Hier findest Du die Blogbeiträge des Schuljahres 2024/25

Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.

Medienscouts erhalten Publikumspreis beim „Erklärbär 2025/26“ 

Große Freude für die Medi­en­scouts des F.-A.-Brockhaus Gym­na­si­ums: Beim diesjähri­gen Erk­lärvide­owet­tbe­werb „Erk­lär­bär 2025/26“ kon­nten wir den Pub­likum­spreis gewin­nen!

Die Preisver­lei­hung fand am 1. April 2026 online über Zoom statt. Ab 17:00 Uhr wur­den die 15 besten Beiträge präsen­tiert, die von der Jury nominiert wor­den waren. Das Beson­dere: Das Pub­likum durfte live abstim­men und entschei­den, welch­er Film den Pub­likum­spreis erhält. Viele Unter­stützerin­nen und Unter­stützer – von Fam­i­lie bis Fre­un­deskreis – haben mit­ge­fiebert und für unseren Beitrag abges­timmt.

Dank dieser großar­ti­gen Unter­stützung kon­nten wir uns durch­set­zen und den Pub­likum­spreis inklu­sive eines Preis­geldes von 150 Euro sich­ern.

Alle ein­gere­icht­en Filme zeigten ein­drucksvoll, wie viel Kreativ­ität, Zeit und Engage­ment in den Pro­jek­ten steckt. Umso mehr freut es uns, dass unser Beitrag zum The­ma “Fake News” so viel Anklang gefun­den hat.

Wir sind stolz auf diese Leis­tung und bedanken uns her­zlich bei allen, die für uns abges­timmt haben!

Jen­ny Michael

Medienscouts beim kdd-forum 2026

Am 12. März 2026 nah­men wir als Medi­en­scouts am kdd-forum in der Quartierss­chule Ihmelsstraße teil. Gemein­sam mit vie­len anderen Leipziger Schulen tauscht­en wir uns zur „Kul­tur der Dig­i­tal­ität“ aus und kon­nten unsere eigene Arbeit vorstellen.

In Work­shops und Impulsen erhiel­ten wir viele neue Ein­blicke – etwa zu dig­i­tal gestütztem Ler­nen, Medi­enkom­pe­tenz und Schu­lor­gan­i­sa­tion. Beson­ders wertvoll war für uns der Aus­tausch mit anderen Medi­en­scouts und zu sehen, wie unter­schiedlich Schulen dig­i­tale Bil­dung umset­zen.

In unserem eige­nen Beitrag haben wir gezeigt, wie wir als Medi­en­scouts arbeit­en: Wir unter­stützen Mitschü­lerin­nen und Mitschüler als Ansprech­per­so­n­en, führen Work­shops zu The­men wie Cyber­mob­bing, Daten­schutz oder KI durch und helfen bei tech­nis­chen Fra­gen. Dabei arbeit­en wir nach dem Peer-to-Peer-Prinzip – also von Ler­nen­den für Ler­nende auf Augen­höhe. Beson­der­er Wert haben wir in unserem Beitrag darauf gelegt, einen Ein­blick in die Entwick­lung eines Work­shops zu gewähren. 

Das Forum hat uns noch ein­mal deut­lich gemacht, wie wichtig unsere Rolle für die Schule ist: Wir gestal­ten Medi­en­bil­dung aktiv mit, fördern eine pos­i­tive Medi­enkul­tur und brin­gen unsere Per­spek­tiv­en ein.

Mit vie­len neuen Ideen und Moti­va­tion kehren wir zurück und freuen uns darauf, unsere Arbeit weit­erzuen­twick­eln und neue Impulse an unser­er Schule umzuset­zen.

Jen­ny Michael

Erdbeben bei Leipzig – Schul-Seismograph schlägt an!

Ein ungewöhn­lich­es Natur­ereig­nis hat gestern für Auf­se­hen gesorgt: In der Region um Leipzig wurde ein Erd­beben der Stärke 3,0 reg­istri­ert – deut­lich spür­bar, aber glück­licher­weise völ­lig unge­fährlich. Den­noch: Ein solch­es Beben direkt vor unser­er „Haustür“ ist alles andere als alltäglich!

