Hier findest Du die Blogbeiträge des Schuljahres 2024/25

Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.

Leo-Trepp-Schülerpreis 2026 für das Samuel-Lampel-Projekt

Der Leo-Trepp-Schüler­preis möchte jüdis­ches Leben und jüdis­che Kul­tur in Deutsch­land sicht­bar machen. Der diesjährige Wet­tbe­werb stand unter dem Mot­to „Ein Volk. Viele Gesichter.“ Die Schü­lerin­nen und Schüler unser­er Klasse 10a haben dazu einen Beitrag mit dem Titel „Samuel Lam­pel – der Brück­en­bauer“ ein­gere­icht, in dem sie das Leben, Wirken und Nach­wirken dieses Leipziger Kan­tors, Kom­pon­is­ten und Lehrers auf beein­druck­ende Weise sicht­bar gemacht haben. Für diese Leis­tung wur­den sie in Anwe­sen­heit der Vorständin der Stiftung Gun­da Trepp zu Recht mit dem 2. Platz aus­geze­ich­net.


Bei der Preisver­lei­hung am 16. Juni 2026 im Säch­sis­chen Land­tag hob Staatssekretär Wil­fried Küh­n­er in sein­er Lau­da­tio für den 2. Platz die beson­dere Bedeu­tung solch­er Pro­jek­te her­vor: „Die Pro­jek­te ste­hen exem­plar­isch für das Anliegen des Leo-Trepp-Preis­es – und für das, was das Jahr der jüdis­chen Kul­tur in Sach­sen sicht­bar machen will: dass Erin­nerung mehr ist als Rück­blick. Sie ist eine Grund­lage für demokratis­ches Han­deln heute.”


Der Schüler­wet­tbe­werb fördert auf beson­dere Weise die Auseinan­der­set­zung mit jüdis­ch­er Reli­gion und Kul­tur: Die Teil­nehmenden begeben sich auf Spuren­suche – meist im eige­nen Umfeld – und machen dabei sicht­bar, wie sehr Deutsch­land durch jüdis­che Mit­bürg­erin­nen und Mit­bürg­er geprägt wurde und wird. Das Pro­jekt leis­tet damit nicht nur einen wichti­gen Beitrag zur Demokratieförderung, son­dern auch zur Anti­semitismus­präven­tion und zur kri­tis­chen Reflex­ion eigen­er Vorurteile.


Wir grat­ulieren der Klasse 10a her­zlich zu diesem ver­di­en­ten Erfolg!


Die Ausstel­lung zum Samuel-Lam­pel-Pro­­jekt ist bis Ende August 2026 im Leipziger Schul­mu­se­um am Goerdel­er­ring zu sehen.


Dr. Nad­ja Braun

Besuch von Campus France im Grundkurs Französisch 11

Deutsch­land und Frankre­ich verbindet eine enge Part­ner­schaft, die in Poli­tik, Wirtschaft, Kul­tur und Bil­dung fest ver­ankert ist. Die his­torisch gewach­sene Fre­und­schaft eröffnet heute vielfältige Bil­­dungs- und Beruf­sper­spek­tiv­en in bei­den Län­dern. Und wer kön­nte unseren Schüler:innen diese Chan­cen authen­tis­ch­er näher­brin­gen als die franzö­sis­che Botschaft selb­st?

 

Aus diesem Grund hat Cam­pus France Anfang Juni den Grund­kurs Franzö­sisch 11 besucht. Als Ein­rich­tung des franzö­sis­chen Außen­min­is­teri­ums ist die Organ­i­sa­tion in Deutsch­land an die franzö­sis­che Botschaft in Berlin ange­bun­den und ver­fol­gt das Ziel, deutsche Schüler:innen und Studierende über Aus­land­saufen­thalte zu informieren und sie bei deren Pla­nung zu unter­stützen.

 

Während ihres Vor­trags stell­ten Iso­line Rossi (Ansprech­per­son von Cam­pus France Deutsch­land) und Ans­gar Reich (Kor­re­spon­dent des Alum­ni-Net­zw­erks in Leipzig) in franzö­sis­ch­er Sprache ver­schiedene Mobil­ität­spro­gramme – darunter Eras­mus+, die Deutsch-Franzö­­sis­che Hochschule und mobik­lasse – vor und informierten unter anderem über Finanzierungsmöglichkeit­en. Im Anschluss hat­ten die Schüler:innen bei Snacks und Getränken die Gele­gen­heit, mit bei­den Referent:innen ins Gespräch zu kom­men, Nach­fra­gen zu stellen und sich per­sön­lich auszu­tauschen.

