Hier findest Du die Blogbeiträge des Schuljahres 2024/25
Immer wieder verknüpfen wir unseren schulischen Alltag mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, dem gesellschaftlichen Umfeld und verschiedenen Kooperationseinrichtungen wie Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie Vereinen. Diese Seite ermöglicht euch einen kleinen und ausgewählten Überblick darüber, was im angegebenen Schuljahr an unserer Schule passiert ist.
Medienscouts erhalten Publikumspreis beim „Erklärbär 2025/26“
Große Freude für die Medienscouts des F.-A.-Brockhaus Gymnasiums: Beim diesjährigen Erklärvideowettbewerb „Erklärbär 2025/26“ konnten wir den Publikumspreis gewinnen!
Die Preisverleihung fand am 1. April 2026 online über Zoom statt. Ab 17:00 Uhr wurden die 15 besten Beiträge präsentiert, die von der Jury nominiert worden waren. Das Besondere: Das Publikum durfte live abstimmen und entscheiden, welcher Film den Publikumspreis erhält. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer – von Familie bis Freundeskreis – haben mitgefiebert und für unseren Beitrag abgestimmt.
Dank dieser großartigen Unterstützung konnten wir uns durchsetzen und den Publikumspreis inklusive eines Preisgeldes von 150 Euro sichern.
Alle eingereichten Filme zeigten eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Zeit und Engagement in den Projekten steckt. Umso mehr freut es uns, dass unser Beitrag zum Thema “Fake News” so viel Anklang gefunden hat.
Wir sind stolz auf diese Leistung und bedanken uns herzlich bei allen, die für uns abgestimmt haben!
Jenny Michael
Medienscouts beim kdd-forum 2026
Am 12. März 2026 nahmen wir als Medienscouts am kdd-forum in der Quartiersschule Ihmelsstraße teil. Gemeinsam mit vielen anderen Leipziger Schulen tauschten wir uns zur „Kultur der Digitalität“ aus und konnten unsere eigene Arbeit vorstellen.
In Workshops und Impulsen erhielten wir viele neue Einblicke – etwa zu digital gestütztem Lernen, Medienkompetenz und Schulorganisation. Besonders wertvoll war für uns der Austausch mit anderen Medienscouts und zu sehen, wie unterschiedlich Schulen digitale Bildung umsetzen.
In unserem eigenen Beitrag haben wir gezeigt, wie wir als Medienscouts arbeiten: Wir unterstützen Mitschülerinnen und Mitschüler als Ansprechpersonen, führen Workshops zu Themen wie Cybermobbing, Datenschutz oder KI durch und helfen bei technischen Fragen. Dabei arbeiten wir nach dem Peer-to-Peer-Prinzip – also von Lernenden für Lernende auf Augenhöhe. Besonderer Wert haben wir in unserem Beitrag darauf gelegt, einen Einblick in die Entwicklung eines Workshops zu gewähren.
Das Forum hat uns noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig unsere Rolle für die Schule ist: Wir gestalten Medienbildung aktiv mit, fördern eine positive Medienkultur und bringen unsere Perspektiven ein.
Mit vielen neuen Ideen und Motivation kehren wir zurück und freuen uns darauf, unsere Arbeit weiterzuentwickeln und neue Impulse an unserer Schule umzusetzen.
Jenny Michael
Erdbeben bei Leipzig – Schul-Seismograph schlägt an!
Ein ungewöhnliches Naturereignis hat gestern für Aufsehen gesorgt: In der Region um Leipzig wurde ein Erdbeben der Stärke 3,0 registriert – deutlich spürbar, aber glücklicherweise völlig ungefährlich. Dennoch: Ein solches Beben direkt vor unserer „Haustür“ ist alles andere als alltäglich!
Was dabei besonders beeindruckt: Während viele das Ereignis nur kurz wahrnahmen, lieferte unser Schul-Seismograph präzise Messdaten in Echtzeit. Das empfindliche Gerät zeichnete die Erschütterungen zuverlässig auf und bewies einmal mehr seine Leistungsfähigkeit. Ein echter „Praxis-Test“, wie er spannender kaum sein könnte!