Was dabei beson­ders beein­druckt: Während viele das Ereig­nis nur kurz wahrnah­men, lieferte unser Schul-Seis­­mo­­graph präzise Mess­dat­en in Echtzeit. Das empfind­liche Gerät zeich­nete die Erschüt­terun­gen zuver­läs­sig auf und bewies ein­mal mehr seine Leis­tungs­fähigkeit. Ein echter „Prax­is-Test“, wie er span­nen­der kaum sein kön­nte!

Doch woher kommt ein Erd­beben in unser­er Region? Die Antwort liegt tief unter unseren Füßen. Die Erd­kruste ist auch hier ständig in Bewe­gung. Im Vogt­land tre­f­fen gle­ich mehrere Gebirgsrich­tun­gen aufeinan­der – darunter der Thüringer Wald, das Erzge­birge und das Fichtel­ge­birge. In diesem kom­plex­en Span­nungs­feld kommt es immer wieder zu kleineren tek­tonis­chen Aktiv­itäten. Dass sich diese Kräfte nun bis unter unsere Region bemerk­bar gemacht haben, zeigt: Die Prozesse der Gebirgs­bil­dung sind noch lange nicht abgeschlossen.

Das aktuelle Ereig­nis knüpft direkt an das an, was unsere Schü­lerin­nen und Schüler bere­its im Unter­richt erleben kon­nten. Beim Besuch von Dr. Olaf Hell­wig von der TU Bergakademie Freiberg wurde ein­drucksvoll gezeigt, wie mod­erne Geo­physik funk­tion­iert. Gemein­sam führten die Geo­gra­phiekurse der 11. Klasse ein Exper­i­ment durch, bei dem der Schul-Seis­­mo­­graph selb­st kle­in­ste Erschüt­terun­gen – sog­ar durch einen gemein­samen Sprung – sicht­bar machte.

Nun hat die Natur selb­st „mit­ge­spielt“ und ein echt­es Erd­beben geliefert! Damit wurde greif­bar, was son­st oft abstrakt bleibt: Seis­mis­che Wellen ver­rat­en uns eine Menge über das Innere unseres Plan­eten – und unser Seis­mo­graph ist mit­ten­drin.

Ein span­nen­der Moment für unsere Schule, der zeigt: Wis­senschaft passiert nicht nur im Lehrbuch, son­dern direkt vor unser­er Haustür!

HIER kommst du direkt zum Seis­mo­graphen.

Lilly Werner siegt beim Landesfinale „Jugend debattiert“ in Dresden 

Am 13. April 2026 stand Dres­den ganz im Zeichen des Wet­tbe­werbs „Jugend debat­tiert“. Am Vor­mit­tag trafen sich die besten Debat­tan­tinnen und Debat­tan­ten Sach­sens im Romain-Rol­­land-Gym­­na­si­um, bevor am Nach­mit­tag das große Finale im Säch­sis­chen Land­tag aus­ge­tra­gen wurde.

Bere­its die Qual­i­fika­tion­srun­den ver­langten den Teil­nehmenden einiges ab. In der Alters­gruppe I (Klasse 8 und 9) wurde zunächst darüber debat­tiert, ob Schü­lerin­nen und Schüler zu Beginn des Schul­t­ages ihr Smart­phone abgeben müssen. In der zweit­en Runde ging es um die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rund­funk mehr Rand­sportereignisse über­tra­gen soll.

Hier zeigte Lil­ly Wern­er aus der Klasse 9d des Friedrich-Arnold-Brock­­haus-Gym­­na­si­ums ein­drucksvoll ihr Kön­nen. Mit großer Sou­veränität, klar struk­turi­erten Argu­menten und bemerkenswert­er sprach­lich­er Präzi­sion überzeugte sie bere­its in diesen Run­den und qual­i­fizierte sich ver­di­ent für das Finale im Säch­sis­chen Land­tag. Schon hier wurde deut­lich: Lil­ly ist nicht nur eine starke Debat­tan­tin des Region­alver­bunds Leipzig – sie ist eine der besten im Lan­deswet­tbe­werb.