 

Die Ver­anstal­tung hat ein­drucksvoll gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeit­en für einen län­geren Bil­dungsaufen­thalt in Frankre­ich sein kön­nen. Für die inter­es­san­ten Ein­blicke und den anre­gen­den Aus­tausch bedanken wir uns her­zlich bei Cam­pus France.

 

Jun An Chen und der Grund­kurs Franzö­sisch 11

Starke Leistung beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin

In diesem Jahr fan­den die Bun­des­final­t­age von Jugend debat­tiert in Berlin unter ganz beson­deren Vorze­ichen statt: Der Wet­tbe­werb feierte sein 25-jähriges Jubiläum – ein Viertel­jahrhun­dert Debat­tenkul­tur, klare Argu­mente und faires Stre­it­en. Auch der Bun­de­spräsi­dent war vor Ort und würdigte damit die Bedeu­tung dieses bun­desweit­en Wet­tbe­werbs für Demokratiebil­dung und poli­tis­che Teil­habe junger Men­schen.

Debat­tiert wurde auch in diesem Jahr wieder über aktuelle und gesellschaftlich rel­e­vante Fra­gen, unter anderem darüber, ob Con­tain­ern entkrim­i­nal­isiert wer­den soll oder ob aut­ofreie Son­ntage wieder einge­führt wer­den sollen. Die Bun­des­final­t­age zeigten ein­drucksvoll, wie gut Jugendliche kom­plexe The­men durch­drin­gen, ver­schiedene Per­spek­tiv­en ein­nehmen und ihre Posi­tio­nen überzeu­gend vertreten kön­nen.

Unsere Schü­lerin Lil­ly hat sich in bei­den Qual­i­fika­tion­srun­den her­vor­ra­gend geschla­gen. Sie führte Debat­ten auf sehr hohem Niveau, argu­men­tierte klar, reagierte aufmerk­sam auf ihre Mit­de­bat­tieren­den und bewies große Präsenz. Am Ende erre­ichte sie einen beein­druck­enden 8. Platz von 32 Teil­nehmenden.

Darauf kann Lil­ly mehr als stolz sein: Nach oben war wirk­lich nicht viel Luft – die Debat­tieren­den, die es ins Finale geschafft haben, lagen nur wenige Punk­te vor ihr. Lil­ly hat unsere Schule großar­tig vertreten und gezeigt, wie viel Sachken­nt­nis, Fair­ness und rhetorische Stärke in ihr steckt.

Wir grat­ulieren Lil­ly her­zlich zu dieser her­aus­ra­gen­den Leis­tung und freuen uns sehr über ihren Erfolg beim Bun­des­fi­nale von Jugend debat­tiert in Berlin!

Ann-Kathrin Wald­herr 
Schulko­or­di­na­torin Jugend debat­tiert 

MITGAS Schüler-Rafting

Bei son­nig­stem Wet­ter trafen wir uns am 28.05.2026, 9:00 Uhr vor der Wild­wasser­an­lage Markklee­bergs. Ger­ade wur­den die Schleusen geöffnet und viele Tausende Liter Wass­er füll­ten die Strecke. Ein sehr beein­druck­endes Schaus­piel, wir waren froh, eines dieser Begehrtheit gese­hen zu haben. Wir waren ein Team mit 7 Mit­gliedern, beste­hend aus Albert, Mat­teo, Hannes, Clara, Lau­ra, Paula und Jas­min, begleit­et von Frau Wes­solows­ki.

Nach der Ein­klei­dung, Boot­sein­weisung, dem Sicher­heit­strain­ing und einem Pro­belauf gab es zunächst 2 Zeitläufe. Dort belegten wir den Platz 7 von jew­eils 12 Teams.

Richtig Span­nend wurde es im zweit­en Teil, als nach dem KO-Sys­tem immer 2 Boote gegeneinan­der ein Ren­nen fuhren soll­ten. Dabei kon­nten wir 2 von 3 Ren­nen für uns entschei­den. Am Ende reichte es für den Platz 6.

Es war ein erleb­nis­re­ich­er Tag, der uns noch ein­mal ganz andere Dimen­sio­nen des Ele­ments Wass­er gezeigt hat.

