Hier findest Du die Blogbeiträge der vergangenen Schuljahre
Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.
Aufbruch statt Auflösung: Förderverein stellt Weichen für die Zukunft
Die Mitgliederversammlung des Fördervereins am 29. Oktober 2026 stand ganz im Zeichen eines personellen Neuanfangs. Was zunächst nach einer ungewissen Zukunft für den Verein aussah, entwickelte sich im Laufe des Abends zu einem erfreulichen Aufbruch: Mit Barbara Schumann und Katja Thomas übernehmen zwei engagierte Mütter die Führung des Fördervereins.
Eigentlich stand auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung lediglich die Wahl eines neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Die Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers, Herrn Brumme, war ausgelaufen. Aus persönlichen Gründen hatte er sich entschieden, nicht erneut zu kandidieren. Auch der langjährige Vorsitzende, Herr A. Eichelbaum, kündigte an, sein Amt nach Ablauf seiner Amtszeit im Herbst 2027 aus persönlichen Gründen niederlegen zu wollen.
Damit stand der Förderverein vor einer schwierigen Situation: Sollten sich keine Nachfolger finden, drohten mittelfristig die Auflösung und Abwicklung des Vereins. Ein solcher Schritt wäre ein erheblicher Verlust für unsere Schulgemeinschaft, denn der Förderverein unterstützt seit vielen Jahren zahlreiche schulische Projekte und Aktivitäten, die ohne seine Hilfe kaum möglich wären.
In der anschließenden Diskussion meldete sich auch Harald Otto zu Wort, der das F.-A.-Brockhaus-Gymnasium von seiner Gründung im Jahr 1992 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2005 geleitet hatte. Mit eindringlichen Worten appellierte er an die Anwesenden: „Lassen Sie uns nicht übereinander sprechen, sondern miteinander. Es muss ein Kompromiss gefunden werden.“
Sein Appell blieb nicht ohne Wirkung. Im Verlauf der Versammlung erklärten sich schließlich zwei anwesende Mütter bereit, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Fördervereins gemeinsam zu gestalten.
Damit nahm die Mitgliederversammlung eine überraschende Wendung: Herr A. Eichelbaum bot an, sein Amt als Vorsitzender bereits an diesem Abend niederzulegen, um den Weg für einen vollständigen personellen Neuanfang freizumachen. Die Satzung des Fördervereins ermöglichte eine entsprechende Neuwahl nach einer Änderung der Tagesordnung.
Zunächst wurde Frau Katja Thomas wie ursprünglich vorgesehen einstimmig zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Anschließend erklärte Herr A. Eichelbaum seinen Rücktritt als Vorsitzender mit sofortiger Wirkung. Nach einer ebenfalls einstimmig beschlossenen Änderung der Tagesordnung wählten die anwesenden Mitglieder Frau Barbara Schumann einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Fördervereins.
Für Kontinuität sorgen Frau Brunn, die weiterhin das Amt der Schatzmeisterin ausübt, sowie Herr F. Eichelbaum, der dem Verein als PR-Manager erhalten bleibt.
Unser besonderer Dank gilt Herrn A. Eichelbaum und Herrn Brumme für ihr Engagement, ihre investierte Zeit und ihren Einsatz zugunsten unserer Schulgemeinschaft. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass der Förderverein zahlreiche Vorhaben unterstützen und das Schulleben bereichern konnte.
Gleichzeitig gratulieren wir Frau Barbara Schumann und Frau Katja Thomas herzlich zu ihrer Wahl und danken ihnen für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Es ist keineswegs selbstverständlich, sich neben Familie, Beruf und Alltag ehrenamtlich für die Schulgemeinschaft einzusetzen.
Die Mitgliederversammlung hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich auch schwierige Situationen durch Gesprächsbereitschaft, gemeinsames Handeln und persönliches Engagement lösen lassen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand und wünschen ihm für die kommenden Aufgaben viel Erfolg, Freude und eine glückliche Hand. Vor allem aber freuen wir uns, dass unser Förderverein auch künftig ein verlässlicher Partner unserer Schule bleibt!