Am Nach­mit­tag fol­gte der Höhep­unkt des Tages im Säch­sis­chen Land­tag. Im Finale der Alters­gruppe I wurde die anspruchsvolle Frage disku­tiert, ob ein verpflich­t­en­des Poli­tikprak­tikum für Schü­lerin­nen und Schüler einge­führt wer­den soll.

Die Debat­te zeigte ein außergewöhn­lich hohes Niveau: Alle Final­istin­nen und Final­is­ten argu­men­tierten dif­feren­ziert, reagierten schlagfer­tig aufeinan­der und macht­en der Jury die Entschei­dung alles andere als leicht. Ger­ade in diesem starken Teil­nehmer­feld bewies Lil­ly erneut ihr außergewöhn­lich­es Kön­nen. Sie blieb ruhig, reagierte flex­i­bel auf Gege­nar­gu­mente und führte ihre Posi­tion überzeu­gend weit­er.

Ihr Erfolg ist dabei kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis kon­tinuier­lich­er Entwick­lung: Bere­its im ver­gan­genen Jahr stand Lil­ly im Lan­des­fi­nale und erre­ichte einen starken drit­ten Platz – nur ganz knapp am Einzug nach Berlin vor­bei. Umso beein­druck­ender ist ihre diesjährige Leis­tung, mit der sie ein­drucksvoll gezeigt hat, dass sie mehr als würdig ist, Sach­sen auf Bun­de­sebene zu vertreten.

Am Ende wurde ihr Ein­satz belohnt: Lil­ly Wern­er erre­ichte einen her­vor­ra­gen­den 2. Platz und qual­i­fizierte sich damit für das Bun­des­fi­nale in Berlin, das tra­di­tionell im Juni stat­tfind­et.

Auch in der Alters­gruppe II gab es Grund zur Freude aus Leipziger Sicht: Lil­ly Ann Thi­er vom Gym­na­si­um am Pal­men­garten kon­nte sich den Sieg sich­ern. Damit wird Sach­sen beim Bun­des­fi­nale gle­ich von zwei Leipzigerin­nen vertreten. Ein mehr als starkes Ergeb­nis.

Der Wet­tbe­werb fand mit dem Finale im Land­tag einen würdi­gen Abschluss. In dieser beson­deren Atmo­sphäre wurde ein­mal mehr deut­lich, wie wichtig es ist, Argu­mente sach­lich auszu­tauschen und Posi­tio­nen überzeu­gend zu vertreten.

Eines ste­ht fest: Mit Lil­ly Wern­er geht eine her­aus­ra­gende Debat­tan­tin nach Berlin – und vor allem eine Schü­lerin des FAB, die mit Tal­ent, Ehrgeiz und Lei­den­schaft begeis­tert hat.

Ann-Kathrin Wald­herr (Schulko­or­di­na­torin Jugend debat­tiert) 

Hauchdünn am Titel vorbei – starke Teamleistung beim Landesfinale im Handball

Beim Lan­des­fi­nale von Jugend trainiert für Olympia im Hand­ball zeigte unsere Mannschaft am 31.03.26 in Delitzsch eine beein­druck­ende Turnier­leis­tung, die bis zum let­zten Spiel für Hochspan­nung sorgte.

Nach einem nervösen Auf­takt gegen die Ober­schule Bad Got­tleu­ba mit ein­er 13:15-Niederlage war die Aufre­gung deut­lich spür­bar. Zwar starteten unsere Jungs gut ins Turnier, doch ein­fache Fehler, nicht genutzte Chan­cen zum Aus­gle­ich und kleinere Unkonzen­tri­ertheit­en in der Defen­sive ver­hin­derten ein besseres Ergeb­nis.