Jas­min Prisky und Antje Wes­solows­ki

Musik gegen das Vergessen – Konzert und Workshop mit dem Duo WaltherBosch

Ein beson­deres musikalis­ches und his­torisches Erleb­nis erwartete heute die Klassen 9a und 9b unser­er Schule: Das Duo Walther­Bosch war zu Gast und gestal­tete ein ein­drucksvolles Konz­ert mit anschließen­dem Work­shop zum The­ma „Ver­femte Musik“. Auch eine Klasse der Ober­schule aus Schkeu­ditz nahm an der Ver­anstal­tung teil.

Das Duo beste­ht aus den Musik­erin­nen Cor­nelia Walther (Vio­lon­cel­lo) und Vanes­sa Bosch (Klavier). Seit 2012 treten die bei­den Kün­st­lerin­nen gemein­sam in Deutsch­land und Öster­re­ich auf und wid­men sich vor allem the­ma­tisch gestal­teten Konz­erten, in denen Musik mit his­torischen Tex­ten, Briefen und per­sön­lichen Schick­salen ver­bun­den wird. Beson­ders wichtig ist ihnen dabei die musikalis­che Bil­dungsar­beit mit Kindern und Jugendlichen.

Im Konz­ert erk­lan­gen Werke von Joachim Stutschewsky, Fritz Kreisler und Ilse Weber. Zwis­chen den Musik­stück­en erläuterten die Musik­erin­nen his­torische Hin­ter­gründe und berichteten unter anderem vom Reich­skul­turkam­merge­setz, den Berufsver­boten für jüdis­che Kün­st­lerin­nen und Kün­stler sowie der Ver­fol­gung viel­er Musik­er während der nation­al­sozial­is­tis­chen Dik­tatur.

Im anschließen­den Work­shop set­zten sich die Schü­lerin­nen und Schüler inten­siv­er mit dem The­ma auseinan­der. Dabei wurde the­ma­tisiert, dass jüdis­che Kün­st­lerin­nen und Kün­stler sowie amerikanis­che Musikrich­tun­gen wie Jazz diskri­m­iniert wur­den und als soge­nan­nte „ver­femte Musik“ gal­ten. Zudem wurde deut­lich, dass Kun­st und Musik nicht nur damals ver­boten und ver­fol­gt wur­den, son­dern dass es Aus­gren­zung von Kun­stschaf­fend­en auch heute noch in ver­schiede­nen Teilen der Welt gibt.

Anschaulich wurde dies unter anderem am Beispiel der Come­di­an Har­monists, zu denen Auss­chnitte aus einem Film gezeigt wur­den. In Grup­pe­nar­beit­en beschäftigten sich die Schü­lerin­nen und Schüler anschließend mit unter­schiedlichen The­men­bere­ichen wie den Biografien ver­fol­gter Kün­st­lerin­nen und Kün­stler, dem Leben in Konzen­tra­tionslagern oder dem Exil viel­er Musik­er in Hol­ly­wood. Immer wieder wurde der Work­shop durch musikalis­che Beiträge des Duos ergänzt, wodurch Geschichte und per­sön­liche Schick­sale beson­ders ein­drucksvoll ver­mit­telt wur­den.

Die Ver­anstal­tung bot den Jugendlichen nicht nur einen bewe­gen­den Ein­blick in die Musikgeschichte, son­dern regte auch zum Nach­denken über Frei­heit, Aus­gren­zung und die Bedeu­tung von Kun­st in der Gesellschaft an.