Text: Maria Moeßner
Demokratie hautnah – Unsere 9. Klassen zu Gast im Sächsischen Landtag
Wie entsteht eigentlich ein Gesetz? Und wie fühlt es sich an, selbst politische Entscheidungen zu treffen? Diesen Fragen gingen unsere Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen am 28.10.2026 bei einem Besuch im Sächsischen Landtag in Dresden auf den Grund. Statt Politik nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, schlüpften sie für vier Stunden selbst in die Rolle von Landtagsabgeordneten.
Im Mittelpunkt des Planspiels „Willkommen in der Legislative!“ stand ein fiktives Gesetzgebungsvorhaben, das unmittelbar an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfte: Soll an weiterführenden sächsischen Schulen das Fach „Praktische Lebensführung“ verpflichtend eingeführt werden?
Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler Rollenkarten, mit denen sie unterschiedlichen Fraktionen und politischen Positionen zugeordnet wurden. Anschließend begann die eigentliche parlamentarische Arbeit: In Fraktionssitzungen und Arbeitskreisen sammelten sie Argumente für und gegen den Gesetzentwurf, entwickelten gemeinsame Positionen und bereiteten die weiteren Beratungen vor.
Besonders spannend wurde es in den Ausschusssitzungen. Hier trafen die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Fraktionen aufeinander und führten eine Expertenanhörung durch. Dabei konnten sie Fachleute, deren Rollen von den begleitenden Lehrkräften übernommen wurden, befragen und die jeweiligen Einschätzungen in ihre Überlegungen einbeziehen. Schnell zeigte sich, dass politische Entscheidungen selten einfach sind und unterschiedliche Interessen und Argumente sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen.
Nach weiteren Beratungen innerhalb der Fraktionen und der Vorbereitung ihrer Redebeiträge folgte schließlich der Höhepunkt des Tages: die große Plenardebatte im Sitzungssaal des Sächsischen Landtags. Am Rednerpult vertraten die Jugendlichen ihre Positionen, setzten sich mit Gegenargumenten auseinander und warben um Zustimmung für ihre jeweiligen Standpunkte. Anschließend wurde über den Gesetzentwurf abgestimmt – mit einem eindeutigen Ergebnis: Das Gesetz zur verpflichtenden Einführung des Schulfachs „Praktische Lebensführung“ fand keine Mehrheit und wurde abgelehnt.
Doch unabhängig vom Abstimmungsergebnis war das Planspiel eine wertvolle Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten unmittelbar erleben, wie parlamentarische Demokratie funktioniert, welche Bedeutung Fraktionen und Ausschüsse haben und warum Diskussionen, Kompromisse und Mehrheitsentscheidungen wesentliche Bestandteile demokratischer Prozesse sind.
Der Besuch im Sächsischen Landtag machte deutlich: Demokratie lebt vom Mitdenken, Mitreden und Mitentscheiden – und lässt sich am besten verstehen, wenn man sie selbst erlebt.
Für die Fachschaft GRW: Maria Moeßner
Finissage der Samuel-Lampel-Ausstellung im Schulmuseum
Bis Anfang Oktober war die Ausstellung zum Samuel-Lampel-Projekt der ehemaligen Klasse 10a im Leipziger Schulmuseum am Goerdelerring zu sehen. Anlässlich des Ausstellungsendes lud Museumsleiter Dr. Jörn-Michael Goll alle Beteiligten sowie Freundinnen, Freunde und Unterstützerinnen und Unterstützer zu einer Finissage ein.
Als Hauptredner konnte der Musikjournalist Claus Fischer gewonnen werden. Er gab einen Einblick in das musikalische Werk Samuel Lampels und ging insbesondere auf die Bedeutung der Orgel in liberalen jüdischen Gemeinden sowie auf Lampels Beitrag zur jüdischen Musikgeschichte ein. Dabei würdigte er ganz besonders das Engagement des Leipziger Synagogalchors unter Leitung von Philipp Goldmann, der ebenfalls anwesend war. Der Chor setzt sich seit Langem für das musikalische Erbe Samuel Lampels ein, hat mehrere Konzerte mit seiner Musik gegeben und 2023 eine CD mit Lampels „Abendgebet für Schabbat“ aufgenommen.
Philipp Romer verlas ein Grußwort des Musikwissenschaftlers Thomas Schinköth, der eine Biografie über Samuel Lampel veröffentlicht und das Projekt von Beginn an unterstützt hat. Anschließend gaben Evelin Tóth und Cara Migalk in ihrem Vortrag einen Überblick über Leben und Wirken Samuel Lampels sowie einen Einblick in die Entstehung des Schulprojekts, das in diesem Jahr im sächsischen Landtag mit einem Preis im Schülerwettbewerb der Leo-Trepp-Stiftung ausgezeichnet wurde.