Im zweit­en Spiel gegen das Käthe-Kol­l­witz-Gym­­na­si­um Zwick­au präsen­tierte sich das Team dann wie aus­gewech­selt. Mit einem überzeu­gen­den 16:9‑Sieg zeigten unsere Jungs eine nahezu per­fek­te Leis­tung. Die Defen­sive war kom­pakt, intel­li­gent und sta­bil und dazu kam eine her­aus­ra­gende Tor­wartleis­tung. Auch offen­siv spielte die Mannschaft stark auf, agierte eiskalt im Abschluss und suchte immer wieder mit viel Entschlossen­heit den Weg zum Tor.

Auch im drit­ten Spiel gegen das Léon-Fou­­cault-Gym­­na­si­um Hoy­er­swer­da knüpfte die Mannschaft an diese starke Form an. Gegen einen sehr guten Geg­n­er gelang ein ver­di­en­ter 12:9‑Sieg. Erneut überzeugte vor allem die Defen­sive mit großer Sta­bil­ität und Konzen­tra­tion und wieder war auf den Tor­wart in entschei­den­den Sit­u­a­tio­nen abso­lut Ver­lass. Im Angriff hätte man zwar noch etwas kaltschnäuziger sein kön­nen, doch auch hier war das Team in den wichti­gen Momenten zur Stelle.

Vor dem let­zten Spiel gegen das Evan­ge­lis­che Schulzen­trum Leuk­ers­dorf war die Aus­gangslage klar und zugle­ich beson­ders span­nend. Mit einem weit­eren Sieg wären die Ober­schule Bad Got­tleu­ba, das Gym­na­si­um aus Zwick­au und unsere Mannschaft punk­t­gle­ich gewe­sen. Damit war zugle­ich klar, dass im let­zten Spiel nicht nur ein Sieg zählte, son­dern auch das Torver­hält­nis eine entschei­dende Rolle spie­len würde. Die Devise lautete also von Beginn an: Tore, Tore, Tore.

Ein großes Kom­pli­ment geht an dieser Stelle an das Evan­ge­lis­che Schulzen­trum Leuk­ers­dorf, das das gesamte Turnier mit einem Spiel­er weniger absolvierte und trotz­dem großen Ein­satz, viel Lei­den­schaft und bemerkenswerten Teamgeist zeigte.

Die erste Hal­bzeit ver­lief jedoch nicht wie erhofft und endete unentsch­ieden. Man merk­te unseren Jungs die Anspan­nung und den Druck deut­lich an. Der Spielfluss fehlte ein wenig und viele Aktio­nen wirk­ten nicht mit der gewohn­ten Klarheit. Während der Par­tie wurde dann gerech­net und schließlich war klar, dass im Hin­blick auf das Torver­hält­nis nichts mehr möglich war, um den ersten Platz noch zu erre­ichen.

So richtete sich der Fokus in der Schlussphase ganz auf den Sieg. In der zweit­en Hal­bzeit zeigte die Mannschaft noch ein­mal ihren starken Charak­ter, spielte deut­lich engagiert­er und konzen­tri­ert­er und kon­nte das Spiel schließlich ver­di­ent für sich entschei­den.

Am Ende stand ein her­aus­ra­gen­der zweit­er Platz, der kaum knap­per hätte aus­fall­en kön­nen. Plätze eins, zwei und drei waren punk­t­gle­ich. Das Torver­hält­nis aus den direk­ten Duellen entsch­ied über die Rei­hen­folge und zwis­chen Platz eins und Platz zwei war sog­ar dieses iden­tisch. Auss­chlaggebend war let­ztlich nur, dass der Turnier­sieger wenige Tore mehr erzielt hat­te als unsere Jungs.

Trotz dieser denkbar knap­pen Entschei­dung und somit Platz 2 in der Gesamtwer­tung über­wiegt vor allem eines: großer Stolz auf diese Mannschaft. Jed­er einzelne Spiel­er hat eine aufopfer­ungsvolle Leis­tung gezeigt, alles für das Team gegeben und das Schul­team in beein­druck­ender Weise vertreten — inklu­sive dem Schüler Wajid Ahmad (7c), der auf­grund seines jun­gen Alters nicht mit in dieser Wet­tkampfk­lasse auflaufen durfte, aber dafür als Assis­tenz-Train­er und Glücks­bringer mit­gereist war.