Doch woher kommt ein Erdbeben in unserer Region? Die Antwort liegt tief unter unseren Füßen. Die Erdkruste ist auch hier ständig in Bewegung. Im Vogtland treffen gleich mehrere Gebirgsrichtungen aufeinander – darunter der Thüringer Wald, das Erzgebirge und das Fichtelgebirge. In diesem komplexen Spannungsfeld kommt es immer wieder zu kleineren tektonischen Aktivitäten. Dass sich diese Kräfte nun bis unter unsere Region bemerkbar gemacht haben, zeigt: Die Prozesse der Gebirgsbildung sind noch lange nicht abgeschlossen.
Das aktuelle Ereignis knüpft direkt an das an, was unsere Schülerinnen und Schüler bereits im Unterricht erleben konnten. Beim Besuch von Dr. Olaf Hellwig von der TU Bergakademie Freiberg wurde eindrucksvoll gezeigt, wie moderne Geophysik funktioniert. Gemeinsam führten die Geographiekurse der 11. Klasse ein Experiment durch, bei dem der Schul-Seismograph selbst kleinste Erschütterungen – sogar durch einen gemeinsamen Sprung – sichtbar machte.
Nun hat die Natur selbst „mitgespielt“ und ein echtes Erdbeben geliefert! Damit wurde greifbar, was sonst oft abstrakt bleibt: Seismische Wellen verraten uns eine Menge über das Innere unseres Planeten – und unser Seismograph ist mittendrin.
Ein spannender Moment für unsere Schule, der zeigt: Wissenschaft passiert nicht nur im Lehrbuch, sondern direkt vor unserer Haustür!
HIER kommst du direkt zum Seismographen.
Lilly Werner siegt beim Landesfinale „Jugend debattiert“ in Dresden
Am 13. April 2026 stand Dresden ganz im Zeichen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“. Am Vormittag trafen sich die besten Debattantinnen und Debattanten Sachsens im Romain-Rolland-Gymnasium, bevor am Nachmittag das große Finale im Sächsischen Landtag ausgetragen wurde.
Bereits die Qualifikationsrunden verlangten den Teilnehmenden einiges ab. In der Altersgruppe I (Klasse 8 und 9) wurde zunächst darüber debattiert, ob Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages ihr Smartphone abgeben müssen. In der zweiten Runde ging es um die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Randsportereignisse übertragen soll.
Hier zeigte Lilly Werner aus der Klasse 9d des Friedrich-Arnold-Brockhaus-Gymnasiums eindrucksvoll ihr Können. Mit großer Souveränität, klar strukturierten Argumenten und bemerkenswerter sprachlicher Präzision überzeugte sie bereits in diesen Runden und qualifizierte sich verdient für das Finale im Sächsischen Landtag. Schon hier wurde deutlich: Lilly ist nicht nur eine starke Debattantin des Regionalverbunds Leipzig – sie ist eine der besten im Landeswettbewerb.
Am Nachmittag folgte der Höhepunkt des Tages im Sächsischen Landtag. Im Finale der Altersgruppe I wurde die anspruchsvolle Frage diskutiert, ob ein verpflichtendes Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler eingeführt werden soll.
Die Debatte zeigte ein außergewöhnlich hohes Niveau: Alle Finalistinnen und Finalisten argumentierten differenziert, reagierten schlagfertig aufeinander und machten der Jury die Entscheidung alles andere als leicht. Gerade in diesem starken Teilnehmerfeld bewies Lilly erneut ihr außergewöhnliches Können. Sie blieb ruhig, reagierte flexibel auf Gegenargumente und führte ihre Position überzeugend weiter.
Ihr Erfolg ist dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Entwicklung: Bereits im vergangenen Jahr stand Lilly im Landesfinale und erreichte einen starken dritten Platz – nur ganz knapp am Einzug nach Berlin vorbei. Umso beeindruckender ist ihre diesjährige Leistung, mit der sie eindrucksvoll gezeigt hat, dass sie mehr als würdig ist, Sachsen auf Bundesebene zu vertreten.
Am Ende wurde ihr Einsatz belohnt: Lilly Werner erreichte einen hervorragenden 2. Platz und qualifizierte sich damit für das Bundesfinale in Berlin, das traditionell im Juni stattfindet.
