen und sicht­bar machen kann. Zudem zeigte der Dok­tor in Geo­physik auch, wie man selb­st auf der ganzen Welt, mith­il­fe eines eigens entwick­el­ten Pro­gramms, Erd­beben und die genauere Analyse der einzel­nen sehen kann.

Die Schü­lerin­nen und Schüler erfuhren, wie Seis­molo­gen aus Schwingun­gen im Gestein Rückschlüsse auf den Auf­bau unseres Plan­eten ziehen. Beson­ders beein­druck­end war, dass sie live beobacht­en kon­nten, wie der Seis­mo­graph selb­st kle­in­ste Bewe­gun­gen reg­istri­ert. So wurde deut­lich: Auch wenn wir das Erdinnere nie direkt sehen kön­nen, ver­rat­en uns seis­mis­che Wellen eine ganze Menge über die geheimnisvollen Schicht­en tief unter unseren Füßen.

Der Besuch von Dr. Hell­wig machte Wis­senschaft greif­bar und zeigte, wie aktuelle Forschung direkt im Unter­richt erleb­bar wird.

Johann Ahn­ert

Link zum Seis­mo­graphen:

https://stationview.raspberryshake.org/#/?zoom=8.000&net=AM&sta=R4A5D&lat=51.36937&lon=12.41220

Erfolgreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Kör­ber-Stiftung/punc­­tum.

 

„Bis hier­hin und nicht weit­er!? Gren­zen in der Geschichte“ – unter diesem Mot­to stand die 29. Auss­chrei­bung des Geschichtswet­tbe­werbs des Bun­de­spräsi­den­ten.
Vom 1. Sep­tem­ber 2024 bis 28. Feb­ru­ar 2025 begaben sich bun­desweit über 6.720 Kinder und Jugendliche auf his­torische Spuren­suche und reicht­en 2.289 Beiträge ein – so viele wie seit 30 Jahren nicht mehr.
Auch das Brock­­haus-Gym­­na­si­um beteiligte sich mit großem Engage­ment – und das mit Erfolg: Unsere Schule wurde in diesem Jahr mit dem Grup­pen­preis sowie einem Förder­preis in Sach­sen aus­geze­ich­net.
Gren­zen erforschen – Geschichte lebendig machen
In ihren Beiträ­gen beschäftigten sich unsere Klasse 9a vor allem mit der ehe­ma­li­gen innerdeutschen Gren­ze und der Wen­dezeit 89 hier in unser­er Stadt. Damit grif­f­en sie ein The­ma auf, das nicht nur his­torische, son­dern auch hochak­tuelle Dimen­sio­nen hat: Gren­zen als Orte der Tren­nung, der Begeg­nung und der Über­win­dung sowie den unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en auf his­torische Ereignisse.
Verbindung zur Pro­jek­t­woche „Erzählte Wirk­lichkeit“
Die erfol­gre­iche Wet­tbe­werb­steil­nahme baut auf Erfahrun­gen auf, die unsere Schüler und Schü­lerin­nen bere­its im Herb­st 2024 während der Pro­jek­t­woche „Erzählte Wirk­lichkeit“ gesam­melt haben. In Zusam­me­nar­beit mit der HALLE 14 – Zen­trum für zeit­genös­sis­che Kun­st, Zeitzeu­gen des Leipziger Herb­stes 1989, der Fotografin Mar­gret Hoppe und der Schrift­stel­lerin Con­stanze John set­zten sich die Jugendlichen inten­siv mit den Ereignis­sen der Friedlichen Rev­o­lu­tion auseinan­der.
Aus Gesprächen mit Zeitzeu­gen, Besuchen his­torisch­er Orte und eige­nen kreativ­en Arbeit­en in Text und Fotografie ent­standen nicht nur eine viel­beachtete Ausstel­lung, son­dern auch ein tiefes his­torisches Bewusst­sein, das in die Wet­tbe­werb­s­beiträge einge­flossen ist. Für diesen Beitrag konzip­ierte die Klasse einen virtuellen Ausstel­lungsraum, in welchem unter anderem die Ergeb­nisse aus der Pro­jek­t­woche, aber auch Fotos, Filme, Texte und Inter­views mit Lehrkräften unser­er Schule einge­flocht­en wor­den.
Eine beson­dere Würdi­gung
Bei der feier­lichen Lan­despreisver­lei­hung im Zeit­geschichtlichen Forum Leipzig wur­den die Lan­dessieger und ‑siegerin­nen sowie die Förder­preisträger und ‑trägerin­nen geehrt. Das Brock­­haus-Gym­­na­si­um durfte sich dabei gle­ich dop­pelt freuen:

  • über den Grup­pen­preis, der unsere gemein­same Forschungs- und Pro­jek­tar­beit ausze­ich­net,
  • und über einen Förder­preis für eine beson­ders gelun­gene Arbeit.

Damit gehört unsere Schule zu den ins­ge­samt 250 Lan­dessiegern und 250 Förder­preisträgern bun­desweit.
Blick nach vorn
Wir grat­ulieren allen Beteiligten her­zlich zu diesem großar­ti­gen Erfolg! Ihr habt gezeigt, dass sich inten­sive Auseinan­der­set­zung mit Geschichte lohnt – und dass Gren­zen nicht nur Hin­dernisse, son­dern auch Chan­cen für Begeg­nung und Ler­nen sein kön­nen.