Ein großes Dankeschön richt­en wir eben­so an das Train­erteam vom TuS Leipzig-Mock­­au e.V., welch­es über viele Jahre schon zahlre­iche tal­en­tierte Spielerin­nen und Spiel­er unser­er Schule im Hand­ball aus­bildet und nicht zulet­zt großen Anteil am Erfolg unser­er Auswahlmannschaften bei Schul­turnieren hat.

Es spiel­ten:

Finn Schilk (11)

Georg Hirseko­rn (11)

Lunis Has­sa (11)

Jean Jurows­ki (10a)

Vin Tränkn­er (9d)

Hannes Hill­mann (9c)

Aure­lius Ben­der (8c)

Christoph Kühn (8c)

Vin­cent Wal­ter (7c)

„Leuchtende Freiheit“ im Kunstkraftwerk Leipzig

Die Schü­lerin­nen und Schüler der Klasse 10a, die sich bere­its in ihrem Beitrag zum Geschichtswet­tbe­werb des Bun­de­spräsi­den­ten inten­siv mit den Ereignis­sen des Herb­stes 1989 auseinan­derge­set­zt haben, hat­ten Gele­gen­heit, im Kun­stkraftwerk eine beein­druck­ende 360-Grad-Pro­­jek­­tion zu erleben. Diese immer­sive Instal­la­tion beleuchtet die deutsche Geschichte vom Ende des Zweit­en Weltkriegs bis zur Friedlichen Rev­o­lu­tion in Leipzig und der darauf­fol­gen­den Wiedervere­ini­gung basierend auf orig­i­nalen Fotos sowie Ton- und Film­doku­menten.

Nach einem ein­führen­den Video von Prof. Dr. Markus Löf­fler, dem Ini­tia­tor des Pro­jek­ts, taucht­en die Schü­lerin­nen und Schüler in die beson­dere Atmo­sphäre der ehe­ma­li­gen Maschi­nen­halle ein und erlebten die Instal­la­tion haut­nah. Im Anschluss hat­ten sie die Möglichkeit, sich mit Ober­bürg­er­meis­ter Burkhard Jung über ihre Ein­drücke auszu­tauschen und darüber zu disku­tieren, welche Bedeu­tung diese his­torischen Ereignisse für ihr eigenes Leben haben.

Darüber hin­aus beschäftigten sie sich in einem Work­shop mit Videoaufze­ich­nun­gen von Zeitzeug­in­nen und Zeitzeu­gen der Ereignisse von 1989. In kreativ­er Auseinan­der­set­zung gestal­teten sie eigene Plakate, die aktuelle Her­aus­forderun­gen (junger) Men­schen in Deutsch­land reflek­tieren.

Das Pro­jekt „Leuch­t­ende Frei­heit“ hat das Ziel, Geschichte und das Bewusst­sein dafür lebendig zu hal­ten. Es möchte den jun­gen Men­schen ver­mit­teln, dass Frei­heit, Demokratie und Zivil­courage keine Selb­stver­ständlichkeit­en sind, son­dern ger­ade in Ost­deutsch­land hart erkämpfte Werte, die es zu vertei­di­gen gilt. Daher bedarf es auch weit­er­hin eines engagierten Ein­satzes für die Demokratie, um diese Errun­gen­schaften zu bewahren.