Christoph Balz­er und Ann-Kathrin Wald­herr

Preisträgerkonzert

Am 1. April um 18:30 Uhr war es wieder so weit: In der Aula des F.-A.-Brockhaus-Gymnasiums fand das diesjährige Konz­ert der Preisträgerin­nen und Preisträger statt – ein Abend voller beein­druck­ender Tal­ente und bewe­gen­der Beiträge. Bere­its im März hat­ten Schü­lerin­nen und Schüler aller Altersstufen ihr Kön­nen unter Beweis gestellt. Das Spek­trum war dabei so vielfältig wie die Schul­ge­mein­schaft selb­st: Von selb­st­geschriebe­nen Songs über aus­drucksstarke Rez­i­ta­tio­nen bis hin zu exper­i­mentellen dadais­tis­chen Gedicht­en war alles vertreten. Eine Jury aus Schü­lerin­nen und Schülern sowie Lehrkräften ermit­telte mith­il­fe eines aus­gek­lügel­ten Punk­tesys­tems die besten Beiträge. Diese durften nun im Rah­men des Konz­erts noch ein­mal auf großer Bühne präsen­tiert wer­den. Auch musikalisch hat­te der Abend einiges zu bieten: Es erk­lan­gen die Klänge von Block­flöte, Cel­lo, Trompete und Klavier. Beson­ders her­vorzuheben war der ein­drucksvolle Auftritt dreier Schüler der Jahrgangsstufe 12: Jan-Eric, Jonathan und Till präsen­tierten ein eigenes Arrange­ment für drei Klaviere, das von Till kom­poniert wor­den war. Doch auch die Lit­er­atur kam keineswegs zu kurz: Neben der bewe­gen­den Erleb­nis­geschichte ein­er Schü­lerin der 6. Klasse überzeugte Alexan­der (Kurs 11) erneut mit ein­er selb­st ver­fassten Kurzgeschichte und sorgte für lit­er­arischen Hochgenuss. Großen Applaus erhielt zudem eine Schü­lerin der 5. Klasse, die einen eige­nen Song für ihre beste Fre­undin geschrieben hat­te. Ein weit­eres High­light des Abends war der mehrstim­mige Vor­trag von Eme­ly, Louisa und Car­o­line (Klasse 8a), die mit „A Mil­lion Dreams“ das Pub­likum begeis­terten und tosenden Applaus erhiel­ten. Umrahmt wurde das abwech­slungsre­iche Pro­gramm von den Chören der Schule unter der Leitung von Frau Pen­zhorn und Her­rn Koken. Durch den Abend führten sou­verän und wort­ge­wandt Schü­lerin­nen der Klasse 10b. Den krö­nen­den Abschluss bildete die Schul­band, die mit ihren mitreißen­den Sounds dafür sorgte, dass das Pub­likum beschwingt und gut gelaunt nach Hause ging – und dabei sog­ar zum Mitk­latschen ani­miert wurde. Der Abend hat ein­mal mehr gezeigt, wie viele beein­druck­ende Tal­ente am F.-A.-Brockhaus-Gymnasium ver­sam­melt sind – und wie bere­ich­ernd es ist, ihnen eine Bühne zu geben. Ann-Kathrin Wald­herr

Medienscouts erhalten Publikumspreis beim „Erklärbär 2025/26“ 

Große Freude für die Medi­en­scouts des F.-A.-Brockhaus Gym­na­si­ums: Beim diesjähri­gen Erk­lärvide­owet­tbe­werb „Erk­lär­bär 2025/26“ kon­nten wir den Pub­likum­spreis gewin­nen!

Die Preisver­lei­hung fand am 1. April 2026 online über Zoom statt. Ab 17:00 Uhr wur­den die 15 besten Beiträge präsen­tiert, die von der Jury nominiert wor­den waren. Das Beson­dere: Das Pub­likum durfte live abstim­men und entschei­den, welch­er Film den Pub­likum­spreis erhält. Viele Unter­stützerin­nen und Unter­stützer – von Fam­i­lie bis Fre­un­deskreis – haben mit­ge­fiebert und für unseren Beitrag abges­timmt.

Dank dieser großar­ti­gen Unter­stützung kon­nten wir uns durch­set­zen und den Pub­likum­spreis inklu­sive eines Preis­geldes von 150 Euro sich­ern.

Alle ein­gere­icht­en Filme zeigten ein­drucksvoll, wie viel Kreativ­ität, Zeit und Engage­ment in den Pro­jek­ten steckt. Umso mehr freut es uns, dass unser Beitrag zum The­ma “Fake News” so viel Anklang gefun­den hat.

Wir sind stolz auf diese Leis­tung und bedanken uns her­zlich bei allen, die für uns abges­timmt haben!

Jen­ny Michael

Medienscouts beim kdd-forum 2026

Am 12. März 2026 nah­men wir als Medi­en­scouts am kdd-forum in der Quartierss­chule Ihmelsstraße teil. Gemein­sam mit vie­len anderen Leipziger Schulen tauscht­en wir uns zur „Kul­tur der Dig­i­tal­ität“ aus und kon­nten unsere eigene Arbeit vorstellen.

In Work­shops und Impulsen erhiel­ten wir viele neue Ein­blicke – etwa zu dig­i­tal gestütztem Ler­nen, Medi­enkom­pe­tenz und Schu­lor­gan­i­sa­tion. Beson­ders wertvoll war für uns der Aus­tausch mit anderen Medi­en­scouts und zu sehen, wie unter­schiedlich Schulen dig­i­tale Bil­dung umset­zen.