Auch in der Altersgruppe II gab es Grund zur Freude aus Leipziger Sicht: Lilly Ann Thier vom Gymnasium am Palmengarten konnte sich den Sieg sichern. Damit wird Sachsen beim Bundesfinale gleich von zwei Leipzigerinnen vertreten. Ein mehr als starkes Ergebnis.
Der Wettbewerb fand mit dem Finale im Landtag einen würdigen Abschluss. In dieser besonderen Atmosphäre wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, Argumente sachlich auszutauschen und Positionen überzeugend zu vertreten.
Eines steht fest: Mit Lilly Werner geht eine herausragende Debattantin nach Berlin – und vor allem eine Schülerin des FAB, die mit Talent, Ehrgeiz und Leidenschaft begeistert hat.
Ann-Kathrin Waldherr (Schulkoordinatorin Jugend debattiert)
Hauchdünn am Titel vorbei – starke Teamleistung beim Landesfinale im Handball
Beim Landesfinale von Jugend trainiert für Olympia im Handball zeigte unsere Mannschaft am 31.03.26 in Delitzsch eine beeindruckende Turnierleistung, die bis zum letzten Spiel für Hochspannung sorgte.
Nach einem nervösen Auftakt gegen die Oberschule Bad Gottleuba mit einer 13:15-Niederlage war die Aufregung deutlich spürbar. Zwar starteten unsere Jungs gut ins Turnier, doch einfache Fehler, nicht genutzte Chancen zum Ausgleich und kleinere Unkonzentriertheiten in der Defensive verhinderten ein besseres Ergebnis.
Im zweiten Spiel gegen das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau präsentierte sich das Team dann wie ausgewechselt. Mit einem überzeugenden 16:9‑Sieg zeigten unsere Jungs eine nahezu perfekte Leistung. Die Defensive war kompakt, intelligent und stabil und dazu kam eine herausragende Torwartleistung. Auch offensiv spielte die Mannschaft stark auf, agierte eiskalt im Abschluss und suchte immer wieder mit viel Entschlossenheit den Weg zum Tor.
Auch im dritten Spiel gegen das Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda knüpfte die Mannschaft an diese starke Form an. Gegen einen sehr guten Gegner gelang ein verdienter 12:9‑Sieg. Erneut überzeugte vor allem die Defensive mit großer Stabilität und Konzentration und wieder war auf den Torwart in entscheidenden Situationen absolut Verlass. Im Angriff hätte man zwar noch etwas kaltschnäuziger sein können, doch auch hier war das Team in den wichtigen Momenten zur Stelle.
Vor dem letzten Spiel gegen das Evangelische Schulzentrum Leukersdorf war die Ausgangslage klar und zugleich besonders spannend. Mit einem weiteren Sieg wären die Oberschule Bad Gottleuba, das Gymnasium aus Zwickau und unsere Mannschaft punktgleich gewesen. Damit war zugleich klar, dass im letzten Spiel nicht nur ein Sieg zählte, sondern auch das Torverhältnis eine entscheidende Rolle spielen würde. Die Devise lautete also von Beginn an: Tore, Tore, Tore.
Ein großes Kompliment geht an dieser Stelle an das Evangelische Schulzentrum Leukersdorf, das das gesamte Turnier mit einem Spieler weniger absolvierte und trotzdem großen Einsatz, viel Leidenschaft und bemerkenswerten Teamgeist zeigte.
Die erste Halbzeit verlief jedoch nicht wie erhofft und endete unentschieden. Man merkte unseren Jungs die Anspannung und den Druck deutlich an. Der Spielfluss fehlte ein wenig und viele Aktionen wirkten nicht mit der gewohnten Klarheit. Während der Partie wurde dann gerechnet und schließlich war klar, dass im Hinblick auf das Torverhältnis nichts mehr möglich war, um den ersten Platz noch zu erreichen.
So richtete sich der Fokus in der Schlussphase ganz auf den Sieg. In der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft noch einmal ihren starken Charakter, spielte deutlich engagierter und konzentrierter und konnte das Spiel schließlich verdient für sich entscheiden.
Am Ende stand ein herausragender zweiter Platz, der kaum knapper hätte ausfallen können. Plätze eins, zwei und drei waren punktgleich. Das Torverhältnis aus den direkten Duellen entschied über die Reihenfolge und zwischen Platz eins und Platz zwei war sogar dieses identisch. Ausschlaggebend war letztlich nur, dass der Turniersieger wenige Tore mehr erzielt hatte als unsere Jungs.