Dr. Nad­ja Braun

Ein Tisch voller Geschichten – Fest der Kulturen im GeWi-Profil Klassenstufe 9

Im Rah­men unseres gesellschaftswis­senschaftlichen Pro­fils zum The­ma „Migra­tion, Kul­tur und Heimat“ wurde unser Klassen­z­im­mer für einen Nach­mit­tag zu einem Ort, an dem Vielfalt nicht nur besprochen, son­dern gelebt wurde.
Statt Präsen­ta­tio­nen oder Arbeits­blät­tern stand dies­mal etwas anderes im Mit­telpunkt: ein gemein­sames Festessen, zu dem jede und jed­er ein Gericht aus der eige­nen Kul­tur oder famil­iären Tra­di­tion mit­brachte.
Schon beim Betreten des Raumes wurde klar, dass es sich um etwas Beson­deres han­delte. Der Duft ver­schieden­ster Speisen lag in der Luft, Far­ben und For­men mis­cht­en sich zu einem beein­druck­enden Gesamt­bild. Neben ver­traut­en Klas­sik­ern wie Erd­beerkuchen, Kartof­fel­salat oder Brot mit Käse und But­ter fan­den sich auch viele Gerichte, die für einige von uns ganz neu waren: knus­prige Lumpia, würzige Kibbeh Ksabe, cremiger Hum­mus oder Bata­ta Har­ra. Auch veg­ane Klöpse, gefüllte Wein­blät­ter (Dol­ma), Bli­n­is, Oladush­ki (Eierkuchen) und frit­tierte Reis­bällchen zeigten, wie vielfältig Esskul­turen sein kön­nen. Selb­st ein­fache Dinge wie Gemüse mit Brot oder mexikanis­che Chips wur­den Teil dieses bun­ten Buf­fets.
Doch es ging an diesem Tag um weit mehr als nur ums Essen. Hin­ter jedem Gericht stand eine Geschichte – von Herkun­ft, Fam­i­lie, Erin­nerun­gen und Iden­tität. Während wir gemein­sam aßen, kamen wir ins Gespräch: darüber, woher die Rezepte stam­men, wer sie zubere­it­et hat und welche Bedeu­tung sie für die jew­eilige Per­son haben. Plöt­zlich wurde aus einem ein­fachen Gericht ein Stück Heimat.
Ger­ade in ein­er Zeit, in der The­men wie Migra­tion und kul­turelle Unter­schiede oft kon­tro­vers disku­tiert wer­den, hat dieses Fest gezeigt, wie verbindend Vielfalt sein kann. Es hat uns daran erin­nert, dass „Heimat“ für jeden etwas anderes bedeutet – und dass genau darin eine große Stärke liegt. Nie­mand musste sich erk­lären oder recht­fer­ti­gen; stattdessen ent­stand ein Raum der Offen­heit, Neugi­er und gegen­seit­i­gen Wertschätzung.
Beson­ders berührend war zu sehen, wie selb­stver­ständlich wir alle miteinan­der geteilt haben – nicht nur das Essen, son­dern auch unsere Geschicht­en. Unter­schiede wur­den nicht als tren­nend wahrgenom­men, son­dern als Bere­icherung. Für viele war es eine neue Erfahrung, sich auf unbekan­nte Geschmäck­er einzu­lassen und gle­ichzeit­ig ein Stück von sich selb­st zu zeigen. Dieses Festessen war mehr als eine unter­richtliche Ver­anstal­tung. Es war ein gelebtes Beispiel für Inklu­sion und Diver­sität – und vielle­icht auch ein klein­er Schritt hin zu mehr Ver­ständ­nis füreinan­der. Denn manch­mal braucht es gar nicht viele Worte, um sich näherzukom­men. Manch­mal reicht ein gemein­samer Tisch.

Lil­ly Wern­er (Klasse 9)

Workshop zu „Heimsuchung“ in der Deutschen Nationalbibliothek

Die Abitur­prü­fun­gen 2026 näh­ern sich, und erst­mals ste­ht in diesem Jahr der Roman „Heim­suchung“ von der Book­er-Preisträgerin Jen­ny Erpen­beck auf der Liste der Pflichtlek­türen. Das Deutsche Exi­larchiv 1933–1945, ange­siedelt an der Deutschen Nation­al­bib­lio­thek in Frank­furt, hat dies zum Anlass genom­men, einen Work­shop für Schü­lerin­nen und Schüler zu gestal­ten. Das Exi­larchiv ver­ste­ht sich dabei als „Kampfmit­tel gegen das sich von neuem erfrechende Naz­i­tum“ und engagiert sich in sein­er kul­turellen Bil­dungsar­beit gegen Anti­semitismus sowie gegen jede Form grup­pen­be­zo­gen­er Men­schen­feindlichkeit.