Die Ausstellung über Samuel Lampel wird voraussichtlich als Nächstes im Ariowitsch-Haus im Waldstraßenviertel zu sehen sein. Dort wird Thomas Schinköth am 17. November 2026 um 19:30 Uhr im Rahmen des Festivals „Europäische Notenspuren 2026“ einen Vortrag über Samuel Lampel halten und auch der Leipziger Synagogalchor wird zu diesem Anlass auftreten.
Außerdem sind alle am 6. November 2026 um 17 Uhr in die Alte Börse Leipzig eingeladen. Dort werden Evelin und Cara am „Tag der Stadtgeschichte 2026“, der sich im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 – Tacheles“ speziell der jüdischen Stadtgeschichte Leipzigs widmet und vom Stadtgeschichtlichen Museum gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow ausgerichtet wird, unser Schulprojekt der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.
Dr. Nadja Braun
Klassenfahrt nach Südtirol – zwischen Berggipfeln, Rafting und jeder Menge Mut
Am Sonntag, den 13. September, hieß es für die Klassen 10a, 10b und 10c: Koffer verstauen, Plätze im Bus sichern und auf nach Südtirol! Begleitet wurden wir von Frau Hofmann, Herrn Meingast, Herrn Rost, Frau Schmeckebier, Herrn Schmitt und Frau Dussault.
Die erste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten: eine Nacht im Reisebus. Während einige tatsächlich ein paar Stunden Schlaf ergattern konnten, stellten andere fest, dass Sitzen, Schlafen und Beinfreiheit nur bedingt miteinander vereinbar sind. Etwas müde, aber voller Vorfreude erreichten wir am Montag schließlich Südtirol.
Am Dienstag wartete die nächste Prüfung auf uns: Berge. Steile Berge. Sehr steile Berge. Schritt für Schritt ging es bergauf, begleitet von der ein oder anderen Frage, wie weit es denn „wirklich noch“ sei. Oben angekommen, war die Anstrengung jedoch schnell vergessen: Bei bestem Wetter wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Und weil bergab bekanntlich leichter geht als bergauf, durfte anschließend eine rasante Fahrt auf der Sommerrodelbahn natürlich nicht fehlen.
Am Mittwoch wurde es nass – und mutig! Beim Rafting ging es gemeinsam durch die Fluten. Für alle, denen das noch nicht aufregend genug war, gab es zusätzlich die Möglichkeit zu einem Sprung ins Wasser. Hier zeigte sich, wer noch eine Extraportion Mut übrig hatte. Anschließend führte uns eine Wanderung zu beeindruckenden Wasserfällen – eine willkommene Gelegenheit, das Wasser einmal von außerhalb des Schlauchbootes zu betrachten.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen von Kultur und Stadtleben. Unser Tagesausflug führte uns nach Bozen. Im Ötzi-Museum ging es rund 5.300 Jahre zurück in die Vergangenheit. Danach blieb genügend Zeit, Bozen auf eigene Faust zu erkunden – wobei das Shopping bei einigen vermutlich mindestens genauso großes Interesse weckte wie der berühmte Mann aus dem Eis.
Das Wetter meinte es während der gesamten Fahrt ausgesprochen gut mit uns und bescherte uns viel Sonne und beste Bedingungen für unsere Unternehmungen. ☀
Ein besonderer Dank gilt Herrn Rost, der die Hauptorganisation der Klassenfahrt übernommen und damit dafür gesorgt hat, dass aus vielen Ideen, Terminen und Programmpunkten am Ende eine rundum gelungene Woche wurde. Ebenso möchten wir uns ganz herzlich bei der freundlichen älteren Dame unserer Unterkunft bedanken, die uns während unseres Aufenthalts so herzlich bewirtete und sich bestens um uns kümmerte.
Am Freitag hieß es schließlich: Koffer packen und Abschied nehmen. Nach einer ereignisreichen Woche machten sich drei vermutlich etwas müde, aber um viele gemeinsame Erlebnisse reichere zehnte Klassen wieder auf den Weg nach Leipzig.