Trotz dieser denkbar knappen Entscheidung und somit Platz 2 in der Gesamtwertung überwiegt vor allem eines: großer Stolz auf diese Mannschaft. Jeder einzelne Spieler hat eine aufopferungsvolle Leistung gezeigt, alles für das Team gegeben und das Schulteam in beeindruckender Weise vertreten — inklusive dem Schüler Wajid Ahmad (7c), der aufgrund seines jungen Alters nicht mit in dieser Wettkampfklasse auflaufen durfte, aber dafür als Assistenz-Trainer und Glücksbringer mitgereist war.
Ein großes Dankeschön richten wir ebenso an das Trainerteam vom TuS Leipzig-Mockau e.V., welches über viele Jahre schon zahlreiche talentierte Spielerinnen und Spieler unserer Schule im Handball ausbildet und nicht zuletzt großen Anteil am Erfolg unserer Auswahlmannschaften bei Schulturnieren hat.
Es spielten:
Finn Schilk (11)
Georg Hirsekorn (11)
Lunis Hassa (11)
Jean Jurowski (10a)
Vin Tränkner (9d)
Hannes Hillmann (9c)
Aurelius Bender (8c)
Christoph Kühn (8c)
Vincent Walter (7c)
„Leuchtende Freiheit“ im Kunstkraftwerk Leipzig
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a, die sich bereits in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten intensiv mit den Ereignissen des Herbstes 1989 auseinandergesetzt haben, hatten Gelegenheit, im Kunstkraftwerk eine beeindruckende 360-Grad-Projektion zu erleben. Diese immersive Installation beleuchtet die deutsche Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Friedlichen Revolution in Leipzig und der darauffolgenden Wiedervereinigung basierend auf originalen Fotos sowie Ton- und Filmdokumenten.
Nach einem einführenden Video von Prof. Dr. Markus Löffler, dem Initiator des Projekts, tauchten die Schülerinnen und Schüler in die besondere Atmosphäre der ehemaligen Maschinenhalle ein und erlebten die Installation hautnah. Im Anschluss hatten sie die Möglichkeit, sich mit Oberbürgermeister Burkhard Jung über ihre Eindrücke auszutauschen und darüber zu diskutieren, welche Bedeutung diese historischen Ereignisse für ihr eigenes Leben haben.
Darüber hinaus beschäftigten sie sich in einem Workshop mit Videoaufzeichnungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Ereignisse von 1989. In kreativer Auseinandersetzung gestalteten sie eigene Plakate, die aktuelle Herausforderungen (junger) Menschen in Deutschland reflektieren.
Das Projekt „Leuchtende Freiheit“ hat das Ziel, Geschichte und das Bewusstsein dafür lebendig zu halten. Es möchte den jungen Menschen vermitteln, dass Freiheit, Demokratie und Zivilcourage keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern gerade in Ostdeutschland hart erkämpfte Werte, die es zu verteidigen gilt. Daher bedarf es auch weiterhin eines engagierten Einsatzes für die Demokratie, um diese Errungenschaften zu bewahren.
Dr. Nadja Braun
Ein Tisch voller Geschichten – Fest der Kulturen im GeWi-Profil Klassenstufe 9
Im Rahmen unseres gesellschaftswissenschaftlichen Profils zum Thema „Migration, Kultur und Heimat“ wurde unser Klassenzimmer für einen Nachmittag zu einem Ort, an dem Vielfalt nicht nur besprochen, sondern gelebt wurde.
Statt Präsentationen oder Arbeitsblättern stand diesmal etwas anderes im Mittelpunkt: ein gemeinsames Festessen, zu dem jede und jeder ein Gericht aus der eigenen Kultur oder familiären Tradition mitbrachte.