Im Mit­telpunkt des Work­shops standen die The­men Heimatver­lust und Exil, die in Erpen­becks Roman behan­delt wer­den. Der Leis­tungskurs Deutsch 12 hat­te die Gele­gen­heit, an diesem Work­shop teilzunehmen, der von Jesko Ben­der in der DNB Leipzig geleit­et wurde. Die Schü­lerin­nen und Schüler tauscht­en sich mit Her­rn Ben­der über ihre Leseer­fahrun­gen und Ein­drücke aus und ver­tieften sich in Grup­pe­nar­beit inten­siv in ver­schiedene Tex­tauszüge aus „Heim­suchung“. Dabei wur­den auch Orig­i­nalob­jek­te aus der Samm­lung des Deutschen Exi­larchivs ein­be­zo­gen. Beispiel­sweise wur­den Lis­ten jüdis­ch­er Auswan­der­er betra­chtet, die gezwun­gen waren, vor ihrer Aus­reise ihr streng reg­uliertes Eigen­tum aufzulis­ten, sowie ein „Juden­stern“ aus dem beset­zten Frankre­ich, den jüdis­che Men­schen an ihrer Klei­dung tra­gen mussten. Zudem wurde eine Pack­ung Pud­ding­pul­ver gezeigt, die zum Schmuggeln regimekri­tis­ch­er Texte genutzt wurde.

Bere­its der bewusst mehrdeutig gewählte Roman­ti­tel „Heim­suchung“ gibt Anlass zu unter­schiedlichen Deu­tungsan­sätzen. Der neue Zugang über die Objek­te ermöglichte nun ein weit­er ver­tieftes Ver­ständ­nis der Texte und verdeut­lichte die Vielschichtigkeit der einzel­nen Kapi­tel des Romans.

Dr. Nad­ja Braun

Náboj-Wettbewerb 2026

Am let­zten Fre­itag, dem 13.03.2026, nah­men Ron­ja Fricke, Lena Flade, Helene Berg­er, Flo­rentin Herndl und Hans Gehlert am inter­na­tionalen Náboj-Wet­t­be­werb teil. Während dieses Math­­e­­matik-Wet­t­be­werbs, der dieses Jahr in 23 Län­dern aus­ge­tra­gen wurde, mussten die Schü­lerin­nen und Schüler inner­halb von zwei Stun­den gemein­sam so viele Auf­gaben wie möglich lösen. Gefragt waren dabei neben reinem Fach­wis­sen kreative und orig­inelle Lösungswege sowie vielfältige Prob­lem­löses­trate­gien.  

Passend zur Anzahl der teil­nehmenden Län­der belegte unser Team im Lokalauss­cheid den 23. Platz. Auch wenn dies in Leipzig den let­zten Platz bedeutete, so spiegelt das Ergeb­nis mit 12 gelösten Auf­gaben eine sen­sa­tionelle Gemein­schaft­sleis­tung wider, gin­gen doch in Leipzig alle Teams aus Sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Thürin­gen, Bran­den­burg und Berlin mit ihren jew­eili­gen natur­wis­senschaftlichen Spezial­gym­nasien an den Start.

Zu dem fan­tastis­chen Ergeb­nis möchte ich Ron­ja, Lena, Helene, Flo­rentin und Hans noch ein­mal ganz her­zlich grat­ulieren.

Falk Fren­zel

PS: Wer sich selb­st ein­mal an den Auf­gaben pro­bieren möchte, find­et diese unter dem QR-Code.