Zurück bleiben Erinnerungen an steile Berge, großartige Ausblicke, rasante Abfahrten, kaltes Wasser, Ötzi, unser Spionspiel und vor allem jede Menge gemeinsames Lachen.
Eine Klassenfahrt, die uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Das F.-A.-Brockhaus Gymnasium „stadtradelt“ erfolgreich
Die Stadt Leipzig war auch in diesem Jahr wieder eine der erfolgreichsten Städte beim Stadtradeln. Unsere Schule hat tatkräftig dazu beigetragen: Das Brockhaus-Gymnasium legte insgesamt 18.674 Kilometer zurück und erreichte damit einen starken 33. Platz in Leipzig (nach Platz 30 im Vorjahr). Dabei wurde aktiv etwas zum Klimaschutz beigetragen und ein klares Zeichen für besseren und sichereren Radverkehr in Leipzig gesetzt.
Ein besonderes Highlight war erneut der Community Ride: Die gemeinsame Fahrt von Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern zur Schladitzer Bucht mit einer Runde um den See war auch dieses Mal wieder eine wunderbare Erfahrung.
Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden! Ein besonderer Glückwunsch geht an die diesjährigen Rekordhalter: Tobias Otzipka stellte den neuen Schulrekord auf, während Herr Joachim den Rekord unter den Lehrkräften holte. Alle Siegerinnen und Sieger wurden im Rahmen der Dienstberatung gebührend gewürdigt.
Kategorie: Schüler*innen
- Tobias Otzipka — 741,8 km
- Matteo Schöne — 414,4 km
- Lunis Hassa — 365,9 km
Kategorie: Eltern
- Hartmut Bender — 1.603,6 km
- Kornelia Schneegaß — 623,9 km
- Daniel Hanke — 468,8 km
Kategorie: Lehrkräfte
- Jens Joachim — 816 km
- Christoph Schwochert — 583,8 km
- Nadja Braun — 389,7 km
genial sozial!
Am diesjährigen Aktionstag von genialsozial – deine Arbeit gegen Armut nahmen 44 Schülerinnen und Schüler unserer Schule teil. Gemeinsam erarbeiteten wir 1.435,68 €. Das zeigt, dass das Projekt an unserer Schule wichtig ist. Darüber freuen wir uns sehr und sind schon gespannt auf das nächste Jahr!
Mit diesem Engagement konnten wir einen Beitrag zur Förderung der Projekte von genialsozial leisten:
- Medizinische Hilfe in der Sahara: Neubau eines Krankenhauses im Camp Laayoun – ZEOK e. V. (Algerien)
- Bildung braucht Raum: Ausbildung mit Zukunft in Ruanda – Sustainable Villages Foundation (Ruanda)
- StartSafe Mongolei – Sicherer Start ins Leben: Wissen, Prävention und Begleitung für Familien – Integrationsgemeinschaft ausländischer Erwerbstätiger e.V. (Mongolei)
Gemeinsam können wir so die Projekte finanzieren und das Leben vieler Menschen auf der Welt verbessern.
Seid auch beim nächsten Mal wieder mit dabei und setzt ein Zeichen gegen Armut!
Interessantes zu Genialsozial findest du unter: www.saechsische-jugendstiftung.de
Stella Klaußner, Jg.12
Erdbeben Venezuela 24.06.2026 – am Brockhaus registriert
Leo-Trepp-Schülerpreis 2026 für das Samuel-Lampel-Projekt
Der Leo-Trepp-Schülerpreis möchte jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland sichtbar machen. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Ein Volk. Viele Gesichter.“ Die Schülerinnen und Schüler unserer Klasse 10a haben dazu einen Beitrag mit dem Titel „Samuel Lampel – der Brückenbauer“ eingereicht, in dem sie das Leben, Wirken und Nachwirken dieses Leipziger Kantors, Komponisten und Lehrers auf beeindruckende Weise sichtbar gemacht haben. Für diese Leistung wurden sie in Anwesenheit der Vorständin der Stiftung Gunda Trepp zu Recht mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Bei der Preisverleihung am 16. Juni 2026 im Sächsischen Landtag hob Staatssekretär Wilfried Kühner in seiner Laudatio für den 2. Platz die besondere Bedeutung solcher Projekte hervor: „Die Projekte stehen exemplarisch für das Anliegen des Leo-Trepp-Preises – und für das, was das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen sichtbar machen will: dass Erinnerung mehr ist als Rückblick. Sie ist eine Grundlage für demokratisches Handeln heute.”