In unserem eige­nen Beitrag haben wir gezeigt, wie wir als Medi­en­scouts arbeit­en: Wir unter­stützen Mitschü­lerin­nen und Mitschüler als Ansprech­per­so­n­en, führen Work­shops zu The­men wie Cyber­mob­bing, Daten­schutz oder KI durch und helfen bei tech­nis­chen Fra­gen. Dabei arbeit­en wir nach dem Peer-to-Peer-Prinzip – also von Ler­nen­den für Ler­nende auf Augen­höhe. Beson­der­er Wert haben wir in unserem Beitrag darauf gelegt, einen Ein­blick in die Entwick­lung eines Work­shops zu gewähren. 

Das Forum hat uns noch ein­mal deut­lich gemacht, wie wichtig unsere Rolle für die Schule ist: Wir gestal­ten Medi­en­bil­dung aktiv mit, fördern eine pos­i­tive Medi­enkul­tur und brin­gen unsere Per­spek­tiv­en ein.

Mit vie­len neuen Ideen und Moti­va­tion kehren wir zurück und freuen uns darauf, unsere Arbeit weit­erzuen­twick­eln und neue Impulse an unser­er Schule umzuset­zen.

Jen­ny Michael

Erdbeben bei Leipzig – Schul-Seismograph schlägt an!

Ein ungewöhn­lich­es Natur­ereig­nis hat gestern für Auf­se­hen gesorgt: In der Region um Leipzig wurde ein Erd­beben der Stärke 3,0 reg­istri­ert – deut­lich spür­bar, aber glück­licher­weise völ­lig unge­fährlich. Den­noch: Ein solch­es Beben direkt vor unser­er „Haustür“ ist alles andere als alltäglich!

Was dabei beson­ders beein­druckt: Während viele das Ereig­nis nur kurz wahrnah­men, lieferte unser Schul-Seis­­mo­­graph präzise Mess­dat­en in Echtzeit. Das empfind­liche Gerät zeich­nete die Erschüt­terun­gen zuver­läs­sig auf und bewies ein­mal mehr seine Leis­tungs­fähigkeit. Ein echter „Prax­is-Test“, wie er span­nen­der kaum sein kön­nte!

Doch woher kommt ein Erd­beben in unser­er Region? Die Antwort liegt tief unter unseren Füßen. Die Erd­kruste ist auch hier ständig in Bewe­gung. Im Vogt­land tre­f­fen gle­ich mehrere Gebirgsrich­tun­gen aufeinan­der – darunter der Thüringer Wald, das Erzge­birge und das Fichtel­ge­birge. In diesem kom­plex­en Span­nungs­feld kommt es immer wieder zu kleineren tek­tonis­chen Aktiv­itäten. Dass sich diese Kräfte nun bis unter unsere Region bemerk­bar gemacht haben, zeigt: Die Prozesse der Gebirgs­bil­dung sind noch lange nicht abgeschlossen.

Das aktuelle Ereig­nis knüpft direkt an das an, was unsere Schü­lerin­nen und Schüler bere­its im Unter­richt erleben kon­nten. Beim Besuch von Dr. Olaf Hell­wig von der TU Bergakademie Freiberg wurde ein­drucksvoll gezeigt, wie mod­erne Geo­physik funk­tion­iert. Gemein­sam führten die Geo­gra­phiekurse der 11. Klasse ein Exper­i­ment durch, bei dem der Schul-Seis­­mo­­graph selb­st kle­in­ste Erschüt­terun­gen – sog­ar durch einen gemein­samen Sprung – sicht­bar machte.

Nun hat die Natur selb­st „mit­ge­spielt“ und ein echt­es Erd­beben geliefert! Damit wurde greif­bar, was son­st oft abstrakt bleibt: Seis­mis­che Wellen ver­rat­en uns eine Menge über das Innere unseres Plan­eten – und unser Seis­mo­graph ist mit­ten­drin.

Ein span­nen­der Moment für unsere Schule, der zeigt: Wis­senschaft passiert nicht nur im Lehrbuch, son­dern direkt vor unser­er Haustür!

HIER kommst du direkt zum Seis­mo­graphen.