Schon beim Betreten des Raumes wurde klar, dass es sich um etwas Besonderes handelte. Der Duft verschiedenster Speisen lag in der Luft, Farben und Formen mischten sich zu einem beeindruckenden Gesamtbild. Neben vertrauten Klassikern wie Erdbeerkuchen, Kartoffelsalat oder Brot mit Käse und Butter fanden sich auch viele Gerichte, die für einige von uns ganz neu waren: knusprige Lumpia, würzige Kibbeh Ksabe, cremiger Hummus oder Batata Harra. Auch vegane Klöpse, gefüllte Weinblätter (Dolma), Blinis, Oladushki (Eierkuchen) und frittierte Reisbällchen zeigten, wie vielfältig Esskulturen sein können. Selbst einfache Dinge wie Gemüse mit Brot oder mexikanische Chips wurden Teil dieses bunten Buffets.
Doch es ging an diesem Tag um weit mehr als nur ums Essen. Hinter jedem Gericht stand eine Geschichte – von Herkunft, Familie, Erinnerungen und Identität. Während wir gemeinsam aßen, kamen wir ins Gespräch: darüber, woher die Rezepte stammen, wer sie zubereitet hat und welche Bedeutung sie für die jeweilige Person haben. Plötzlich wurde aus einem einfachen Gericht ein Stück Heimat.
Gerade in einer Zeit, in der Themen wie Migration und kulturelle Unterschiede oft kontrovers diskutiert werden, hat dieses Fest gezeigt, wie verbindend Vielfalt sein kann. Es hat uns daran erinnert, dass „Heimat“ für jeden etwas anderes bedeutet – und dass genau darin eine große Stärke liegt. Niemand musste sich erklären oder rechtfertigen; stattdessen entstand ein Raum der Offenheit, Neugier und gegenseitigen Wertschätzung.
Besonders berührend war zu sehen, wie selbstverständlich wir alle miteinander geteilt haben – nicht nur das Essen, sondern auch unsere Geschichten. Unterschiede wurden nicht als trennend wahrgenommen, sondern als Bereicherung. Für viele war es eine neue Erfahrung, sich auf unbekannte Geschmäcker einzulassen und gleichzeitig ein Stück von sich selbst zu zeigen. Dieses Festessen war mehr als eine unterrichtliche Veranstaltung. Es war ein gelebtes Beispiel für Inklusion und Diversität – und vielleicht auch ein kleiner Schritt hin zu mehr Verständnis füreinander. Denn manchmal braucht es gar nicht viele Worte, um sich näherzukommen. Manchmal reicht ein gemeinsamer Tisch.
Lilly Werner (Klasse 9)
Workshop zu „Heimsuchung“ in der Deutschen Nationalbibliothek
Die Abiturprüfungen 2026 nähern sich, und erstmals steht in diesem Jahr der Roman „Heimsuchung“ von der Booker-Preisträgerin Jenny Erpenbeck auf der Liste der Pflichtlektüren. Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945, angesiedelt an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt, hat dies zum Anlass genommen, einen Workshop für Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Das Exilarchiv versteht sich dabei als „Kampfmittel gegen das sich von neuem erfrechende Nazitum“ und engagiert sich in seiner kulturellen Bildungsarbeit gegen Antisemitismus sowie gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Im Mittelpunkt des Workshops standen die Themen Heimatverlust und Exil, die in Erpenbecks Roman behandelt werden. Der Leistungskurs Deutsch 12 hatte die Gelegenheit, an diesem Workshop teilzunehmen, der von Jesko Bender in der DNB Leipzig geleitet wurde. Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich mit Herrn Bender über ihre Leseerfahrungen und Eindrücke aus und vertieften sich in Gruppenarbeit intensiv in verschiedene Textauszüge aus „Heimsuchung“. Dabei wurden auch Originalobjekte aus der Sammlung des Deutschen Exilarchivs einbezogen. Beispielsweise wurden Listen jüdischer Auswanderer betrachtet, die gezwungen waren, vor ihrer Ausreise ihr streng reguliertes Eigentum aufzulisten, sowie ein „Judenstern“ aus dem besetzten Frankreich, den jüdische Menschen an ihrer Kleidung tragen mussten. Zudem wurde eine Packung Puddingpulver gezeigt, die zum Schmuggeln regimekritischer Texte genutzt wurde.
Bereits der bewusst mehrdeutig gewählte Romantitel „Heimsuchung“ gibt Anlass zu unterschiedlichen Deutungsansätzen. Der neue Zugang über die Objekte ermöglichte nun ein weiter vertieftes Verständnis der Texte und verdeutlichte die Vielschichtigkeit der einzelnen Kapitel des Romans.