Der Schülerwettbewerb fördert auf besondere Weise die Auseinandersetzung mit jüdischer Religion und Kultur: Die Teilnehmenden begeben sich auf Spurensuche – meist im eigenen Umfeld – und machen dabei sichtbar, wie sehr Deutschland durch jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger geprägt wurde und wird. Das Projekt leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung, sondern auch zur Antisemitismusprävention und zur kritischen Reflexion eigener Vorurteile.
Wir gratulieren der Klasse 10a herzlich zu diesem verdienten Erfolg!
Die Ausstellung zum Samuel-Lampel-Projekt ist bis Ende August 2026 im Leipziger Schulmuseum am Goerdelerring zu sehen.
Dr. Nadja Braun
Besuch von Campus France im Grundkurs Französisch 11
Deutschland und Frankreich verbindet eine enge Partnerschaft, die in Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildung fest verankert ist. Die historisch gewachsene Freundschaft eröffnet heute vielfältige Bildungs- und Berufsperspektiven in beiden Ländern. Und wer könnte unseren Schüler:innen diese Chancen authentischer näherbringen als die französische Botschaft selbst?
Aus diesem Grund hat Campus France Anfang Juni den Grundkurs Französisch 11 besucht. Als Einrichtung des französischen Außenministeriums ist die Organisation in Deutschland an die französische Botschaft in Berlin angebunden und verfolgt das Ziel, deutsche Schüler:innen und Studierende über Auslandsaufenthalte zu informieren und sie bei deren Planung zu unterstützen.
Während ihres Vortrags stellten Isoline Rossi (Ansprechperson von Campus France Deutschland) und Ansgar Reich (Korrespondent des Alumni-Netzwerks in Leipzig) in französischer Sprache verschiedene Mobilitätsprogramme – darunter Erasmus+, die Deutsch-Französische Hochschule und mobiklasse – vor und informierten unter anderem über Finanzierungsmöglichkeiten. Im Anschluss hatten die Schüler:innen bei Snacks und Getränken die Gelegenheit, mit beiden Referent:innen ins Gespräch zu kommen, Nachfragen zu stellen und sich persönlich auszutauschen.
Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten für einen längeren Bildungsaufenthalt in Frankreich sein können. Für die interessanten Einblicke und den anregenden Austausch bedanken wir uns herzlich bei Campus France.
Jun An Chen und der Grundkurs Französisch 11
Starke Leistung beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin
In diesem Jahr fanden die Bundesfinaltage von Jugend debattiert in Berlin unter ganz besonderen Vorzeichen statt: Der Wettbewerb feierte sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert Debattenkultur, klare Argumente und faires Streiten. Auch der Bundespräsident war vor Ort und würdigte damit die Bedeutung dieses bundesweiten Wettbewerbs für Demokratiebildung und politische Teilhabe junger Menschen.
Debattiert wurde auch in diesem Jahr wieder über aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragen, unter anderem darüber, ob Containern entkriminalisiert werden soll oder ob autofreie Sonntage wieder eingeführt werden sollen. Die Bundesfinaltage zeigten eindrucksvoll, wie gut Jugendliche komplexe Themen durchdringen, verschiedene Perspektiven einnehmen und ihre Positionen überzeugend vertreten können.
Unsere Schülerin Lilly hat sich in beiden Qualifikationsrunden hervorragend geschlagen. Sie führte Debatten auf sehr hohem Niveau, argumentierte klar, reagierte aufmerksam auf ihre Mitdebattierenden und bewies große Präsenz. Am Ende erreichte sie einen beeindruckenden 8. Platz von 32 Teilnehmenden.
Darauf kann Lilly mehr als stolz sein: Nach oben war wirklich nicht viel Luft – die Debattierenden, die es ins Finale geschafft haben, lagen nur wenige Punkte vor ihr. Lilly hat unsere Schule großartig vertreten und gezeigt, wie viel Sachkenntnis, Fairness und rhetorische Stärke in ihr steckt.
Wir gratulieren Lilly herzlich zu dieser herausragenden Leistung und freuen uns sehr über ihren Erfolg beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin!
Ann-Kathrin Waldherr
Schulkoordinatorin Jugend debattiert