J. Michael

Unser Gymnasium ist jetzt „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“

© HTW Dresden/Peter Sebb

Unser Gym­na­si­um ist jet­zt „MINT-fre­undliche Schule“ und „Dig­i­tale Schule

Am 02. Sep­tem­ber 2025 wur­den wir in Dres­den feier­lich mit den bei­den Signets „MINT-fre­undliche Schule“ und „Dig­i­tale Schule“ aus­geze­ich­net. Frau Michael und Herr Tramm nah­men die Urkun­den stel­lvertre­tend für die gesamte Schul­ge­mein­schaft ent­ge­gen.

Diese Ausze­ich­nun­gen sind eine beson­dere Anerken­nung für Schulen, die sich in her­aus­ra­gen­der Weise für eine prax­is­na­he MINT-Bil­­dung und eine fortschrit­tliche dig­i­tale Ausstat­tung engagieren. Sie bestäti­gen unsere kon­tinuier­liche Arbeit im natur­wis­sen­schaftlich-tech­nis­chen Bere­ich sowie in der dig­i­tal­en Schu­len­twick­lung.

Die Ehrung würdigt:

unsere langjährige Koop­er­a­tion mit der VDI GaraGe,
das hohe Engage­ment unser­er Schü­lerin­nen und Schüler bei Wet­tbe­wer­ben wie „Jugend präsen­tiert“, der Math­­e­­matik-Olympiade, Kän­gu­ru-Wet­t­be­werb, Physik im Advent u. v. m., unser stetig wach­sendes Ange­bot an Pro­filkursen, Wahlfäch­ern und AGs im Bere­ich Natur­wis­senschaften, Infor­matik, Robotik und Medi­en­scouts, die kon­se­quente Ver­ankerung von MINT und Medi­en­bil­dung im Schul­pro­gramm, dig­i­tal gestützte Ler­nange­bote, mod­erne dig­i­tale Infra­struk­tur: inter­ak­tive Tafeln, Tablets, Lern­plat­tfor­men (Schul­lo­gin, OPAL), dig­i­tale Noten­ver­wal­tung und eine Schul-KI und die kon­tinuier­liche Qual­i­fizierung der Lehrkräfte – durch Fort­bil­dun­gen, Work­shops und den schulin­ter­nen „KI-Tag“.
Mit dem Siegel „Dig­i­tale Schule“ führen wir unsere Arbeit als „Dig­i­tale Schule Sach­sen“ fort. Damit set­zen wir kon­se­quent auf zeit­gemäßen Unter­richt, der dig­i­tale Medi­en, inno­v­a­tive Lern­meth­o­d­en und eine starke Ver­net­zung mit exter­nen Part­nern verbindet.

Stim­men zur Ehrung

Staatsmin­is­ter Con­rad Clemens:
„Die heute aus­geze­ich­neten Schulen zeigen, dass MINT in Sach­sen zu Hause ist. Hier wer­den Schü­lerin­nen und Schüler für Math­e­matik, Infor­matik, Natur­wis­senschaft und Tech­nik begeis­tert – Fäch­er, die gebraucht wer­den, um die Her­aus­forderun­gen von mor­gen zu meis­tern.“
Prof. Dr. Andreas Franze (HTW Dres­den):
„Tech­nis­che Lösun­gen, wie sie von MINT-begeis­terten jun­gen Men­schen entwick­elt wer­den, sind der Schlüs­sel, um die Her­aus­forderun­gen der Zukun­ft zu meis­tern. […] Wir freuen uns, wenn engagierte Schulen ihre Schü­lerin­nen und Schüler für diesen Weg begeis­tern.“
Prof. Dr. Christoph Meinel (MINT Zukun­ft e.V.):
„Deutsch­lands Zukun­ft schlum­mert in den Köpfen junger MINT-Tal­ente. Die heute aus­geze­ich­neten Schulen schaf­fen inspiri­erende Ler­numge­bun­gen, die weit über den Lehrplan hin­aus­ge­hen. Was Sach­sen beson­ders ausze­ich­net: Hier gehen MINT und Dig­i­tal Hand in Hand.“
Infor­ma­tio­nen zu den Signets

Dig­i­tale Schule: Das Signet würdigt Schulen, die Dig­i­tal­isierung in Päd­a­gogik, Lehrkräfte­qual­i­fizierung, regionaler Ver­net­zung, Konzepten­twick­lung und Ausstat­tung ganzheitlich umset­zen. Grund­lage ist die KMK-Strate­gie „Bil­dung in der dig­i­tal­en Welt“.
MINT-fre­undliche Schule: Schulen erfüllen min­destens zehn von 14 MINT-Kri­te­rien und binden Math­e­matik, Infor­matik, Natur­wis­senschaften und Tech­nik nach­haltig in den Schu­lall­t­ag ein. Sie sind sicht­bare Leucht­türme für Schü­lerin­nen und Schüler, Eltern, Wirtschaft und Gesellschaft.
Blick nach vorn

Die bei­den Ausze­ich­nun­gen sind für uns Anerken­nung und Ans­porn zugle­ich. Sie schär­fen unser Schul­pro­fil und steigern die Attrak­tiv­ität unseres Gym­na­si­ums für Schü­lerin­nen, Schüler, Eltern und Part­ner. Vor allem aber bestäti­gen sie uns darin, weit­er mit Lei­den­schaft und Inno­va­tion­skraft an ein­er MINT-starken, dig­i­tal­en und zukun­ft­sori­en­tierten Schule zu arbeit­en.

Das Medi­en­team

Landesfinale “Jugend trainiert für Olympia”

Beim Lan­des­fi­nale “Jugend trainiert für Olympia” kon­nten unsere bei­den Mäd­chen­teams in der WK4 und WK3 je den 3. Platz erkämpfen. Das Jun­gen­team freute sich über einen tollen 2. Platz. Sie besiegten die Mannschaften aus Engels­dorf und Döbeln.

B. Pis­soke (FL Sport)