Dr. Nadja Braun
Náboj-Wettbewerb 2026
Am letzten Freitag, dem 13.03.2026, nahmen Ronja Fricke, Lena Flade, Helene Berger, Florentin Herndl und Hans Gehlert am internationalen Náboj-Wettbewerb teil. Während dieses Mathematik-Wettbewerbs, der dieses Jahr in 23 Ländern ausgetragen wurde, mussten die Schülerinnen und Schüler innerhalb von zwei Stunden gemeinsam so viele Aufgaben wie möglich lösen. Gefragt waren dabei neben reinem Fachwissen kreative und originelle Lösungswege sowie vielfältige Problemlösestrategien.
Passend zur Anzahl der teilnehmenden Länder belegte unser Team im Lokalausscheid den 23. Platz. Auch wenn dies in Leipzig den letzten Platz bedeutete, so spiegelt das Ergebnis mit 12 gelösten Aufgaben eine sensationelle Gemeinschaftsleistung wider, gingen doch in Leipzig alle Teams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin mit ihren jeweiligen naturwissenschaftlichen Spezialgymnasien an den Start.
Zu dem fantastischen Ergebnis möchte ich Ronja, Lena, Helene, Florentin und Hans noch einmal ganz herzlich gratulieren.
Falk Frenzel
PS: Wer sich selbst einmal an den Aufgaben probieren möchte, findet diese unter dem QR-Code.
Erneut ganz vorn: Lilly Werner gewinnt Regionalwettbewerb
Mit großem Erfolg nahm das Friedrich-Arnold-Brockhaus-Gymnasium auch in diesem Jahr am Regionalwettbewerb des bundesweiten Projekts Jugend debattiert teil. Die Schülerinnen und Schüler des FAB überzeugten durch fundiertes Sachwissen, klare Argumentationsstrukturen und rhetorische Sicherheit.
In der Altersgruppe II vertraten Lena (Klasse 10b) und Anton (Klasse 10) die Schule. In der Altersgruppe I gingen Maya (Klasse 8a) und Lilly Werner (Klasse 9d) an den Start. Alle Teilnehmenden hatten sich im Vorfeld intensiv auf die anspruchsvollen Debatten vorbereitet.
Der Wettbewerb bestand aus zwei Qualifikationsrunden, in denen sich die Debattierenden für die Finalrunde empfehlen mussten.
In der Altersgruppe I wurden folgende Fragen debattiert:
- Sollen Haustierhalter zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden?
- Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?
- Sollen die Schulwege in Leipzig durch Lotsen abgesichert werden?
In der Altersgruppe II standen diese Themen im Mittelpunkt:
- Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten?
- Sollen „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?
- Soll die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden?
Besonders erfolgreich war Lilly Werner, die sich mit überzeugenden Leistungen in den Qualifikationsrunden für das Finale der Altersgruppe I qualifizierte. In der abschließenden Debatte zur Frage der Absicherung von Schulwegen durch Lotsen zeigte sie ein außergewöhnlich hohes Maß an Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen und Überzeugungskraft und belegte den 1. Platz.
Mit diesem Sieg qualifizierte sie sich für das Landesfinale von Jugend debattiert, das am 13. April in Dresden im Landtag stattfinden wird. Dort wird sie den Verbund Leipzig vertreten.
Das FAB ist außerordentlich stolz auf diesen Erfolg, zumal Lilly Werner bereits zum zweiten Mal in Folge den Regionalwettbewerb gewinnen konnte und damit ihre herausragenden rhetorischen Fähigkeiten erneut unter Beweis stellte.
Der Wettbewerb wurde von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern des Projekts sowie der Stadt Leipzig begleitet. Anwesend waren unter anderem die Landeskoordinatorin Frau Kaboth, der Leiter von Jugend debattiert Dr. Jan-Jonathan Bock, sowie Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig. Die organisatorische Koordination vor Ort lag bei Frau Dr. Hallek.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den vielen Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften des FAB, die als Jurorinnen und Juroren zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.
Die Schulgemeinschaft gratuliert allen Teilnehmenden herzlich zu ihren Leistungen und wünscht Lilly Werner viel Erfolg beim Landesfinale in Dresden.
Für das Jugend-debattiert-Team
Ann-Kathrin Waldherr