Lilly Werner siegt beim Landesfinale „Jugend debattiert“ in Dresden 

Am 13. April 2026 stand Dres­den ganz im Zeichen des Wet­tbe­werbs „Jugend debat­tiert“. Am Vor­mit­tag trafen sich die besten Debat­tan­tinnen und Debat­tan­ten Sach­sens im Romain-Rol­­land-Gym­­na­si­um, bevor am Nach­mit­tag das große Finale im Säch­sis­chen Land­tag aus­ge­tra­gen wurde.

Bere­its die Qual­i­fika­tion­srun­den ver­langten den Teil­nehmenden einiges ab. In der Alters­gruppe I (Klasse 8 und 9) wurde zunächst darüber debat­tiert, ob Schü­lerin­nen und Schüler zu Beginn des Schul­t­ages ihr Smart­phone abgeben müssen. In der zweit­en Runde ging es um die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rund­funk mehr Rand­sportereignisse über­tra­gen soll.

Hier zeigte Lil­ly Wern­er aus der Klasse 9d des Friedrich-Arnold-Brock­­haus-Gym­­na­si­ums ein­drucksvoll ihr Kön­nen. Mit großer Sou­veränität, klar struk­turi­erten Argu­menten und bemerkenswert­er sprach­lich­er Präzi­sion überzeugte sie bere­its in diesen Run­den und qual­i­fizierte sich ver­di­ent für das Finale im Säch­sis­chen Land­tag. Schon hier wurde deut­lich: Lil­ly ist nicht nur eine starke Debat­tan­tin des Region­alver­bunds Leipzig – sie ist eine der besten im Lan­deswet­tbe­werb.

Am Nach­mit­tag fol­gte der Höhep­unkt des Tages im Säch­sis­chen Land­tag. Im Finale der Alters­gruppe I wurde die anspruchsvolle Frage disku­tiert, ob ein verpflich­t­en­des Poli­tikprak­tikum für Schü­lerin­nen und Schüler einge­führt wer­den soll.

Die Debat­te zeigte ein außergewöhn­lich hohes Niveau: Alle Final­istin­nen und Final­is­ten argu­men­tierten dif­feren­ziert, reagierten schlagfer­tig aufeinan­der und macht­en der Jury die Entschei­dung alles andere als leicht. Ger­ade in diesem starken Teil­nehmer­feld bewies Lil­ly erneut ihr außergewöhn­lich­es Kön­nen. Sie blieb ruhig, reagierte flex­i­bel auf Gege­nar­gu­mente und führte ihre Posi­tion überzeu­gend weit­er.

Ihr Erfolg ist dabei kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis kon­tinuier­lich­er Entwick­lung: Bere­its im ver­gan­genen Jahr stand Lil­ly im Lan­des­fi­nale und erre­ichte einen starken drit­ten Platz – nur ganz knapp am Einzug nach Berlin vor­bei. Umso beein­druck­ender ist ihre diesjährige Leis­tung, mit der sie ein­drucksvoll gezeigt hat, dass sie mehr als würdig ist, Sach­sen auf Bun­de­sebene zu vertreten.

Am Ende wurde ihr Ein­satz belohnt: Lil­ly Wern­er erre­ichte einen her­vor­ra­gen­den 2. Platz und qual­i­fizierte sich damit für das Bun­des­fi­nale in Berlin, das tra­di­tionell im Juni stat­tfind­et.

Auch in der Alters­gruppe II gab es Grund zur Freude aus Leipziger Sicht: Lil­ly Ann Thi­er vom Gym­na­si­um am Pal­men­garten kon­nte sich den Sieg sich­ern. Damit wird Sach­sen beim Bun­des­fi­nale gle­ich von zwei Leipzigerin­nen vertreten. Ein mehr als starkes Ergeb­nis.

Der Wet­tbe­werb fand mit dem Finale im Land­tag einen würdi­gen Abschluss. In dieser beson­deren Atmo­sphäre wurde ein­mal mehr deut­lich, wie wichtig es ist, Argu­mente sach­lich auszu­tauschen und Posi­tio­nen überzeu­gend zu vertreten.

Eines ste­ht fest: Mit Lil­ly Wern­er geht eine her­aus­ra­gende Debat­tan­tin nach Berlin – und vor allem eine Schü­lerin des FAB, die mit Tal­ent, Ehrgeiz und Lei­den­schaft begeis­tert hat.

Ann-Kathrin Wald­herr (Schulko­or­di­na­torin Jugend debat­tiert)