Erneut ganz vorn: Lilly Werner gewinnt Regionalwettbewerb

Mit großem Erfolg nahm das Friedrich-Arnold-Brock­­haus-Gym­­na­si­um auch in diesem Jahr am Region­al­wet­tbe­werb des bun­desweit­en Pro­jek­ts Jugend debat­tiert teil. Die Schü­lerin­nen und Schüler des FAB überzeugten durch fundiertes Sach­wis­sen, klare Argu­men­ta­tion­sstruk­turen und rhetorische Sicher­heit.

In der Alters­gruppe II ver­trat­en Lena (Klasse 10b) und Anton (Klasse 10) die Schule. In der Alters­gruppe I gin­gen Maya (Klasse 8a) und Lil­ly Wern­er (Klasse 9d) an den Start. Alle Teil­nehmenden hat­ten sich im Vor­feld inten­siv auf die anspruchsvollen Debat­ten vor­bere­it­et.

Der Wet­tbe­werb bestand aus zwei Qual­i­fika­tion­srun­den, in denen sich die Debat­tieren­den für die Final­runde empfehlen mussten.

In der Alters­gruppe I wur­den fol­gende Fra­gen debat­tiert:

  • Sollen Haustier­hal­ter zum Abschluss ein­er Tierkranken­ver­sicherung verpflichtet wer­den?
  • Soll für Pri­vat­gärten eine insek­ten­fre­undliche Gestal­tung vorgeschrieben wer­den?
  • Sollen die Schul­wege in Leipzig durch Lot­sen abgesichert wer­den?

In der Alters­gruppe II standen diese The­men im Mit­telpunkt:

  • Sollen Lokalzeitun­gen staatliche Förderung erhal­ten?
  • Sollen „Kaufe jet­zt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen ver­boten wer­den?
  • Soll die Veröf­fentlichung von Wahlum­fra­gen im Vor­feld von Wahlen ver­boten wer­den?

Beson­ders erfol­gre­ich war Lil­ly Wern­er, die sich mit überzeu­gen­den Leis­tun­gen in den Qual­i­fika­tion­srun­den für das Finale der Alters­gruppe I qual­i­fizierte. In der abschließen­den Debat­te zur Frage der Absicherung von Schul­we­gen durch Lot­sen zeigte sie ein außergewöhn­lich hohes Maß an Sachken­nt­nis, Aus­drucksver­mö­gen und Überzeu­gungskraft und belegte den 1. Platz.

Mit diesem Sieg qual­i­fizierte sie sich für das Lan­des­fi­nale von Jugend debat­tiert, das am 13. April in Dres­den im Land­tag stat­tfind­en wird. Dort wird sie den Ver­bund Leipzig vertreten.

Das FAB ist außeror­dentlich stolz auf diesen Erfolg, zumal Lil­ly Wern­er bere­its zum zweit­en Mal in Folge den Region­al­wet­tbe­werb gewin­nen kon­nte und damit ihre her­aus­ra­gen­den rhetorischen Fähigkeit­en erneut unter Beweis stellte.

Der Wet­tbe­werb wurde von zahlre­ichen Vertreterin­nen und Vertretern des Pro­jek­ts sowie der Stadt Leipzig begleit­et. Anwe­send waren unter anderem die Lan­desko­or­di­na­torin Frau Kaboth, der Leit­er von Jugend debat­tiert Dr. Jan-Jonathan Bock, sowie Vic­ki Felthaus, Bürg­er­meis­terin und Beige­ord­nete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig. Die organ­isatorische Koor­di­na­tion vor Ort lag bei Frau Dr. Hallek.

Ein beson­der­er Dank gilt außer­dem den vie­len Schü­lerin­nen und Schülern und den Lehrkräften des FAB, die als Juror­in­nen und Juroren zum Gelin­gen der Ver­anstal­tung beitru­gen.

Die Schul­ge­mein­schaft grat­uliert allen Teil­nehmenden her­zlich zu ihren Leis­tun­gen und wün­scht Lil­ly Wern­er viel Erfolg beim Lan­des­fi­nale in Dres­den.

Für das Jugend-debat­tiert-Team

Ann-Kathrin Wald­herr